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'Ich wollte keine Frau sein, die Kinder hat und schreibt. Keine, die eine Ehe führt und schreibt. Keine, die eine andere Tätigkeit ausübt und auch schreibt. Ich wollte nicht von allem etwas, sondern von dieser einen Sache alles. Wenn mich jemand fragt, was machst du, wollte ich antworten: Ich schreibe.' Mely Kiyak wagt eine Kartografie der Entscheidungen. Poetisch, unprätentiös, beeindruckend.
Mely Kiyak wurde für ihr schriftstellerisches Werk vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis, dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis und 2026 mit der Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung. Zuletzt erschienen bei Hanser: 'Frausein' (2020), 'Werden sie uns mit FlixBus deportieren?' (2022) und 'Herr Kiyak dachte, jetzt fängt der schöne Teil des Lebens an' (2024).