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Die französischen Historikerinnen Agnès Arp und Élisa Goudin-Steinmann gehen der Frage nach, wie die DDR als Gesellschaft im Leben der Ostdeutschen bis heute nachwirkt. Die von ihnen mit ehemaligen DDR-Bürger*innen geführten lebensgeschichtlichen Interviews lassen Nähe und Unmittelbarkeit, Zwischentöne und Differenzierungen zu - jenseits der einseitigen öffentlichen Wahrnehmung unter dem Stichwort 'Leben in der Diktatur'.
Nachdem die Schilderungen von Entwertung, Wiederaneignung und Aufwertung ostdeutscher Lebenswege bereits in Frankreich auf positive Resonanz stießen, eröffnet sich nun auch einer west- wie ostdeutschen Leserschaft eine vielfältige Sicht auf wichtige Themen wie Bildungschancen, Geschlechterverhältnisse, Umgang mit Kunst und Kultur oder Möglichkeiten politischer Teilhabe und deren Deutung im vereinigten Deutschland.
Abkürzungen Einleitung Entwertung(en) Die Trauer um den dritten Weg Ungerechte Urteile Zweimal Opfer? Arbeitslosigkeit als neuer sozialer Tatbestand Biografische Brüche und Korrekturen Orientierungsverlust Die Veränderungen im Kunstbereich Vertrauensverlust Wiederaneignung(en) Das Gefühl eines kollektiven »Wir« Der Antifaschismus Die Frage der Freiheit Die Wut über vorschnelle Urteile »Deutschland hat die Mauer durch eine gesellschaftliche Kluft ersetzt« Das Wahlverhalten Das künstlerische Erbe der DDR Aufwertung(en) Dafür oder dagegen Die deutsche Identität: Nach dem Untergang Ein alternatives Gesellschaftsmodell Erziehung Die Rolle des Staates im Kulturbereich Feminismus und Geschlechtergerechtigkeit Die Heimat Die DDR als Erbe Entteufelung? Die DDR im Spiegel der wissenschaftlichen Forschung Das Paradigma des Totalitarismus Alltagsgeschichte und Nachdenken über den »Eigen-Sinn« Die »Diktatur der Grenzen« Festhalten an Vorurteilen und Öffnungsversuche Seit 2015: Ein neuer Blick? Schlussbemerkung Anhang Biografische Interviews Die lebensgeschichtlichen Interviews Biografien der interviewten Personen Chronologie 1961-2022 Literatur