Veranstaltungsarchiv

 

Lesung der Marburger Lyrikinitiative

24.08.2025 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Aus Anlass des einjährigen Bestehens der "Marburger Lyrik Initiative" wird es eine gemeinsame Lyrik-Lesung der Autoren Lothar Balzer, Stephan Dahlke, Ludwig Legge, Kristina Lieschke und Elke Therre-Staal geben: Fünf sehr unterschiedliche Autoren, die sich alle schon länger mit Lyrik beschäftigen und in Marburg publizieren, werden den Besuchern der Buchhandlung jeweils eine kleine Auswahl ihrer Gedichte präsentieren.

Ziel der von der Neuen Literarischen Gesellschaft initiierten "Marburger Lyrik Initiative" ist es, der im modernen Alltag kaum mehr präsenten literarischen Gattung der Lyrik durch diese und andere Aktionen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Denn Lyrik wird unterschätzt und kann auch in unserer Zeit eine wichtige Rolle spielen, so die Meinung der beteiligten Autoren.
Die "Marburger Lyrik Initiative" ist auch offen für weitere Ideen und bietet Interessierten gerne die Teilnahme an ihrer Arbeit an.
Die Lyrik-Postkarten erschienen und erscheinen im Verlag Blaues Schloss und können dort sowie in der Buchhandlung Jakobi auch käuflich erworben werden. Weitere Informationen: https://www.verlag-blaues-schloss.de/marburger-lyrikinitiative.html
Platzreservierungen bitte über die Buchhandlung Jakobi unter der Telefonnummer 06421/9998566.


 

Manuel Bauer: Kriminalliteratur. Geburt und Geschichte eines Genres

20.07.2025 15:00 Uhr

Manuel Bauer: Kriminalliteratur. Geburt und Geschichte eines Genres

Am Sonntag, den 20. Juli, um 15 Uhr liest der Marburger Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Manuel Bauer aus dem ersten Band seiner zweibändigen Studie Kriminalliteratur: Geburt und Geschichte eines Genres und gewährt dabei tiefgehende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung eines der fesselndsten literarischen Genres.
Der Autor spannt einen faszinierenden Bogen von den mythischen Wurzeln der Kriminalliteratur in der Antike über die düsteren Intrigen in Shakespeares Königsdramen bis hin zu den ersten Detektivgestalten der Moderne, darunter Edgar Allan Poes Auguste Dupin oder Arthur Conan Doyles ikonischem Sherlock Holmes. Bauer beleuchtet dabei nicht nur die Themenkomplexe Verbrechen, Aufklärung und Strafe, sondern untersucht vor allem die in diesen Erzählungen verhandelten Zusammenhänge zwischen Schuld, Recht und gesellschaftlicher Ordnung.
Die Lesung wurde im Rahmen der Lehrveranstaltung Buchhandel und kulturelles Leben von Studierenden der Philipps-Universität Marburg organisiert.

Der Eintritt ist frei. Um Voranmeldung wird gebeten unter: 06421 9998566 oder
marburg@buchhandlung-jakobi.de.


 

David Lynch begreifen

20.10.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg 42)

David Lynch wurde berühmt durch Filme wie >Blue Velvet< und >Dune< oder die Serie >Twin Peaks<. Er gilt als Kultregisseur, an seinem filmischen Werk arbeiten sich Menschen seit Jahrzehnten ab. Was dabei zu kurz kommt: sein Schaffen als bildender Künstler, Musiker und Designer. Um diese Lücke zu schließen, beleuchten die Autoren Adrian Gmelch und Jonathan Ederer das gesamte künstlerische Spektrum von Lynch. Die Idee: eine essayistische Entdeckungsreise durch sein Leben, kreatives Wirken und Denken. Eine Reise, die nicht beim Film endet, sondern dort beginnt. Mittels 31 Begriffe werden Lynch und sein Schaffen in Kunst und Kino umfassend abgebildet. Das Ergebnis ist ein Handbuch, das Bezüge innerhalb Lynchs Werk, zu anderen Künstlern und zur Lebenswelt herstellt. Durch diesen Zugriff stellen sich verschiedene Begriffe als zentral heraus (wie >Idee< oder >Los Angeles<) oder eröffnen (wie im Fall von >Natur< oder >Körper<) neue Perspektiven auf das Lynch'sche Schaffen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Kulturelle Aktion/Stroemungen e.V. und dem Büchner Verlag statt.
Der Eintritt ist frei.


