Arbeitswelten

'Jahrbuch Sozialer Protestantismus'.
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Wie sehen die neuen Arbeitswelten aus?
Während noch gegen Ende des 20. Jahrhunderts über das >Ende der Arbeitsgesellschaft< nachgedacht wurde, kann heute von einer abnehmenden Bedeutung der Erwerbsarbeit keine Rede sein. Die Arbeit hat nichts von ihrer sozialstrukturell und soziokulturell prägenden Kraft verloren: Von ihr hängen gesellschaftliche Integration und wohlfahrtsstaatliche Absicherung ebenso ab wie Sozialprestige und Selbstwertgefühl der Menschen. Auf der anderen Seite scheint sich gleichzeitig die Utopie zu erschöpfen, die der Arbeitsgesellschaft seit ihrem Entstehen in der Moderne eingeschrieben war. Hatte diese doch einst verheißen, dass Arbeit zu individuellem und kollektivem Wohlstand, politischer Partizipation, sozialer Anerkennung und einem sinnerfüllten Leben für alle führe. Die (ohnehin männlich dominierten) Normalarbeitsverhältnisse erodieren. Unsichere Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. Wie sehen angesichts solcher widersprüchlicher Entwicklungen die neuen Arbeitswelten aus? Welche Deutungs- und Gestaltungsoptionen sollte die evangelische Sozialethik im Blick auf die laufenden Transformationsprozesse der Arbeit ins Spiel bringen - zumal dem Protestantismus sprichwörtlich eine Urheberschaft am modernen Arbeitsethos zugeschrieben wird?
Deutungs- und Gestaltungsoptionen von Arbeit aus evangelisch-sozialethischer Perspektive

Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, geb. 1960, seit 2011 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Seit dem 11. November 2014 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD). Er ist gefragter Berater in sozialethischen Angelegenheiten. Bedford-Strohm ist verheiratet mit der Psychotherapeutin Deborah Bedford und Vater dreier Söhne.
Traugott Jähnichen, geb. 1959, Dr. theol., seit 1998 Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Studium der Evangelischen Theologie und der Wirtschaftswissenschaften in Bochum, Bonn und Wuppertal. Nach den beiden theologischen Examina und der Ordination erfolgten die theologische Promotion, das Diplom im Fach Wirtschaftswissenschaften sowie die Habilitation. Mitglied u.a. im ständigen Theologischen Ausschuss und im Sozialauschuss der EKvW sowie in der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Mitherausgeber u.a. der ZEE und des Jahrbuchs Sozialer Protestantismus. Forschungsschwerpunkte sind gegenwärtig die Geschichte des sozialen Protestantismus, Grundfragen der Sozial- und Wirtschaftsethik sowie kirchliche Zeitgeschichte mit dem Schwerpunkt der Diakoniegeschichte.
Hans-Richard Reuter, Dr., ist Professor für Theologische Ethik an der Universität Münster und Direktor des Instituts für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften. Außerdem gehört er dem Exzellenzcluster "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne" der Universität Münster an. Er ist Mitherausgeber der ,Zeitschrift für Evangelische Ethik' und des ,Jahrbuchs Sozialer Protestantismus'. Des Weiteren ist er u.a. Mitglied der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Wissenschaftlichen Beiräte des Instituts für Theologie und Frieden in Hamburg und der Stiftung Bonhoeffer-Lehrstuhl im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft e.V. Essen.
Sigrid Reihs, geb. 1956, ist seit 2010 Berufsschulpfarrerin am Berufskolleg Ennepetal.
Gerhard Wegner, geb. 1953, ist Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Hannover und apl. Prof. für Praktische Theologie an der Universität Marburg. Er ist Mitglied der Regierungskommission für den 6. Altenbericht, mehrerer diakonischer Aufsichtsräte und ständiger Gast der Kammer für soziale Ordnung der EKD. Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu sozialethischen und kirchensoziologischen Themen.

ISBN 3579080547
EAN 9783579080543
Seiten 270 Seiten
Veröffentlicht Dezember 2011
Verlag/Hersteller Guetersloher Verlagshaus

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