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Was bedeutet es, zu scheitern - und was kommt danach? Diese Frage stellt Agnieszka Wozniak in ihrem eindringlichen Erzählband "Kein freier Fall" auf zehn verschiedene Arten, mit zehn verschiedenen Stimmen, und findet dabei Antworten, die lange nachwirken.
Der Band versammelt Geschichten über Menschen an Wendepunkten: Ein Jugendlicher, der mit einem schlechten Zeugnis in der Jackentasche vor seiner Haustür steht und nicht klingeln kann. Menschen, die sich in entscheidenden Momenten des Lebens plötzlich selbst fremd werden. Figuren, die spüren, dass etwas endgültig zu Ende gegangen ist - und die noch nicht wissen, was als Nächstes kommt. Wozniak erzählt von diesen Schwellenmomenten mit einer bemerkenswerten Genauigkeit: Sie zeigt nicht das große Drama, sondern das Kleine davor und danach. Das Rascheln des gefalteten Zettels in der Tasche. Den Kamillentee, der zu heiß ist. Den Vater, der schweigt.
Was diese Geschichten auszeichnet, ist ihre unbedingte emotionale Ehrlichkeit. Wozniak schreibt nah an ihren Figuren, ohne sie zu beschönigen oder zu verurteilen. Ihr Stil ist präzise und gleichzeitig offen - Sätze, die Raum lassen für das Ungesagte, das in jeder Geschichte mitschwingt. Scheitern wird hier nicht als Niederlage inszeniert, sondern als menschliche Erfahrung, die fast alle kennen und über die kaum jemand spricht.
Der Titel ist Programm: Kein freier Fall - denn selbst im Fallen gibt es Momente, in denen etwas greift. Ein Blick, eine Hand auf der Schulter, ein Wort das nichts und alles bedeutet. Diese Momente sind das Herzstück des Buches.
Für alle, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn das Leben kurz stillsteht - und wie es sich anfühlt, wenn es dann doch weitergeht.
Agnieszka Wozniak schreibt über die leisen Krisen des Alltags und die Momente, die Menschen verändern. Ihre Geschichten erforschen das Scheitern nicht als Ende, sondern als Wendepunkt - jenen Augenblick, in dem Neuanfänge möglich werden. Mit feinem psychologischen Gespür zeichnet sie Charaktere, die an ihre Grenzen stoßen und sich neu erfinden. Wozniak lebt für das Detail, das Wahre in kleinen Momenten und die Kraft von Geschichten, die unter die Haut gehen. Ihre Arbeiten verbinden literarische Tiefe mit unmittelbarer menschlicher Authentizität.