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Bevölkerungswachstum, Wohnraummangel und Profitinteressen befeuerten im Berlin der 1920er Jahre die Wohnungsmisere. Wie heute, beschäftigten sich auch in der Weimarer Republik Architekt*innen mit Lösungsansätzen für diese Krise, unter ihnen: Alexander Klein. Seine Entwurfsmethodik, die Aspekte der Wirtschaftlichkeit, Hygiene, Nutzung und Behaglichkeit vereint, basierte auf einer Analyse der ökonomischen und gesetzlichen Grundlagen des Wohnungsbaus. Ausgehend von einer intensiven Auseinandersetzung mit Grundrissen entwickelte er eine systematische Herangehensweise, um qualitativ hochwertigen Wohnraum mit begrenzten Ressourcen zu schaffen. Angelika Hinterbrandner beleuchtet die Entwicklung von Kleins Methoden und zieht Parallelen zu den aktuellen Herausforderungen der Wohnungsknappheit. Was lässt sich aus Kleins Ansätzen lernen? - Alexander Klein als Pionier des Kleinwohnungsbaus - wiederentdeckt und neu interpretiert - Umfangreiche Analyse seiner Entwurfsmethodik aus den 1920er Jahren und relevanter Parameter des Wohnungsbaus heute - Stimmen zur KI-gestützten Grundrissoptimierung, dem Kleinwohnungsbau und der Wohngesetzgebung
Angelika Hinterbrandner arbeitet in unterschiedlichen Rollen und Formaten im Feld der Architektur. Ihr Schwerpunkt gilt Strategien und Methoden zur Förderung einer sozial gerechten Bauwende sowie politischen, räumlichen und sozialen Transformationsprozessen. Seit 2021 lehrt sie an der ETH Zürich. Sie ist Mitherausgeberin der Architekturplattform Kontextur und Mitgründerin der Initiative spaceforfuture.org. Seit 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Schwerpunkt Baupolitik im Deutschen Bundestag.