Unsere Empfehlungen

Hier stellen wir Ihnen unsere aktuellen Lieblingsbücher vor! Und in unserer Buchhandlung finden Sie die Lesetipps auf allen Büchern, die eine Banderole tragen.

Bakhita
empfohlen von:

Polina Zinoviev

Polina Zinoviev

Bakhita Véronique Olmi

gebunden

Schon auf den ersten Seiten geht es in diesem herausragenden Roman zur Sache. Das Schicksal eines in die Sklaverei verschleppten und auf alle denkbaren Arten misshandelten Mädchens geht in jedem Augenblick unter die Haut. Zugleich bietet die Autorin Bilder von subtiler Einfachheit und Schönheit.

Es liest sich wie ein Lamentoso und zugleich wie eine Ode an das Leben, mal in murmelndem Singsang, mal sachlich kühl. Der „böse weiße Mann“ braucht (zunächst) gar nicht in Erscheinung zu treten, denn was es an Unaussprechbarem gibt, das man anderen Menschen antun kann, wird von Landsleuten, oft von Stammesbrüdern besorgt. Das Potenzial des Bösen, das der Mensch in sich trägt, ist Gräuel genug, doch gibt es in dieser Geschichte keinen Endpunkt; sie wiederholt sich, mit immer neuen Opfern, Sündenböcken, Tätern, Opportunisten.

Gewalt ist im ersten Teil des Romans das treibende Moment: Dörfer werden angezündet, Kinder werden vergewaltigt, entführt, zu Tode geprügelt, verhungernd am Wegesrand liegen gelassen wie Aas – unaussprechlich. Alle werden über hunderte von Kilometern zu den bedeutenden Sklavenmärkten gebracht, wo sie – die Kleinen, die Schönen, die Kräftigen, sofern sie überlebt haben, entweder grausamen Entmannungen unterzogen werden, um als kostbare Eunuchen gehalten zu werden, als Dienerinnen die Capricen der Herren ertragen müssen, als Huren ausgebeutet werden. Entgegen allen romantischen Vorstellungen von hollywoodscher Solidarität unter den Unterdrückten raubt Olmi uns diese Illusion, denn auch unter den Sklaven herrscht Missgunst und Misstrauen, alle kämpfen um einen Schluck Luft an der kranken Oberfläche des Systems, wie es damals, Ende der 80er Jahre des 19.Jahrhunderts im Sudan – und zweifelsohne auch anderswo – geherrscht hatte.
Bakhita lernt schnell, dass sie ertragen muss, um zu leben, und dass sie leben will, um sich zu erinnern. Immer wieder erlebt sie herzzerreissende Trennungen, als erste die von der Mutter, dann das Weggerissenwerden von Menschen, die sie lieb gewinnt.

„Liebe ist da, wo Anerkennung, Teilhabe und Kraft sind“, lernt Bakhita für sich. Dieses Leitmotiv begleitet sie auf ihrem großen, unglaublichen Lebensweg. Olmi gewährt uns intime Einblicke, lässt uns mit Bakhitas Augen die Welt erkunden, gibt uns die Möglichkeit, den „naiven Blick“, der jedoch ungeheuerlich viel Hellsicht besitzt, über die modernen Gesellschaften mit ihren Gepflogenheiten, Ängsten, Vorurteilen und ihrer Schuld schweifen zu lassen.
Sie wird in Italien, wohin es sie später verschlagen soll, mit dem Vorurteil gegenüber allem Fremden konfrontiert werden. Mit ihrer dunklen Haut und ihrer tiefen Stimme wird sie von den Dorfbewohnern, später von den Städtern zunächst gefürchtet, später begafft, noch später verehrt. Diesen Prozess des Gewöhnens muss Bakhita immer wieder durchlaufen, doch nie an seinem Ende ankommen.

Bakhita wird ihren eigenen Namen, den ihre Mutter liebevoll geflüstert hat, als sie ihr schönes Haar flocht, erst im Sterben wiederfinden. Sie wird ihre ebenfalls in die Sklaverei entführte Schwester nicht wiedersehen, sie wird Zeit ihres langen Lebens eine Traurigkeit verspüren. Aber sie wird die Liebe, die sie in sich trägt, an Kinder weitergeben. Diese moretta wird hunderte von Kindern prägen und ihnen einen kleinen Sonnenstrahl in das weite Leben mitgeben.

Einfühlsam, sprachgewaltig, prägnant und weise kreiert Olmi ein ganzes Universum, das einen jeden anspricht, ja nicht ungerührt lassen kann.
Ein Buch, das aufwühlt, wachrüttelt, fassungslos macht. Ich empfehle es allen, die nicht gleichgültig gegenüber Unfreiheit, Ungleichheit und Ungerechtigkeit, kurz, dem „universellen Elend“ sind.

