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Der neue große Roman von Annett Gröschner Annett Gröschner erzählt meisterhaft, mit Empathie und Humor, von einer gewöhnlichen Familie in diesem 21. Jahrhundert, deren Mütter, Töchter, Enkelinnen eines verbindet: Der Boden, auf dem sie stehen, ist dünn, und er vibriert noch immer. Darunter der Hallraum des 20. Jahrhunderts mit seinen Weltkriegen und Diktaturen, darüber ein Netz von Geschichten und Erinnerungen, vielstimmig und feingesponnen. Magdeburg, Sommer 2013. Vier Schwestern, alle jenseits der 70, treffen sich einmal die Woche zum Skat. Sie sind geschieden, ihre Männer sind tot oder hocken zu Hause, ihre Kinder sind in alle Welt verstreut, die Enkelkinder fast erwachsen. 'Elbtöchter' hat man sie genannt, als sie jung waren, weil sie durch die Elbe schwammen, als das sonst niemand mehr machte. In diesem Sommer steigt der Pegel der Elbe wie noch nie in der Geschichte der Stadt. Es ist, als schwemmte die Flut die Vergangenheit nach oben: Wie war das mit der Liebe ihrer Eltern? Mit dem Bombenangriff, bei dem der Bruder verlorenging? Mit Judiths Haft und Barbaras Trennung? Dem Selbstmord von Elisabeths Tochter? Und warum hat sich Selmas Tochter nie wieder gemeldet?
Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt als Schriftstellerin in Berlin. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Großen Kunstpreis Berlin und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis. Zuletzt erschien ihr Roman "Schwebende Lasten" (2025), für den sie mit dem Evangelischen Buchpreis und dem Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet und für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis nominiert wurde.