Alexander-Martin Sardina

Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NAPOLAs) als Beleg für widersprüchliche NS-Erziehungskonzeptionen im Dritten Reich

Diskurs und Zeitzeugenbefragung. 1. Auflage
eBook (epub), 126 Seiten
EAN 9783640545308
Veröffentlicht Februar 2010
Verlag/Hersteller GRIN Verlag

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Beschreibung

Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Pädagogik, Note: 1,0, Universität Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Verbund der "Nationalpolitischen Erziehungsanstalten" - offiziell zwar NPEA, umgangssprachlich aber meist nur NAPOLAs abgekürzt - bildete bereits ab 1933 die größte Gruppe von Ausleseschulen im "Dritten Reich" (neben den 1937 gegründeten Adolf-Hitler-Schulen, der Reichsschule Feldafing der NSDAP-Parteiorganisation und den SS-Junkerschulen als Militärakademien).
Doch wie konnte es sein, dass Elite-Schulen im NS-Staat überhaupt existierten, der ansonsten in allen Bereichen bestrebt war, Standesunterschiede bzw. Privatschulen, die sich gleichfalls als Elite-Schulen sahen, abzuschaffen? Dies ist einer der zentralen Punkte beim Diskurs über die Widersprüchlichkeiten der unterschiedlichen NS-Erziehungskonzeptionen.
In dieser Publikation, die auf einer sehr guten Staatsexamensarbeit an der Universität Hamburg aus dem Jahr 2002 basiert, werden die Ausgangsbedingungen für das Lehren und Lernen zur Zeit des Nationalsozialismus, die Entwicklungen in der Zeit von 1933 bis 1945 sowie einzelne Akteure mit ihren Konzeptionen vorgestellt. In einem zweiten Teil werden alle Fakten zu den NAPOLAs im Detail beleuchtet. Der dritte Teil präsentiert schließlich die Befragung eines ehemaligen Ausleseschülers in Form eines vollständig transkribierten Zeitzeugen-Interviews. Der gesamte Textteil wurde im Februar 2010 überarbeitet, teilweise aktualisiert und der neuen Rechtschreibung angepasst.

Portrait

Dr. phil. Alexander-Martin Sardina (geb. 1973 in Hamburg) studierte von 1994 bis 2002 Politikwissenschaft, Amerikanistik und Erziehungswissenschaft als Hauptfächer sowie Psychologie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und öffentliches Recht als Nebenfächer. Sein Studium schloss er mit dem Staatsexamen in allen Fächern erfolgreich ab. Mehrere Forschungsaufenthalte führten ihn in die USA und nach China sowie in die damalige Britische Kronkolonie Hongkong und die frühere Portugiesische Kolonie Macau. Er ist seit 2003 in der überparteilichen politischen Bildung, als Übersetzer und in der Unternehmensberatung tätig.
Die an der Universität Hamburg vorgelgte Examensarbeit (Prädikat "sehr gut") zu den Widersprüchlichkeiten der nationalsozialistischen Erziehungskonzeptionen aufgrund der Existenz der NAPOLAs als Eliteschulen in einem System, das den Anspruch hatte, die bisherigen Bildungsunterschiede aufzuheben, wurde 2010 in einer aktualisierten und überarbeiteten Fassung im GRIN-Verlag in München veröffentlicht. Sie erfährt als Publikation nach wie vor breite Beachtung und großes Lob. Das Buch ist zudem weltweit in allen führenden wissenschaftlichen Bibliotheken sowie in der Holocaust-Gedenkstätte "Yad Vashem" in Israel verfügbar.
Von 2003 bis 2016 analysierte Sardina mehr als 2.000 Akten der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland und des Ministeriums für Volksbildung der DDR. Mit der dadurch entstandenen umfangreichen Dissertation zum Fremdsprachenunterricht in Ostdeutschland (mit dem Fokus auf dem Unterrichtsfach "Englisch") wurde er an der Universität Hamburg promoviert.

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