PS: Es sei noch gesagt, dass Joséphine Bakhita, die Protagonistin dieses Romans, tatsächlich gelebt hat. Dieses Buch zeichnet und fühlt ihr Leben auf eine authentische und respektvolle Weise nach.

zum Produkt € 25,00*

Melmoth
empfohlen von:

Roman-Michael Schäfer

Roman-Michael Schäfer

Melmoth Sarah Perry

gebunden

„Die Frauen gingen zu Jesu Grab und fanden es leer vor. Der Stein war beiseite gerollt und dort in dem Garten erschien ihnen der wiederauferstandene Sohn Gottes. Doch eine war dabei, die später leugnete, den auferstandenen Christus gesehen zu haben. Zur Strafe wurde sie verflucht, bis zur Rückkehr des Messias einsam und heimatlos über die Erde zu streifen. In einer Welt, die unvergleichlich böse ist und unvorstellbar niederträchtig ist, hält sie immerzu nach der Niedertracht und dem Bösen Ausschau. Sie stellt sich als Zeugin zur Verfügung, wo es keine Zeugen gibt, um eines Tages erlöst zu werden.“

So steht es in den Lebenserinnerungen des Joseph Hoffmann, der als Junge in den den 1930er Jahren diese Legende erzählt bekommt. Die Rede ist von Melmoth, der Zeugin, die stets schwarzgewandet im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gesichtet worden sein soll. Zu dem Zeitpunkt als Hoffmann dies niederschrieb, ist er bereits 94 Jahre alt und stirbt wenig später in der tschechischen Nationalbibliothek während des Verfassers der Memoiren. Der starre Blick der Leiche ist schreckenerfüllt. Hoffmann scheint irgendetwas Fürchterliches gesehen zu haben.

Das Manuskript gerät in die Hände des Wissenschaftlers Karel Prazan, der mit Hoffmann befreundet war. Beim Lesen der Aufzeichnungen verfällt er immer mehr der Legende von Melmoth, sodass er mittels Sekundärliteratur Nachforschungen betreibt. Vielleicht ist an der Geschichte doch mehr dran, als man glauben möchte? Einige Wochen später ist Prarzan spurlos verschwunden.

Nun ist es die Prarzan bekannte Übersetzerin Helen Franklin, die das Manuskript zu lesen bekommt. Auch sie findet in uralten Briefen und Tagebüchern Hinweise auf Melmoth. Auch könnte die geheimnisvolle Frau etwas mit Helens Vergangenheit zu tun haben.

Immer mehr beginnt Helen eine Präsenz zu spüren, sie fühlt sich beobachtet, meint verfolgt zu werden, kann diese Empfindung jedoch erstmal nicht konkretisieren. Es bleibt nur eine Andeutung von etwas Unheimlichen, wird jedoch konkreter aus der auktorialen Erzählperspektive heraus beschrieben; nur Helen ahnt davon mehr als sie tatsächlich wahrnimmt.

Die schwarze Zeugin schleicht umher und auch in Helens sozialen Umfeld ist sie vage aber dennoch bedrohlich präsent. Melmoth scheint immer nur dann aufzutauchen, wenn sie etwas Schreckliches bezeugen möchte, gilt es doch hierdurch Erlösung zu erlangen. Demnach haben all ihre Bekannten in der Vergangenheit etwas Verwerfliches getan, dass es zu bezeugen wert ist. Nach und nach gestehen sich die Freundinnen untereinander genau dies ein.

Sarah Perry gelingt hierbei der Kunstgriff, einerseits die Situation aus der dritten Person heraus zu schildern, so dass zwar der Leser die Bedrohung beobachten kann, nicht aber die Involvierten, die teilweise Realität und das im wahrsten Sinne des Wortes Sagenhafte nicht mehr voneinander unterscheiden können. Dadurch vermengt sich die Szenerie mit der Gegenwart, den Aufzeichnungen Hoffmanns und all den anderen historischen Schilderungen. Wo hört die Wirklichkeit auf und wo fängt das Schauermärchen an?

Perrys Schreibstil erweckt den Eindruck, dass alles gleichzeitig geschieht, und selbst die längst verstorbenen Berichterstatter immer noch präsent sind. Hierdurch entsteht eine somnambule, psychedelische Stimmung, die Realitäten ineinander schiebt, was wiederum die sich überblendende Wahrnehmung der Protagonisten nachfühlbar macht und direkt vermittelt. Der Leser erhält so den Eindruck, als geschehe ihm das gerade selbst. Und wer weiß: Vielleicht ist Melmoth gerade anwesend, während er das Buch liest? Und vielleicht hat auch er etwas getan, dass es zu bezeugen gibt?

zum Produkt € 24,00*

Verkettung glücklicher Umstände
empfohlen von:

Polina Zinoviev

Polina Zinoviev

Verkettung glücklicher Umstände Sophie Bassignac

kartoniert

So harmlos, wie es aussieht, ist dieses Buch mitnichten.
Subtil und nicht ohne ein vielfaches Augenzwinkern bringt die Autorin Menschen- und Verhaltenstypen zusammen, sorgt für vordergründige Lacheffekte, schafft zugleich aber eine nährstoffreiche Basis für ernste Gedankengänge. Die leicht klischeehaften, aber unerwartet frisch-lebendigen Protagonisten bewegen sich in bekannten und doch Überraschungen bietenden Situationen, aus denen die meisten von ihnen verändert hervorgehen werden.

