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Was bedeutet es, loszulassen - von Vertrautem, von Kontrolle, von der eigenen Komfortzone? Agnieszka Wisniewska geht dieser Frage in ihrem Debütband auf eine zutiefst menschliche, humorvolle und berührende Weise nach.
"Erste Schritte ins Nirgendwo" versammelt acht eigenständige Kurzgeschichten, deren Figuren sich an einem entscheidenden Wendepunkt befinden: Sie brechen auf - buchstäblich und im übertragenen Sinne. Da ist Mara, die mit laminierter Checkliste und Zwanzig-Euro-Schein in der Socke zum ersten Mal allein in einen Fernbus steigt und nach Lissabon reist. Da sind Menschen, die Abschied nehmen, neu beginnen oder schlicht versuchen, irgendwo anzukommen, ohne genau zu wissen, wo dieses Irgendwo liegt.
Wisniewskas Stärke liegt in der präzisen, liebevollen Beobachtung ihrer Figuren. Mit feinem Gespür für Sprache und Stimmung zeichnet sie Charaktere, die gleichzeitig vertraut und einzigartig wirken - voller kleiner Eigenheiten, innerer Widersprüche und unerwarteter Momente der Verbindung. Die Begegnung zwischen der akribisch vorbereiteten Mara und der spontanen Priya im Bus beispielsweise entfaltet schon auf wenigen Seiten eine Wärme und Tiefe, die noch lange nachhallt.
Die Geschichten berühren Themen wie Identität, Heimat, Fremdheit und Mut - ohne je belehrend zu werden. Stattdessen entsteht ein ehrliches, vielschichtiges Bild davon, wie es sich anfühlt, den ersten Schritt ins Unbekannte zu wagen.
Für alle, die wissen, wie es ist, sich mit einer Liste zu beruhigen - und trotzdem einzusteigen.
Agnieszka Wisniewska beschäftigt sich seit Jahren mit Geschichten über Übergänge und innere Transformationen. Ihre Erzählungen erforschen die Momente zwischen Aufbruch und Ankunft, zwischen Festhalten und Loslassen. Mit einem feinen Sinn für die Psychologie alltäglicher Entscheidungen schreibt sie über Menschen, die sich am Scheideweg befinden. "Erste Schritte ins Nirgendwo" ist ihr literarisches Debüt, in dem sie acht prägende Momente des menschlichen Lebens mit Einfühlsamkeit und subtiler Ironie einfängt.