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Ein Roman über das Leuchten und die Vergänglichkeit des Lebens, in dem das Ende von Anfang an mitschwingt.
Im Japan der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs wachsen vier junge Menschen in einer kleinen Küstenstadt gemeinsam auf. Zwischen ihnen entwickelt sich eine außergewöhnliche Nähe, die sich nicht eindeutig mit den Begriffen Freundschaft oder Liebe fassen lässt. Sie teilen ihre Kindheit und Jugend, entdecken ihre sich verändernden Körper, Begehren und Sexualität - und gehen gemeinsam den Weg ins Erwachsenenleben.
Doch über ihrer Geschichte liegt von Anfang an der Schatten des Endes. Den Kapiteln sind Meldungen vorangestellt, die den späteren Tod der vier Freunde und einer weiteren zentralen Figur vorwegnehmen. Noch während sich ihr Leben vor uns entfaltet, erfahren wir, wann und auf welche Weise jeder von ihnen eines Tages sterben wird. Was bedeutet ein einzelner Augenblick, wenn wir wissen, dass nichts von Dauer ist?
In Amy Yamadas präziser und zugleich sinnlicher Sprache entfalten sich die Schönheit und der Schmerz des Lebens, das Erwachen des Körpers und die Erfahrung, einen anderen Menschen zu lieben. Mit Eigenwilligkeit, Selbstverständlichkeit und Humor zeichnet sie vier Menschen in jener Zeit, in der das Leben noch vor ihnen zu liegen scheint - und macht gerade dadurch seine Vergänglichkeit spürbar.
Ein dichter Coming-of-Age-Roman über Nähe, Begehren, Liebe und die Kostbarkeit des Augenblicks.
Aus dem Japanischen von Sabine Mangold. Mit einem Nachwort von Sayaka Murata. Die Übersetzung und Veröffentlichung dieses Buches wurden von der Japan Foundation gefördert.
1959 in Tokio geboren, studierte sie an der Literaturfakultät der Meiji-Universität. Ihr literarisches Debüt "Bedtime Eyes" (1985) wurde mit dem Bungei-Preis für Nachwuchsautoren ausgezeichnet und für den Akutagawa-Preis nominiert. Zwei Jahre später erhielt sie für "Soul Music Lovers Only" den renommierten Naoki-Preis. Ihre Texte verbinden literarische Feinheit mit einer oft schonungslosen Sinnlichkeit und eröffnen neue Perspektiven auf Liebe, Sexualität und Identität jenseits konventioneller gesellschaftlicher Kategorien. Sie gilt als eine der bedeutendsten japanischen Schriftstellerinnen der Gegenwart.