Die Rahmenhandlung bietet ein Kunstraub in einer Provinzstadt, die, wie es eben üblich ist, eifersüchtig und neidisch nach der Metropole schielt. Das Museumsmilieu mit seinen skurrillen, verrückten, schüchternen, größenwahnsinnigen Künstlern war schon zu allen Zeiten ein dankbares Thema. Und die Kleinstadtatmosphäre ist bis ins kleinste Detail meisterhaft eingefangen.

Eine gescheiterte Beziehung, eine hoffnungslose Liebe, eine hoffnungsvolle, sich anbahnende Liebe : Ohne ins Triviale zu verfallen webt Bassignac kunst- und lustvoll daraus eine luftige Geschichte, deren Lektüre auf wundersame Weise Glückshormone freisetzt.

Im Original lautet der Titel « Höflichkeitsabstand » - das ist jener Abstand, den manche der Protagonisten nicht einzuhalten fähig oder gewillt sind, wohingegen andere sich bewusst isolieren. Denn auch darum geht es hier : Sich auf den anderen einlassen, loslassen, Neues wagen.

zum Produkt € 12,00*

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich
empfohlen von:

Polina Zinoviev

Polina Zinoviev

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich William Kent Krueger

gebunden

Die Handlung spielt 1961 im fiktiven New Bremen in Minnesota und wird von einem nunmehr erwachsenen Mann 40 Jahre später aus der Sicht des Jungen, der er damals war, erzählt.

Der 13-jährige Frank sieht seine bis dahin behütete Kindheit durch den Riss entschwinden, der sich zwischen dem Kind-Sein und dem Erwachsen-Sein aufgetan hat. Kein Kind mehr, aber noch kein Mann. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Jake ist bei allen Abenteuern mit von der Partie und erfüllt bisweilen eine dem Dialogpartner nach altgriechischem Vorbild nicht unähnliche Rolle, indem er dem Protagonisten – Frank – Argumente entgegenstellt, die Franks Gewissen nicht hätte besser formulieren können. Ein Alter Ego, ein Spiegelbild, ein Zwilling, ein Zerrbild. Durch die Interaktion der beiden wird die Handlung auf entscheidende Weise vorangetrieben.

Der Teenager vermutet zu Recht, dass die Erwachsenen ihm wichtige Bestandteile der Wahrheit vorenthalten, wenn es um Themen wie Tod, Schuld, Krieg oder Sex geht. Er beschliesst, sich die fehlende Information zu beschaffen, indem er belauscht oder Verbote missachtet. Damit setzt er eine fatale Kettenreaktion in Gang.

Einbegettet ist die Handlung in eine provinzielle, in sich widersprüchliche Gesellschaft, die gleich mehrere, nicht symmetrisch angelegte Gegenpole aufweist. Arm und reich ist nur einer der Gegensätze, der durch die jeweiligen Wohnlagen „Flats“ und „Heights“ definiert wird. Weiße und Indianer bilden ein weiteres, sehr geladenes Kontrastepaar. Franks Familie befindet sich im Zentrum und berührt alle Gegenpole: Der Vater ist Methodistenpastor und versucht mit seiner humanistischen Einstellung, Menschen wieder zueinander zu bringen und Hass abzuwenden. Dieser sanfte, aber resolute Mann, für den der Autor seinen eigenen Vater als Vorbild hinzugezogen hat, generiert viel Sympathie. Doch innerhalb der Familie zeichnet sich bereits zu Beginn der Narration ein zunächst feiner Riss ab, der aufgrund von Herkunfts- und Zugehörigkeitskonflikten bald aufklafft und alle hinabzuziehen droht, als eine Abfolge von Tragödien die Familie in ihren Grundfesten erschüttert.

Manchmal fühlt man sich als Leser und Zeuge der Ereignisse machtlos wie ein Kind im Dunkeln eines Zuschauerraums. Man will schreien: „Nein! Haltet ein!“, doch rollt das Geschehen unabwendbar auf die nächste Katastrophe zu. Wie weit kann Hass gehen? Wie tief sind die Abgründe in den Seelen unserer Nächsten? Warum musste das geschehen, was geschehen ist?

