Blick ins Buch

Andre Franquin

Spirou und Fantasio 07. Das Versteck der Muräne

Originaltitel: Le Repaire de la murène. Farb. illustriert. 29,4 cm / 21,9 cm / 0,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 61 Seiten
EAN 9783551772077
Veröffentlicht August 2003
Verlag/Hersteller Carlsen Verlag GmbH
Übersetzer Übersetzt von Paul Derouet, Hartmut Becker

Auch erhältlich als:

eBook (epub)
€ 5,99
€ 12,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Ein Tauchwettbewerb mit hoher Belohnung, ein gesunkenes Frachtschiff und ein Gegner, der nach einem Raubfisch benannt ist. Graf von Champignac hat mit X4 ein Mittel entwickelt, das die Denkleistung vervielfacht, und Spirou und Fantasio liefern ihm gleich den passenden Testfall. Ein vermögender Reeder schreibt einen Wettbewerb aus: Gesucht ist eine Konstruktion, mit der ein Taucher in 200 Metern Tiefe arbeiten kann. Der Graf entwirft ein neues Atemgas sowie ein Ein-Mann-Tauchgerät, mit dem Spirou hinabsteigt. Doch während die Vorbereitungen laufen, fliegen die Werkstätten der übrigen Teilnehmer eine nach der anderen in die Luft. Dahinter steckt mehr als sportlicher Ehrgeiz: Im Wrack des Frachters "Le Discret" liegt eine Fracht, die jemand um jeden Preis bergen will. Dieser Jemand ist John Helena - genannt die Muräne. Franquin schickt seine Helden erstmals in die Tiefe, zwischen Korallenbänke, Lichtkegel und Schleppnetze.- Unterwasser-Abenteuer mit Tiefenrausch: Franquin entdeckt für Spirou die stille Welt der Tauchglocken, Wracks und Fischschwärme, inspiriert von der Cousteau-Begeisterung der 1950er Jahre.- Ein Schurke mit Biss: Mit John Helena, der Muräne, betritt einer der besten Gegenspieler der Reihe die Bühne, kalt, professionell und deshalb unvergesslich.- Klare Linie in leuchtenden Farben: Colorierte Panels, runde Figuren, präzise Technikzeichnungen, das ist franko-belgischer Comic in Reinform.- Einzeln lesbar: Band 7 dieser Ausgabe funktioniert ohne Vorkenntnisse und eignet sich gut als Einstieg in die Reihe, empfohlen ab 8 Jahren und ebenso für erwachsene Sammler. Ein Höhepunkt aus Franquins goldener Phase von 1957: Erfindergeist, Tiefseespannung und trockener Humor in einem abgeschlossenen Abenteuer.

Portrait

André Franquin ist neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas. Franquin wurde 1924 in Brüssel geboren. Nachdem er zuvor die Académie St.-Luc besucht hatte, begann er im Alter von 23 Jahren die Titelseite für das belgische Magazin "Spirou" zu zeichnen. "Spirou und Fantasio" war 1938 von Rob-Vel erdacht und seit 1944 von Jijé betreut worden, doch erst Franquin, der als dritter Zeichner der Serie 1946 mit der Kurzgeschichte "Der Panzer" seinen Einstand gab, verlieh ihr einen eigenen Charakter. Dies lag vor allem daran, dass Franquin um seine beiden schon existierenden Hauptfiguren herum ein kleines Universum an bemerkenswerten Nebenfiguren aufbaute. Die wichtigste Neuschöpfung Franquins war sicherlich das Marsupilami, das am 31. Januar 1952 erstmals in Erscheinung trat, bald darauf gefolgt von dem fiktiven Büroboten Gaston, der im Februar 1957 seinen ersten Auftritt in "Spirou" hatte. Von 1955 bis 1959 zeichnete Franquin außerdem für das Magazin "Tintin" die Serie "Mausi und Paul". Grund für diesen Seitensprung war ein zeitweiliges Zerwürfnis mit dem "Spirou"-Verleger Dupuis, der recht rigide Einfluss auf die Gestaltung der Titelserie seines Magazins nehmen wollte. Nachdem "Gaston" Ende 1957 eine eigene Seite im Heft bekommen hatte, wurde die Mehrfachbelastung für Franquin, der neben seinen zwei beziehungsweise drei laufenden Serien auch noch sämtliche "Spirou"-Titelbilder gestaltete und zahlreiche redaktionelle Beiträge illustrierte, zu groß. Trotz der Unterstützung zahlreicher fähiger Assistenten (unter ihnen Jidéhem und Greg) brach Franquin im Dezember 1961 mit einer nervösen Gelbsucht und schweren Depressionen mitten in der Arbeit an "QRN ruft Bretzelburg" zusammen. Als er 1963 die Arbeit wiederaufnahm, hatte er sich entschieden, "Spirou & Fantasio" schnellstens aufzugeben, um seine Kräfte ganz auf 'Gaston' zu konzentrieren. Nach zwei weiteren Kurzgeschichten übernahm 1968 Jean-Claude Fournier "Spirou & Fantasio". Die Rechte an der Figur Marsupilami verblieben allerdings bei ihrem Erfinder. Aus dem Wunsch heraus, "gewisse Themen zu bearbeiten, die bis dahin in ''Spirou'' ziemlich vernachlässigt worden waren", entwickelte Franquin 1977 mit Yvan Delporte zusammen die Magazin-Beilage "Trombone Illustré", zu der er die Reihe "Schwarze Gedanken" beisteuerte. In den 80er-Jahren zog sich Franquin weitestgehend aus der Comic-Produktion zurück. Er zeichnete weiterhin "Gaston" und war ansonsten hin und wieder hinter den Kulissen und als Geburtshelfer mehrerer neu konzipierter Serien anderer Zeichner tätig, bis er 1987 das Marsupilami wieder aufleben ließ, dessen Soloabenteuer unter seiner Mitwirkung von Greg und Yann geschrieben und von Batem gezeichnet wurden. Andrè Franquin verstarb am 5. Januar 1997 in Nizza nach langer, schwerer Krankheit.