 

Lyriklesung mit Lothar Balzer

06.10.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Am Sonntag, dem 6. Oktober, 15.00 Uhr stellt der Marburger Autor Lothar Balzer in der Buchhandlung Jakobi seinen neuen Gedichtband "Maultaschen à la Hölderlin" vor.
Zuletzt las Balzer auf Einladung der Neuen Literarischen Gesellschaft im Oktober 2022 unter dem Titel "Höllenkreise" aus seinen Geschichten zu Franz Kafka im Café Vetter.
Jetzt also wieder Gedichte. Balzer macht eine moderne Auseinandersetzung mit Hölderlin. Dabei hütet er sich, ins Modische abzugleiten. Balzer benutzt die Gedichte wie Stocherkähne auf dem Neckar um sich dem Dichter Hölderlin in Maulbronn und Tübingen zu nähern. Im besten Fall kann er den Leser mitnehmen und der Insel Hölderlin näher bringen.
Eva Zeller schrieb zu Balzers erstem Gedichtband: "Hier hat ein Autor seine Sprache gefunden, eine meditative und zugleich zupackende, die ihren Gegenstand geduldig und behutsam benennt."
Balzer erhielt 1995 den Lyrikpreis der Nordelbischen Kirche zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Gedichte von ihm wurden übersetzt ins Englische (Herbert Kuhner),Litauische (Jurgis Kunčinas), Slowenische (Lučka Jenčič und Kajetan Kovič), Rumänische (Horst Samson) und Georgische (Maya Gogoladze).
Er veröffentlichte in den 90er Jahren drei Gedichtbände. Radio Slovenija I widmete ihm 1993 eine Sendung in der Reihe "Literarni nokturno". Er nahm teil an den Schriftstellerkongressen Poezijos Pavasaris’93 und ’95 in Litauen. Nach einem schmalen Band über Pablo Neruda unter dem Titel "Chilenische Etüden" (2023) stellt er nun den Gedichtband "Maultaschen à la Hölderlin" vor.
Musikalisch wird Balzer von dem in Marburg aufgewachsenen Gitarristen und Lautenisten Lukas Pilgrim (Master für Gitarre und Bachelor für Laute an der Musikhochschule in Frankfurt). Pilgrim wird Musik von J.S. Bach, S.L. Weiß und E. Reusner spielen.
Eintritt 10 Euro, für Mitglieder 8 Euro und für Studierende 5 Euro


 

Geschichten vom Ankommen

22.09.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Der Band versammelt Geschichten von Menschen, die oftmals vor Jahrzehnten nach Deutschland eingewandert sind und hier ein neues Leben begonnen haben. Einige von ihnen haben ihre Geschichte des Ankommens selbst verfasst - beispielsweise Silvia Vignoli, die ihre Geschichte vorlesen wird - manche haben der Herausgeberin Joanna Iwinska davon erzählt und ihr die Schilderung anvertraut. Iwinska, die selbst als Kind von Polen nach Deutschland gekommen ist, interessiert, wie andere Erzählende die schmerzvolle Trennung von der Tradition und der Muttersprache, von Familien und Freundeskreis und im weitesten Sinne von der vertrauten Kultur verarbeiten. Ihre Berichte verwandeln die unterschiedlichen Lebenserfahrungen in Kurzgeschichten, die möglichst nah an dem bleiben wollen, was ihr im Vertrauen erzählt wurde. Ihre Gesprächspartner_innen sind unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft und haben facettenreiche biografische und berufliche Hintergründe. Entstanden ist ein spannendes Lesebuch, das immer wieder unter die Haut geht, manchmal amüsiert und manchmal auch erschreckt: intime Stücke persönlich erlebter Zeitgeschichte und ein Spiegel für die gesamte Bandbreite an Erfahrungen, die neue Inländer_innen in Deutschland machen.
Die Lesung wird musikalisch umrahmt von Halyna Wolf (Cello).
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.


 

Erich Kästner: Fabian

15.09.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Benedikt Hengstl präsentiert Erich Kästners 'Fabian' im Kontext seiner Zeit.
Dr. Jakob Fabian, Germanist und Reklametexter, lässt sich durch das Berlin der »Goldenen Zwanziger« treiben. Er wirft sich in erotische Abenteuer, trinkt mit Journalisten um die Wette und versucht, im Labyrinth der Großstadt seine Integrität und seine Ideale zu behaupten. Doch die Stadt windet sich wie in einem Fiebertraum; die junge Demokratie der Weimarer Republik wird mehr und mehr in ihren Grundfesten erschüttert. Dann lernt Fabian im Atelier einer Bildhauerin, wo sich leichte Mädchen und Todeskandidaten ein Stelldichein geben, die junge Juristin Cornelia kennen. Die beiden verlieben sich - doch die Liebe hat keine Konjunktur.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.


 

Ronnys Rubato (knapp daneben)

08.09.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Szenische Lesung mit Ulrich Fischer

Eine Schar Frauen versagt sich zur Karnevalszeit die Freuden des Faschings. Die Frauen steigen hinab, in einen begehbaren Aufenthaltsraum der städtischen Kanalisation, dorthin, wo sonst nur Kanalarbeiter ihre Reinigungs- und Suchgeräte abstellen. In dieser unterirdischen Welt begegnet ihnen der Gitarrenlehrer und Musiker Ronny, der nach reichlichem Zechgelage durch einen dummen Zufall in einen deckellosen Straßengulli stürzte, begleitet vom Hütehund Ernie, der Ronny auf Befehl der Gitarrenschülerin Bruni stets nachschnüffelt und aus lauter Tapsigkeit die einzige Ölfunzel der unterirdisch weilenden Frauen umstößt. Ronny begegnet den Frauen in absoluter Dunkelheit, aus der er die Frauen hinausführen soll. Der Erfolg bleibt lange Zeit ungewiss. Auf der "Reise" durch die Unterwelt begegnen Ron und seinen ungeliebten Frauen seltsame Gestalten, denen sie mit aller Rücksicht auf ihr eigenes Überleben aus dem Wege gehen wollen.