Der Eintritt in das neue Lebensalter vollzieht sich ebenso schmerzvoll und traumatisch wie eine Geburt. Frank muss sich von vielen sicheren Schlupfwinkeln seiner Seele verabschieden und der Wahrheit ins Auge blicken. Die Gegenwart erklärt sich aus einer ihm nie offenbarten Vergangenheit, die er jetzt aus der Büchse der Pandora entlassen muss, um zu begreifen und um sich daran zu messen. Zu den vielen Rätseln um Frank zählen die Traumata seines Vaters, eines Kriegsveterans, der sich nach seiner Rückkehr von der vielversprechenden Karriere eines Staranwalts abwendet und stattdessen Provinzpastor wird. Ein weiteres Rätsel birgt die alte Liebe seiner Mutter, und die neue Liebe seiner Schwester Ariel ist ebenfalls mysteriös.
Doch auch Frank trägt ein Geheimnis in sich, das ihn zu zerdrücken droht.

Wie der Suchstrahl eines Scheinwerfers erfasst der Roman nach und nach die unterschiedlichen Aspekte des Lebens, verweilt grell auf Themen wie „Sterben“, „Glaube“, „Schuld“, „Familie“, "Erwachsenwerden". Mit seinem geballten, reichen Inhalt schafft er es, auch dem eiligsten Leser seinen Rhythmus aufzuzwingen. Und so, wie ein Schweißtropfen gemächlich auf sonnenerwärmter Haut herabrinnt und dabei alles einfängt, facettiert, spiegelt und bricht, so verzaubert dieser Roman, erzählt in einem „analogen“ Tempo – dem des einzigartigen Sommers von 1961, des Schwarzweiss-Fernsehens, der Raketenbüstenhalter und J.F.Kennedys.

Allen Katastrophen trotzend ist es ein strahlendes, lebensbejahendes Buch, ungewöhnlich und zutiefst menschlich.

zum Produkt € 22,00*

Nichts bleibt so, wie es wird
empfohlen von:

Polina Zinoviev

Polina Zinoviev

Nichts bleibt so, wie es wird Sven-Eric Bechtolf

gebunden

Trotz des sich eher als Jugendbuch gebärdenden Covers ist es ein Buch für Erwachsene und entfaltet seine verjüngende und seelenstraffende Wirkung ab der ersten Seite.

Es ist ein liebenswerter und tiefsinniger Roman über das Theater, seine Menschen und ihre Leidenschaften. Als künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele und als erfahrener Regisseur schafft der Autor reale, wenn auch irrwitzige, Szenarien mit Protagonisten, die echter nicht sein könnten. Jeden der Helden könnte man mit zig Akteuren aus dem heutigen Theatergeschehen besetzen – die Rollen sind aber auch allgemein menschlich und somit universell.

Die Entwicklung der zentralen Figur – eines durch und durch selbstbezogenen, grantigen und ungeschliffenen Regisseurs auf dem absteigenden Ast und kurz vor dem Aus – ist dramatisch und mitreißend. Doch man kommt diesem Sonderling allmählich immer näher, bis er auf einmal unsere Sympathie gewonnen hat.

Ein herrlich leicht geschriebener Roman für alle, die sich für alles interessieren, ein Faible fürs Theater haben, Kunst zu schätzen wissen und das Wirken menschlicher Stärken und Schwächen gerne mitverfolgen. Es bietet zahlreiche Überraschungsmomente, etwas Italianità, nachdenkliches Verweilen, euphorische Freude, und nicht zuletzt einfach eine feine Feder mit im Homerischen bis Grotesken angesiedelten Humor.

zum Produkt € 22,90*

Ich bin Circe
empfohlen von:

Désirée Westphal

Désirée Westphal

Ich bin Circe Madeline Miller

gebunden

Obwohl ich mit griechischer Mythologie gar nichts am Hut habe, hat mich dieses Buch wahnsinnig gefesselt. Das liegt vor allem an der besonderen Persönlichkeit Circes, eine ambivalente Figur, die sich über alle Erwartungen und Spielereien der Götter hinwegsetzt und ihren eigenen Weg sucht.

Geboren als erste Tochter des Sonnengottes Helios und einer Nymphe, erbt sie unglücklicherweise weder Schönheit noch göttliche Kräfte. Somit hat sie für ihre Familie und das mächtige Pantheon keinen Wert und wird spätestens seit der Geburt ihrer Schwester gar nicht mehr beachtet.

Unbeugsam und willensstark erkämpft sie sich dennoch ihren Platz in der Welt, ein Kampf, der geprägt ist von Fremdbestimmung, Misserfolgen und Hilflosigkeit – doch auch von Hoffnung, Macht und großer Stärke.

