Unsere Empfehlungen

Mesopotamien
empfohlen von:

Sonja Körte

Sonja Körte

Mesopotamien

kartoniert

„Wir sind offenbar die einzigen gewesen, die mit einer Leiche zum Friedhof kamen, und müssen ziemlich komisch gewirkt haben – als wären wir mit unserem eigenen Klavier in einen Musikladen marschiert.“ Serhij Zhadan erzählt vom Leben in Charkiw in der Ukraine.
Lapidar, drastisch und ungeheuer poetisch. Neun Geschichten über neun Männer webt er durch die immergleichen Häuserblocks, Straßenecken und Ufer der Stadt zwischen zwei Flüssen; eine fremde, oft surreale Welt voller Männer mit Narben und Träumen. Und oft sind auch die Männer voll. Aber ihre Träume sind groß und tief und ihre Sehnsucht wird genährt von Kämpfen, goldenem Mondschein, einander infrage stellenden Religionen, verwirrend starken Frauen, von Arbeitslosigkeit und Sonnenglut, Bauschutt und wilden Hunden. Zhadans Roman und seine Gedichte, die den zweiten Teil des Buches bilden und das Geschehene in ein neues Licht tauchen, öffnen den Blick in ein fremdes Land; in prekäre und intensive Existenzen, die vielleicht gerade deswegen voller Poesie sind.

zum Produkt € 12,00*

Elf Tage in Berlin
empfohlen von:

Bärbel Fiederling

Bärbel Fiederling

Elf Tage in Berlin

kartoniert

Arne Murberg ist ein 36jähriger Schwede, der in einer Kleinstadt lebt. Als Kind hatte er einen Badeunfall, er ist buchstäblich „auf den Kopf gefallen“ und so bestreitet er seitdem sein Leben als Simplicissimus, was in der Sprache des Romans zum Ausdruck kommt.
Als sein Vater im Sterben liegt, erteilt er seinem Sohn einen Auftrag: Arne soll seine Mutter, von der er glaubte, sie sei verstorben, in Berlin suchen und ihr ein geheimnisvolles Kästchen übergeben.
Tatsächlich begibt sich Arne, vorbereitet von seinem Onkel, auf die Reise,
die zu einer Kette von Abenteuern gerät, die es zu bestehen gilt. Aber Arne gibt nicht auf.
In Berlin kreuzen ein merkwürdiger Professor, der mit Zeitreisen experimentiert und gerade aus der Psychiatrie entlassen worden ist und eine liebenswerte Rollstuhlfahrerin, die zum Glück schwedisch spricht, seinen Weg und die Entwicklungen nehmen ihren Lauf...

Skurril, ominös, komisch, mysteriös und märchenhaft und immer wieder eine Hommage an Astrid Lindgren.

zum Produkt € 10,00*

Postskriptum
empfohlen von:

Angela Zielgers

Angela Zielgers

Postskriptum

kartoniert

Januar 1933 – Der umjubelte Filmstar Lionel Kupfer weilt auf der Höhe seines Ruhms im berühmten Hotel Waldhaus in Sils Maria, als ihn die politischen Ereignisse in Berlin unwiderruflich seiner Existenz und seiner großen Liebe berauben. Wie viele seiner Kollegen und Bekannten versucht er einen Neuanfang in den USA. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so einfach abschütteln...
Alain C. Sulzer erzählt meisterhaft vom Leben, Lieben und Leiden, von der Hingabe und Erinnerung an diejenigen Menschen, die uns ein Stück unseres Lebens begleiten, aber auch vom Vergessen über die Jahre hinweg.
Seine klare und eindringliche Sprache gibt diesem Roman Tiefe und macht ihn somit ausgesprochen lesenswert.

zum Produkt € 9,99*

Ein Leben mehr
empfohlen von:

Viola Roolf-Taag

Viola Roolf-Taag

Ein Leben mehr

kartoniert

Drei alte Männer ziehen sich in die Wildnis Kanadas zurück, um dort ihren Lebensabend selbstbestimmt und in Freiheit zu verbringen.
Bis plötzlich eine Fotografin zu ihnen stößt, auf der Suche nach dem letzten Überlebenden der großen Brände. Kurze Zeit später taucht noch Marie-Desneige auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Und obwohl sie eigentlich nicht für die Wildnis gemacht ist, wird auch sie bei den alten Männern bleiben.
Von nun an ist nichts mehr wie es wahr. Und es entsteht etwas zwischen den Menschen, das keiner für möglich gehalten hat.
Berührend und irgendwie magisch leuchtend ist dieser Roman eine Hommage an die Liebe, die Freiheit und die grandiose Natur.
Dieses Buch ist ein Diamant. Ein richtiger Juwel, der einen niemals wieder loslässt.
Wunderschön!

zum Produkt € 10,00*

Auerhaus
empfohlen von:

Sonja Körte

Sonja Körte

Auerhaus

kartoniert

„Birth, school, work, death“ - es sind die 80er - Jahre in einem kleinen Dorf bei Stuttgart und so öde scheint sich das Leben vor den Abiturienten auszudehnen.
Aber dann versucht Frieder, sich umzubringen, und sie ziehen zusammen ins Auerhaus: Höppner, Frieder, Vera und Cäcilia. Und dann noch jemand. Und noch jemand. Sie kochen zusammen, sind zusammen satt und „sad“ und hören „Our house in the middle of our street“ . Irgendwann Höppner wird klar, dass für ihn zwischen „school“ und „work“ noch „BummBumm“, also der Wehrdienst, vorgeschrieben ist. – Aber auch dazu fällt Frieder was ein...

Eine lakonisch erzählte, großartig traurige und vor lauter Ehrlichkeit auch sehr lustige und sprachwitzige Geschichte über Freundschaft und das, was wertvoll ist im Leben.
Ein literarischer Frühjahrsputz, der alles wegfegen möchte, was nicht echt und lebendig ist!

zum Produkt € 9,99*

Schlaf der Vernunft
empfohlen von:

Bärbel Fiederling

Bärbel Fiederling

Schlaf der Vernunft

kartoniert

Angelika, Tochter der inhaftierten RAF-Terroristin Martina Müller erhält einen Anruf vom Gefängnisseelsorger mit der Bitte, sich um ihre Mutter nach deren Haftentlassung nach mehr als 20 Jahren zu kümmern.
Das bedeutet natürlich eine heftige Konfrontation mit der Vergangenheit.
Als Angelika 3 Jahre alt war, ging ihre Mutter in den Untergrund und ließ ihre Tochter bei einer Freundin zurück, später kam sie zu den Großeltern und ihre Mutter brach den Kontakt komplett ab.
Aber nicht nur für Angelika ist Martinas Haftentlassung ein bedeutendes Ereignis, sondern auch für die Terroropfer von damals bzw. für ihre Angehörigen.
Der Roman spielt auf 2 Zeitebenen, in den 1970er Jahren zur Zeit des RAF-Terrorismus und in den 1990er Jahren zur Zeit der Freilassung der Inhaftierten.
Sehr genau werden die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, Hintergründe, Diskussionen und Ereignisse des RAF-Terrorismus geschildert, spannend und aufschlußreich ist die Aufarbeitung dieser Zeit aus der Perspektive der Nach-Wende-Ära, berührend und intensiv ist die Schilderung der Schicksale der betroffenen Personen.
Ein spannend erzähltes und höchst informatives Stück Zeitgeschichte!

zum Produkt € 9,99*

Sungs Laden
empfohlen von:

Angela Zielgers

Angela Zielgers

Sungs Laden

kartoniert

Die Grundschule des Viertels im Prenzlauer Berg veranstaltet kurz vor Weihnachten eine „Weltoffene Woche“.
Was vom Lehrerkollegium inmitten des Advents- und Weihnachtstrubels zunächst als „unnötig“ und „Zumutung“ empfunden wird, entwickelt sich erst zaghaft, dann immer mitreißender zu einem wahren Feuerwerk an Völkerverständigung und kulturellem Austausch.
Ganz Berlin wird von der Welle erfaßt, die Familien, Einzelgänger, Alte, Junge, Berliner, Vietnamesen, Journalisten, Lehrer, Hebammen, Zahnärzte, Näherinnen, Fassadenkletterer, Geschäftsleute, Arbeitskollegen, Ordnungsämtler und Studenten mit sich trägt.
Im Zentrum der Geschichte steht der Vietnamese Sung, der zusammen mit seiner Mutter Hien einen Gemischtwarenladen betreibt.
Als sein Sohn Minh die Großmutter überredet, die aus ihrer Heimat mitgebrachte historische Holzpuppe Thuy in der Schule vorzustellen, verzaubert diese mit einem alten vietnamesischen Märchen die Zuschauer.

Was alles geschehen kann, wenn man mit dem Herzen sieht und sich von Freundschaft und Phantasie beflügeln läßt, liest sich ganz wunderbar in diesem kleinen Roman.

zum Produkt € 9,99*

Lebt
empfohlen von:

