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Die in Le Mans veröffentlichten neulateinischen Tragödien des französischen Rhetoriklehrers und katholischen Pfarrers Jean Portier (Ioannes Porterius) fanden bisher in der Forschung zum neulateinischen Drama nahezu keine Beachtung. In dieser Untersuchung wird das 1621 erschienene Stück -Athamantis Furor' exemplarisch erschlossen. Das Werk führt das tragische Unglück des mythischen Königs Athamas vor, der im Wahn seinen eigenen Sohn Learchus ermordet. Portier orientiert sich in der sprachlichen und dramatischen Gestaltung wesentlich an antiken, vor allem lateinischen Texten und folgt weitestgehend den Gattungskonventionen der antiken Tragödie. Insbesondere Senecas Dramen üben starken Einfluss auf ihn aus. Gleichzeitig gelingt es Portier bisweilen, sich in innovativer Weise von den antiken Vorbildern abzusetzen und der Dramatisierung des Athamas-Mythos eigene Akzente zu verleihen. Den Kern der vorliegenden Studie bilden Textedition, erstmalige Übersetzung sowie Interpretation und Kommentierung der Tragödie mit Fokus auf der klassisch-philologischen Analyse. Die so geleistete grundlegende Erschließung soll daneben auch anderen Disziplinen die Möglichkeit eröffnen, sich mit Portiers OEuvre zu beschäftigen.
Alexander Herböck, University of Regensburg, Germany.