Circe gehört zu den beeindruckendsten Frauenfiguren über die ich je lesen durfte.
Völlig gebannt bin ich durch die Seiten geflogen – so lebendig, so inspirierend, so leidenschaftlich kann ein Mythos sein!

zum Produkt € 24,00*

Nachtlichter
empfohlen von:

Roman-Michael Schäfer

Roman-Michael Schäfer

Nachtlichter Amy Liptrot

kartoniert

Einmal Orkneys und zurück. Besagte Eilande befinden sich im äußersten Nordosten Schottlands. Oft lieben die Einheimischen ihre Inseln, was im sich von der schottischen Sprache unterscheidenden orkadischen Dialekt oder dem eigentümlichen Brauchtum zum Ausdruck kommt. Kauzig und hilfsbereit sind sie, die Orkadier. Und eigentlich sehen sie sich eher Skandinavien zugehörig.

Es sind die wildromantische Landschaft, die stürmisch-schroffe Natur, das Klima und das Wetter, die den Menschen prägen: „Die über das Meer transportierte Energie der Wellen verwandelt sich in Lärm, Hitze und Erschütterungen, die vom Land aufgenommen und über Generationen weitergegeben werden“, berichtet Amy Liptrop über ihre Heimat.

So gerne Touristen eben wegen der schönen Natur und der Ursprünglichkeit der Orkneys zu Besuch kommen, so gerne verlassen die Jüngeren, die dort geboren und aufgewachsen sind die Inseln, um der Eintönigkeit und Perspektivlosigkeit des dortigen Lebens zu entfliehen.

Auch Amy Liptrop war eine Jugendliche, die etwas erleben wollte und beabsichtigte, aus ihrem Leben etwas zu machen. Die schwierigen familiären Verhältnisse erleichterten es ihr, die Orkneys zu verlassen, waren doch der Vater psychisch erkrankt und die Mutter zu einer religiösen Fanatikerin mutiert. Also brach die Schottin nach London auf, um dort zu studieren.

„Mit achtzehn hatte ich es nicht erwarten können fortzugehen. Ich fand das Leben auf dem Bauernhof schmutzig, hart und schlecht bezahlt. Ich wollte Komfort, Glamour und dort sein, wo etwas los war“, schreibt Amy Liptrop und als sie schließlich in London angekommen war, stellt sie fest: „In meiner Studentenbude dagegen übertrug ich im Geiste unsere sechzig Hektar Land auf die Innenstadt. Abertausende Menschen auf einer Fläche, auf der es nur meine Familie und die Tiere gab.“

Nach der Heimat, vor der sie flüchtete, bekommt sie zusehends Sehnsucht, denn wenn sie „in windigen Nächten im Bett lag, gab mir das Geräusch das Gefühl, wieder in unserem steinernen Bauernhaus zu sein.“ Sie sagt: „Diese Mischung aus Zuneigung und Ablehnung kennen viele junge Leute von den Inseln. Wir landeten immer wieder hier, wurden ebenso unvermeidlich wieder angespült wie die Flut. Ich wuchs inmitten des Himmels auf, mit einem gewaltigen Raumgefühl und doch eingeengt von den Grenzen der Insel und des Bauernhofs.“

In London kommt Amy Liptrot nicht klar. Sie hangelt sich von einem Job zum nächsten, bekommt ihr Studium nicht auf die Reihe und scheitert in Beziehungsdingen. Sie verfällt zusehends dem Alkohol. Ihre Abstürze werden zunehmend krasser, so dass sich immer mehr Freunde von ihr abwenden und sie deshalb immer öfter Jobs verliert oder aus diversen WGs geschmissen wird. Sie leistet sich immer mehr Aussetzer und Wutausbrüche. Mehrmalige Entzugsversuche scheitern. Ein Jahrzehnt später ist sie ein Wrack.

Mit knapp dreißig wird ihr bewusst, dass sie trocken werden muss, um im Leben überhaupt noch eine Chance zu bekommen. Und tatsächlich: Sie schafft es, eben weil sie in ihre Heimat zurückkehrt und die Natur eine therapeutische Wirkung auf sie hat. Aber: Das Verlangen nach der Droge ist stets da: „Wenn ich einen guten Song höre oder die Sonne herauskommt, wenn ich wütend werde oder jemanden anrufen möchte, um ihm etwas Nettes zu sagen. Alkohol ist mit fast allen Bereichen meines Lebens verwoben.“

Um weiterhin abstinent bleiben zu können, entwickelt sie ihre Coping-Strategien: Wann immer sie kann, geht sie bei jedem Wetter wandern, beobachtet Wildtiere, schwimmt (auch im Winter), beobachtet Sterne und setzt sich ganz generell der schroffen und stürmischen Natur der Orkneys aus. Das heilt, beruhigt, lenkt ab und erdet. Es füllt die Leere, von der die Autorin immer wieder spricht.

