Das Phänomenologische und das Symbolische - Philip Flock

Philip Flock

Das Phänomenologische und das Symbolische

Marc Richirs Phänomenologie der Sinnbildung. 1. Aufl. 2021. XIII, 340 S. 2 Abbildungen
eBook (pdf), 340 Seiten
EAN 9783030846671
Veröffentlicht Dezember 2021
Verlag/Hersteller Springer International Publishing

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Beschreibung

"Die vorliegende Studie untersucht die Phänomenologie der Sinnbildung bei Marc Richir. Sie ist die erste in deutscher Sprache vorgelegte Untersuchung zu Richirs Versuch einer Neugründung der Phänomenologie. Diese Neugründung nimmt zum einen ihren Ausgang bei der Phänomenalität als solcher, von welcher aus die Einheit und der Gegenstandsbezug des Phänomens durch einen Schematismus der Phänomenalisierung transzendental verständlich gemacht werden; zum anderen führt diese Umgestaltung der phänomenologischen Architektonik zu einer fundamentalen Kritik der phänomenologischen Eidetik, an deren Stelle eine Phänomenologie der symbolischen Stiftung tritt. In Richirs mittlerer Schaffensperiode entsteht aus diesem Bezug von phänomenologischem und symbolischen Feld eine Phänomenologie der Sinnbildung, deren Ziel es ist, das genetische "Abenteuer" des Sinns zu ergründen. Der Sinn ist dabei einer doppelten Gefahr ausgesetzt: einerseits sich in der Proteusartigkeit und Flüchtigkeit der aufkommenden Sinnregungen zu verlieren; andererseits sich im symbolischen Gestell der Stiftungen zu entfremden. Die These der vorliegenden Studie lautet, dass dieses doppelte Schweben der Sinnbildung in der Verschränkung verschiedener Zeitschematismen gründet. Das klassische immanente und prä-immanente Zeitbewusstsein verschränkt sich mit der Proto-Zeitigung und Proto- Räumlichung des Schematismus der Phänomenalisierung und den verborgenen Schematisierungen des Symbolischen. Die Integration der symbolischen Zeitkategorien - Überstürzung, Wiederholung und Nachträglichkeit als Zeitigungsweisen des Nicht-Erscheinens - in die Phänomenologie führt zu einer enormen Erweiterung der Dialog- und Anschlussfähigkeit derselben. Die vorliegende Untersuchung versucht die theoretischen Kontexte, die Richirs Umgestaltung der phänomenologischen Architektonik motivieren, zu versammeln. Neben klassischen phänomenologischen Autoren wie Husserl, Heidegger und Merleau-Ponty spielen Denker wie Kant, Freud, Lacan und Derrida dabei eine zentrale Rolle."

Portrait

-Dr. Philip Bastian Flock hat Medizin, Geschichte und Philosophie studiert. 2018 wurde er an der Bergischen Universität Wuppertal promoviert. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Philosophie und Phänomenologie am Philosophisches Seminar der Bergischen Universität. Er ist Geschäftsführer des Marc-Richir-Archivs (MRA) und Mitglied des Instituts für Transzendentalphilosophie und Phänomenologie (ITP). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Phänomenologie, neuere französische Philosophie, Klassische Deutsche Philosophie und Deutscher Idealismus, Philosophie der Mathematik, Philosophie der Religion und Politik, Psychoanalyse, Strukturalismus.

Inhaltsverzeichnis

I. Das Problem des Symbolischen in der Phänomenologie der Sinnbildung.- II. Aufbau und Gliederung der Untersuchung.- III. Die Idee einer Erneuerung der Phänomenologie.- IV. Grundmotive der Phänomenologie Richirs.- V. Phänomenalisierung und Text.- VI. Phänomenalisierung und Urschrift.- VII. Phänomenalisierung als Doppelbewegung.- VIII. Sinnbildung.- IX. Einleitung: Struktur und symbolische Stiftung.- X. Nicht-Phänomenalität: Sprache und Leiblichkeit.- XI. Nicht-Phänomenalität und der ,andere Schauplatz'.- XII. Symbolische und proto-ontologische Struktur.- XIII. Zeitlichkeit in der Psychoanalyse.- XIV. Automatismus, Überdeterminierung und symbolisches Gedächtnis.- XV. Die phänomenologische Interpretation des Wolfsmanns (Synthese der ersten beiden Teile).- XVI. Das phänomenologisch Erhabene.- XVII. Die hyperbolisch-phänomenologische Epoché.- XVIII. Das kritische Potential der hyperbolisch-phänomenologischen Epoché.

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