Veranstaltungen

Lesung: Andrea Gerk "Lob der schlechten Laune"

- 18.10.2017 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: REH geyersbach, Kopenhagenrstr. 17
Vorverkauf: Neues Kapitel
Preis: 6,00 €

"Mein Buch ist auch eine Art Selbstverteidigungsschrift", sagt Andrea Gerk. "Ein guter Freund sagte mir mal beim Mittagessen: Schreib doch mal über schlechte Laune, davon verstehst Du wenigstens was. Ganz schön frech, dachte ich zuerst. Und fing dann an zu recherchieren." Sie fand verwandte Geister in Beethoven oder Helmut Schmidt, nun plädiert sie für einen Imagewandel: Denn gerade schlechte Stimmung mache produktiv, sagt sie.

Andrea Gerk (*1967) arbeitet als Kulturjournalistin und Moderatorin für den WDR-Hörfunk, DLF Kultur und andere. Ihr Buch "Lesen als Medizin" über Bibliotherapie erschien 2015. Sie lebt in Berlin. (Foto: WDR/Herby Sachs)

"Lob der schlechten Laune" erschien im September bei KEIN & ABER.
https://keinundaber.ch/de/autoren-regal/andrea-gerk/

Moderation: Anne Haeming (freie Journalistin)

Lesung: Emilia Smechowski "Wir Strebermigranten"

31.10.2017 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: REH geyersbach, Kopenhagenerstr. 17
Vorverkauf: Neues Kapitel
Preis: 7,00 €

Emilia Smechowski über die Geschichte ihrer Familie, die in den 1980ern aus Polen nach Deutschland kam. "Wir Strebermigranten" – ein beeindruckendes Debüt.

Emilia war noch Emilka, als ihre Eltern mit ihr losfuhren – raus aus dem grauen Polen, nach Westberlin! Das war 1988. Nur ein Jahr später hatte sie einen neuen Namen, ein neues Land, eine neue Sprache: Sie war jetzt Deutsche, alles Polnische war unerwünscht. Wenn die neuen Kollegen der Eltern zum Essen kamen, gab es nicht etwa Piroggen, sondern Mozzarella und Tomate. Und als Emilia ein Deutschdiktat mit zwei Fehlern nach Hause brachte, war ihre Mutter entsetzt: Was war schiefgelaufen? Ergreifend erzählt Emilia Smechowski die persönliche Geschichte einer kollektiven Erfahrung: eine Geschichte von Scham und verbissenem Aufstiegswillen, von Befreiung und Selbstbehauptung.

Emilia Smechowski, 1983 in Polen geboren, floh mit ihrer Familie 1988 nach Westberlin. Sie studierte Operngesang und Romanistik in Berlin und Rom, bis sie im Journalismus landete. Sie war Redakteurin der tageszeitung und arbeitet heute als freie Autorin und Reporterin, u. a. für Geo, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Ihr Essay über die unsichtbaren Polen wurde mit dem Deutschen Reporterpreis, dem Konrad-Duden-Journalistenpreis und dem Deutsch-Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis ausgezeichnet.

Moderation: Alem Grabovac (taz)

Dienstag, 31. Oktober 2017, 20 Uhr