Aber auch die neuen Beschäftigungen bergen eine gewisse Gefahr in sich: die sogenannte Cross-Addiction, was eine Übertragung des Suchtverhaltens in Ermangelung von Alkohol auf einen anderen Bereich bedeutet. „Bei mir sind es Coca-Cola, Rauchen, Beziehungen und das Internet“, offenbart Amy Liptrop, die weiter ausführt: „Ich will das Richtige finden, mit dem ich dieses Loch füllen kann, doch es entzieht sich mir immer wieder, bleibt stets am Rand meines Bewusstseins, im äußersten Augenwinkel, es ist das, was man gerade aufheben wollte, bis einem einfällt, dass man vergessen hat, was es war – die Insel knapp jenseits des Horizonts.“

Ob sie die besagte Leere ergründen wird, darf beim Lesen selbst erfahren werden. Durch ihre harmonische, prosaische Sprache lässt Amy Liptrop den Puls des Lebens erfühlen. Sie hat eine gottgegebene Begabung dafür, in einfachen Worten Flora und Fauna lebensecht zu beschreiben. Gleichzeitig spiegeln sich hierin ihre seelischen Befindlichkeiten. Auch erfährt man allerlei Historisches, Geologisches oder Mythologisches über die Orkneys, nimmt am sozialen Leben der Inselbewohner teil und kennt irgendwann sämtliche der hiesigen Tierarten. Last but not least ist Amy Liptrop für ihre schonungslose Ehrlichkeit zu bewundern, mit der sie ihre Sucht beschreibt. Das erfordert viel Mut und hebt die Distanz zwischen Leser und Autor auf.

zum Produkt € 10,00*

Das Haifischhaus
empfohlen von:

Polina Zinoviev

Polina Zinoviev

Das Haifischhaus Rüdiger Barth

gebunden

Dem Autor Rüdiger Barth, der als Journalist jahrelang hinter die Kulissen des Spitzensports blicken konnte, war in Gesprächen mit den führenden Sportlern aufgefallen, dass sich diese am Ende ihrer Karriere seinem Verständnis entzogen, verloren wirkten. Es gab da etwas, eine Kluft zwischen dem, was war oder sein sollte, und dem, wie es in diesen internationalen Größen wirklich aussah. Angst vielleicht? Was für einen Preis hatten sie für ihren Erfolg zahlen müssen ?

Um hinter dieses Mysterium zu kommen, das ihm keine Ruhe ließ, musste Barth, wie er selbst erzählt, eine künstliche Figur erschaffen – und um diese herum einen Roman. Ein « homunculus sportivus », dem Barth mit enormer Empathie Leben einhauchte.

Die Nummer Eins als Gejagter. Der, um den sich hier alles im konkreten, aber auch im übertragenen Sinne dreht, ist Toto Berger, ehemals die Tennis-Nummer-Eins. In diesem wunderlichen Sonnensystem, welches seine physische wie psychische Verankerung im « Haifischhaus » findet, ist Toto zu Beginn des Romans ein Gescheiterter. Doch er ist (auch zu seinem eigenen Erstaunen und entgegen den Erwartungen seines Umfeldes) noch zu einer Entwicklung fähig – und darum geht es in diesem Roman auch. Er erkennt, dass er sich seinem Selbst, seinen Ängsten, aber auch seiner Liebe stellen muss und nicht mehr davonlaufen darf. Es ist ein großer Kampf, der sich nicht nur auf dem Court abspielt – mit Protagonist, Antagonist, Statisten, den Guten, den Weniger-Guten. Wir dürfen mitverfolgen, wie das wahre Wesen des Sportlers nach und nach aufgedeckt wird, ohne jedoch vollständig entblößt zu werden. Es bleibt immer ein Quäntchen Ungewissheit, der Kitzel einer Überraschung.

Barth hätte eigentlich einen beliebigen Sport wählen können. Er hat sich aber gerade für Tennis entschieden, weil dieser wohl in Sachen Kontraste am extremsten ist. In völliger Einsamkeit auf dem Platz wird der Spieler hinter den Kulissen wie eine Sonne von einem Bienenvolk umschwirrt. Dieses heliozentrische System schildert Barth auf eine unter die Haut gehende Art .

Bei aller Spannung und hohem bis extremem Tempo fehlt es nicht an menschlicher Wärme, an unerwarteten zärtlichen Momenten, die so filigran sind, dass man die Stelle gleich mehrmals lesen will.
Bei der Intensität der Beobachtung der einzelnen « Spieler » ist "Das Haifischhaus" fast ein Kabinettstück.