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.


 

Michael Lutz: Fanomenologie des Fußballs

15.06.2024 16:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

Im Fußball steht die Welt für (mindestens) 90 Minuten auf dem Kopf. Teils merkwürdige Regeln und ganz große Gefühle kennzeichnen dieses weltweit populärste aller Spiele. Für die einen wird durch bloßes Zuschauen ein simpler Sport zur Religion, für die anderen ist er aufgrund seiner verhassten Massentauglichkeit ein Beleg des Kulturverfalls von der Kreisklasse bis zur Champions League. Doch spätestens, wenn die Hand Gottes ins Spiel kommt und Archimedes den entscheidenden Anstoß gibt, wird klar, dass es um weit mehr geht. Michael Lutz verbindet durch geschickte Doppelpässe die Geistigkeit der Philosophie mit der Körperlichkeit des Fußballsports. Mit erhellenden Verweisen auf Psychoanalyse, Soziologie und Kulturwissenschaft ergründet der Autor die großen philosophischen Fragen des Fußballs auf unterhaltsame und zugängliche Weise. Es wird offengelegt, warum der Ball rund ist, warum der Schiedsrichter niemals irrt, warum Fußballstars die Heiligen des 21. Jahrhunderts sind oder was die WM in Katar eigentlich über unsere Gesellschaft aussagt. Dieses Buch belegt: Fußball ist mehr als die schönste Nebensache der Welt.

Michael Lutz, geb. 2001, absolvierte seinen Bachelor in Philosophie und Germanistik an der Universität Bonn, wo er sich derzeit in einem vertiefenden Master-Studium befindet. Neben Stellen an der Universität, die er bekleidet, ist er bereits seit seiner Schulzeit als Autor tätig. Für den Fußball interessiert er sich seit seiner Jugend, wo er in verschiedenen Bereichen aktiv war und ist.

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.


 

Dr. Hermann Sauer: Herr Doktor, ich bin's schon wieder

09.06.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg 42)

Hermann Sauer hat von 1971 an in Marburg Zahnmedizin und Humanmedizin studiert und sein Praktisches Jahr 1978 im Lehrkrankenhaus der Universität, Klinikum Fulda, absolviert. Die Stationen seiner Facharztausbildungen waren Bad Berleburg, Oldenburg i. O., Hünfeld und Fulda, ehe er sich 1984 als Landarzt in Schlitz niederließ.
Die Lesung in unserer Buchhandlung ist Sauers 20. Lesung seit Erscheinen seiner beiden Bücher. Hier in Marburg wird er insbesondere solche Kapitel auswählen, die einen direkten Bezug zur Stadt oder seinem Studium haben.
Seine Lesungen sind immer wieder ausgebucht und kommen bei den Menschen sehr gut an. Sauer nimmt diese mit auf die Reisen durch die ambulante Medizin mit all ihren Stolperfallen und spart auch nicht mit Kritik am kranken Gesundheitssystem.

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung.

Dr. Hermann Sauer: Herr Doktor, ich bin's schon wieder

 

Dr. Lorenz Jäger: Die Kunst des Lebens, die Kunst des Sterbens

05.05.2024 15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Buchhandlung Jakobi (Steinweg)

«Philosophieren heißt sterben lernen», bekannte Montaigne einmal. Er war nicht der Erste, der darauf hinwies, dass das Leben nur von der Endlichkeit her wirklich zu ergründen ist. Die «Ars moriendi», die Kunst des Sterbens, hat eine weit zurückreichende Tradition, und mit ihr untrennbar verbunden ist die «Ars vivendi», die Kunst des Lebens, deren Ursprünge bis in die Antike zurückreichen. Lorenz Jäger greift ein großes Thema auf und fragt in seiner ebenso klugen wie leichtfüßigen Erkundung, was die Endlichkeit für unsere Lebensführung bedeutet. Er blickt auf früheste literarische Werke wie das Gilgamesch-Epos und die Bibel, auf die fragwürdige Gelassenheit der Stoiker, das japanische Feiern der Vergänglichkeit oder die Unsterblichkeitsträume des Silicon Valley, befragt mit Georg Büchner einen Frühverstorbenen, mit Hans-Georg Gadamer oder Claude Lévi-Strauss Hundertjährige. Dabei spricht Jäger immer auch über unsere Gegenwart, über das, was unser Leben reich und sinnhaft machen kann, über unseren Umgang mit der Zeit angesichts der Endlichkeit, die Gestaltung unserer Ziele und Wünsche - ein im besten Sinne existenzielles Buch.
Die Lesung findet in Zusammenarbeit mit der Neuen Literarischen Gesellschaft statt.