Viola Roolf-Taag

Viola Roolf-Taag

Lebt

kartoniert

Can Evinman ist Ghostwriter und schreibt die Biographien Prominenter auf.
Ständig beschäftigt er sich mit den Geschichten fremder Menschen. Aber seine eigene Geschichte aber hat er verdrängt.
Bei der Recherche für die Biographie der Schauspielerin Anna Roth erfährt er durch Zufall, dass seine Eltern nicht, wie er immer gedacht hat, durch einen Unfall ums Leben gekommen sind, sondern Opfer eines Verbrechens wurden. Eines Verbrechens, das seinen Ursprung in einem unbekannten Kapitel der jüdischen Geschichte hat.
Zusammen mit Anna Roth versucht Can herauszufinden, was wirklich passiert ist. Ihre Suche führt sie von Thessaloniki über Istanbul, Berlin, London bis nach Marseille.
Dieser ungewöhnllich spannende Roman ist literarisches Roadmovie, Krimi und historischer Roman in einem.
Lange war er auf Platz 1 der KrimiZEIT-Bestenliste.
Ich hab ihn wirklich verschlungen. Neben aller Spannung fand ich vor allem interessant, dass ich soviel über die Dönme, eine jüdische Religionsgemeinschaft, und ihre Hintergründe erfahren hab.
Ein vielschichtiges, berührendes und hochspannendes Buch, das mich sehr fasziniert hat. Unbedingt lesenswert!

zum Produkt € 10,99*

Alles Licht, das wir nicht sehen
empfohlen von:

Sonja Körte

Sonja Körte

Alles Licht, das wir nicht sehen

kartoniert

Marie-Laure ist sechs Jahre alt, als sie erblindet. Ihr Vater arbeitet im Pariser Musée National d'Histoire Naturelle und sie lernt, alles dort mit den Händen zu sehen: Wellhornmuscheln, ausgestopfte Eulen und Versteinerungen. Er baut ein Holzmodell ihres Viertels und sie erkundet mit den Fingerkuppen Straßenzüge, Baumgruppen und Parkbänke, um in der Wirklichkeit nach Hause zu finden.

Ein Universum aus Klängen, Düften, Gezeiten und Schweigen entsteht in ihr, bis der Zweite Weltkrieg ausbricht und deutsche Soldaten die Kunstschätze Europas plündern.

Werner ist ein weißblonder Waisenjunge, der in der Zeche "Zollverein" aufwächst und eine Begabung für Radiotechnik zeigt. Mit sechzehn Jahren wird er an die Front geschickt, um Feindsender aufzuspüren.

Marie-Laure und Werner verschlägt es nach St. Malo, wo die Alliierten 1944 die deutsche Besatzung mit einem apokalyptischen Bombardement beenden wollen.

Anthony Doerr hat aus hellhörigen und feinsinnigen Episoden einen Bilderbogen gewoben, der die habgierige Grausamkeit des Krieges kontrastiert mit einem Universum, das die Kinder aus Erinnerungen, Empfindungen und Tönen schaffen.

Der Pulitzer-Preisträger macht spürbar wie sehr das Zarte und Poetische, Phantasie und Geschichte, das Antiquierte, Komplizierte und Seltsame an uns Menschen des Schutzes bedarf vor Grausamkeit, Habgier und Angst. Aber er zeigt auch, dass eben daraus Kraft, Liebe und der Mut erwachsen, sich der Barbarei entgegenzustellen.

zum Produkt € 11,00*

Der Geiger
empfohlen von:

Bärbel Fiederling

Bärbel Fiederling

Der Geiger

kartoniert

Moskau 1948, Ilja Grenko ist ein talentierter Geiger, der mit seiner Stradivari, die seit Generationen in Familienbesitz ist, große Erfolge feiert, auch im Ausland.
Als er für eine geplante Wien-Reise den Antrag auf Begleitung durch seine Familie stellt, wird ihm das zum Verhängnis.
Er wird verhaftet, seine Geige wird einbehalten und er muß nach Sibirien in ein Arbeitslager.
Seine Frau Galina bekommt die Information, dass ihr Mann sich ins Ausland abgesetzt hat. Aus diesem Grund wird sie selbst mit den Söhnen in die Verbannung geschickt, aus der sie erst nach über 10 Jahren freikommen wird.
Köln 2008, Sascha Grenko, Enkel von Ilja und Galina, bekommt einen Anruf seiner Schwester Viktoria. Sie spricht von Schwierigkeiten und bittet ihn um Hilfe
Er macht sich sofort auf den Weg zu ihr nach München. In ihrer Pension hat sie eine Nachricht mit einem Schließfachschlüssel für ihn hinterlassen und als er sie an ihrem Arbeitsplatz aufsuchen will, muss er miterleben, wie sie vor seinen Augen erschossen wird.
Sascha findet im Schließfach ein Mappe mit den wenigen Familienerinnerungen und es wird klar, dass es um die Vergangenheit in Russland und um die verschwundene Stradivari geht.
Sascha macht sich sofort auf die Reise, um die Geheimnisse der Vergangenheit und den Hintergrund zum Mord an seiner Schwester aufzuklären.
Familiendrama, historischer Roman und Krimi in den drei Erzählsträngen von Iljas, Galinas und Saschas Lebensgeschichten: sehr spannend, sehr informativ, sehr berührend.

zum Produkt € 10,99*

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