In diesem Roman wird der Leser einer ungeheuer steilen Spannungskurve ausgesetzt. Noch nie habe ich beim Lesen eines Buchs so geschwitzt ! Und das nicht etwa, weil ich selber Tennis spiele und aus Sympathismus mit meinen Muskeln gezuckt habe. Nein, ich habe mich nie sonderlich für diese Disziplin interessiert und fragte mich zunächst, ob ich denn bei Trost gewesen sei, als ich das Leseexemplar beim Verlag anfragte. Aber ich habe es keineswegs bereut. Im Gegenteil ! Für mich ist es eines des stärksten Bücher des Jahres!

Fazit : Unbedingt lesen.

PS :
Barth wünscht sich, man möge in Zukunft mehr würdigen, was Menschen wie Toto Berger leisten. Und welchen Preis sie dafür zahlen müssen. Ich glaube, dass er mit seinem Buch dieses Ziel erheblich näher rückt.

zum Produkt € 20,00*

Dort dort
empfohlen von:

Désirée Westphal

Désirée Westphal

Dort dort Tommy Orange

gebunden

"Wir sind Indianer und Native Americans, American Indians und Native American Indians (...) Wir sind Vollblut, Halbblut, Viertel, Achtel, Sechzehntel, Zweiunddreißigstel. Mathematisch nicht darstellbar. Ein unerheblicher Rest."

Tommy Orange verleiht diesem „unerheblichen Rest“ - dem er selber angehört – zwölf Stimmen.
Zwölf völlig unterschiedliche Menschen, die miteinander verbunden sind durch eine Vergangenheit, die verschüttet ist, Wurzeln, die herausgerissen wurden, Identitäten, die verloren sind, eine Zugehörigkeit, die gesucht wird.
Zwölf Perspektiven, die einem einen Teil der amerikanischen Geschichte begreiflich machen, über den viel zu wenig bekannt, einem viel zu wenig bewusst ist.
Zwölf Stimmen, wütend, verwundbar, leidenschaftlich und hoffnungsvoll, die in der verstörenden Stille des Finales umso heftiger nachhallen.

"Du stammst von einem Volk ab, das nahm und nahm und nahm. Und von einem Volk, das genommen wurde. Du warst beides und keins."

Ein zutiefst beeindruckendes, einzigartiges, wichtiges Buch!

zum Produkt € 22,00*

Werde übernatürlich
empfohlen von:

Roman-Michael Schäfer

Roman-Michael Schäfer

Werde übernatürlich Joe Dispenza

gebunden

Anfangs mag es unglaublich klingen: Alles, was dem Menschen im Leben begegnet, ist selbst erschaffen, erdacht und herbeigezaubert. Der Mensch ist ein Schöpfer – allerdings weiß er davon in der Regel nichts. So berichtet Dr. Joe Dispenza, dass 95 % aller Vorgänge im Gehirn, die dafür sorgen, was uns widerfährt, unterbewusst ablaufen.

Insbesondere die tief eingeschliffenen neuronalen Programme sind es, die den Menschen jeden Tag das gleiche erleben lassen, eben weil er immer gleich fühlt, denkt, redet und agiert. All dies ist mit einer schöpferischen Energie verbunden und somit leben viele ein Leben, dass sich wie eine Endloschleife ständig wiederholt.

Dem ist so, weil Energie der Aufmerksamkeit folgt und die meisten Menschen ihre Aufmerksamkeit ins Außen abstrahlen. Die kreative Energie zerstreut sich und wird von Handy, Notebook, Bankkonto, Arbeit, Kindern, Partnerin, Gedanken an Vergangenheit und Zukunft usw. absorbiert. Somit stellt sich die Frage: Wie viel Energie bleibt da noch für die Innenwelt der Gedanken und Gefühle übrig, um eine neue Realität zu erschaffen?

Auf biologischer Ebene entspricht die Innenwelt der Gedanken und Gefühle jener der Außenwelt, die aus Menschen und Objekten zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten besteht. Das Leben bleibt gleich, weil die Aufmerksamkeit (Gedanken) und die Energie (Gefühle) gleichbleiben bzw. die immer gleiche elektromagnetische Signatur bzw. Energie ausgesendet wird. Diese Energie entspricht dann der vergangenen Realität, wodurch wir immer wieder von neuem unsere Vergangenheit kreieren.

Denkst, handelst und fühlst du immerzu gleich, ohne dich zu verändern, bestehst du spätestens mit Mitte dreißig aus erinnerten, automatisch ablaufenden Gedanken, reflexhaften, emotionalen Reaktionen, unterbewussten Überzeugungen und Wahrnehmungen sowie routinemäßigen, vertrauten Einstellungen. Als Erwachsene bestehen wir durch Wiederholung zu 95% aus Gewohnheiten und der Körper wurde darauf programmiert, das Gehirn zu sein.

Der Körper, nicht der bewusste Geist übernimmt die Führung. Um etwas wirklich Neues im Leben zu kreieren, müssen wir jedoch den Geist aus dem Körper ziehen, wodurch sich unser Seinszustand verändert; Grundvoraussetzung für die angestrebte Veränderung. Besagter Geist ist in den ersten drei Chakren steckengebliebene Energie, die sich zu Blockaden und unterbewussten Glaubenssätzen manifestiert.

Joe Dispenza erklärt, wie man die festsitzende Lebenskraft transformiert und gleichzeitig die Energiezentren (Chakren) segnet bzw. wieder ins Fließen bringt. Es geht darum, den Geist zu entkörpern und die Verbindung zu all den Elementen der Außenwelt zu trennen, um über unseren Körper, unsere Ängste, Gedanken usw. hinauszugehen. Durch die hier vorgestellten Meditationen lässt sich die energetische Bindung an die vergangen-gegenwärtige Realität schwächen. Eine stärkere Bindung ans Jetzt entsteht.

Man könnte auch sagen: Der Meditierende ist im Zustand des Gewahrseins. Er wird zu einem Niemand ohne Körper im Nirgendwo der Zeitlosigkeit. Die Aufmerksamkeit ist von den Zerstreuungen der Außenwelt abgezogen, was wiederum den Zugang in das Quantenfeld der unbegrenzten Möglichkeiten gewährleistet.

In diesem unendlichen, schwarzen Nullpunktfeld existieren nur elektromagnetische Informationsfrequenzen. Sie sind also nicht mit den Sinnen als Materie wahrnehmbar. Wer ein elektromagnetisches Signal aussendet, müsste nun die elektromagnetischen Frequenzen bzw. Potentiale im Feld anziehen, die schwingungsmäßig kompatibel sind. So entstehen neue Erfahrungen. „Es wird Sie finden, wenn Sie zum Vortex Ihrer Zukunft werden“, sagt Joe Dispenza in diesem Zusammenhang.

Wenn der Zustand des Gewahrseins dem Eintreten in das Quantenfeld entspricht, bedeutet dies, dass der Mensch analog zur Heisenberg’schen Unschärferelation vom Physischen ins Energetische wechselt. Heisenberg fand heraus, dass ein Elektron, sowohl ein physisches Teilchen als auch Energie bzw. eine Möglichkeitswelle sein kann. Es wandelt sich erst dann zum Teilchen, wenn es beobachtet wird. Schenkt man ihm keine Beachtung, bleibt es eine Welle bzw. Energie.

Was bedeutet das für uns? Meditieren wir, verlagert sich der Fokus vom Materiellen auf das Immaterielle. Wir stecken unsere Energie in das Unbekannte und Unberechenbare und ziehen unsere Energie vom Berechenbaren und Bekannten ab. Nun drückt Einsteins berühmte Formel E=mc2 aus, dass Materie durch die Lichtgeschwindigkeit verwandelt wird. Sprich: Alles Physische, das die Lichtgeschwindigkeit überschreitet, löst sich auf und begibt sich in die 5. Dimension aller Möglichkeiten. Hierzu wird jedoch Zeit benötigt. Die Bell‘schen Ungleichungen zeigen jedoch auf, dass es ein alles verbindendes Informations- bzw. Quantenfeld gibt, wo die Zeit nicht existiert und nur Gleichzeitigkeit herrscht, weshalb es keine Trennung zwischen Bewusstseinspunkten gibt. Sie sind eins.

Befinden wir uns mental bzw. meditativ im zeitlosen Quantenfeld, in dem alles gleichzeitig im unendlichen Jetzt existiert, bedarf es nur der Verschränkung zweier Bewusstseinspunkte (sprich: mein Geist und das von mir Erwünschte bzw. Angestrebte) und es wird Realität, weil wir es regelrecht anziehen. Je mehr wir uns des Quantenfeldes gewahr sind, desto mehr entfernen wir uns von der Materie und dem Getrenntsein und umso näher kommen wir der Einheit mit allem. Je mehr Zufälle und glückliches Zusammentreffen und Synchronizitäten sich ereignen, je mehr wir zur rechten Zeit am rechten Ort sind, und je mehr uns Momente ehrfurchtsvollen Staunens widerfahren, desto enger sind wir mit der Matrix des Quantenfeldes verbunden.

Ein äußerst anspruchsvolles und gleichzeitig lohnendes Buch, das Wissenschaft und Spiritualität zu einem magischen Realismus fusioniert. Es zeigt, dass die alten spirituellen Lehren Recht hatten und diese nun auch wissenschaftlich erklärbar sind. Die Physik eines Newton und selbst Einsteins Relativitätstheorie greifen zu kurz. Wohingegen die Quantenphysik allumfassender den Seinsgrund der Dinge erklären kann. Auch gestalten sich die Übungen und Meditationen innovativ und unkonventionell; zum anderen sind sie richtig fordernd. Letztlich ein Buch für Menschen, die es - im zweifachen Sinne - wirklich wissen wollen.

zum Produkt € 24,95*

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