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Die Zukunft kommt nicht irgendwann. Sie hat längst begonnen. Künstliche Intelligenz schreibt Texte, erzeugt Bilder, imitiert Stimmen, analysiert Daten, erkennt Muster, unterstützt Diagnosen, verändert Arbeit, Bildung, Medien, Politik und Alltag. Was gestern noch wie Science-Fiction klang, greift heute in Entscheidungen ein, in Berufe, in Beziehungen, in Sprache, Wahrheit und Selbstbild. Doch die entscheidende Frage lautet nicht nur, was Maschinen können. Die entscheidende Frage lautet: Was bleibt vom Menschen? Dieses Buch ist kein Technikratgeber und keine einfache Warnung vor der Zukunft. Es ist eine klare, nachdenkliche und menschliche Auseinandersetzung mit einer Zeit, in der technischer Fortschritt immer schneller wird und der Mensch Gefahr läuft, sich selbst für selbstverständlich zu halten. Armin Kraft fragt nach dem, was sich nicht automatisieren lässt: Würde, Verantwortung, Urteilskraft, Mitgefühl, Erinnerung, Kreativität, Zweifel, Fehler, Nähe und die Fähigkeit, nicht nur effizient, sondern menschlich zu handeln. Er betrachtet die Chancen künstlicher Intelligenz ebenso wie ihre Risiken. KI kann entlasten, helfen, heilen, ordnen und neue Möglichkeiten eröffnen. Sie kann aber auch abhängig machen, manipulieren, entwerten und verdrängen, wenn Menschen ihr zu viel überlassen oder aufhören, selbst zu denken. Was geschieht mit Arbeit, wenn Leistung neu definiert wird? Was geschieht mit Bildung, wenn Wissen jederzeit abrufbar ist? Was geschieht mit Wahrheit, wenn Bilder, Stimmen und Texte künstlich erzeugt werden können? Was geschieht mit Beziehungen, wenn Nähe simuliert wird? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die Bequemlichkeit mit Fortschritt verwechselt? "Was bleibt vom Menschen?" sucht keine Panik. Es sucht Orientierung. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die spüren, dass künstliche Intelligenz mehr ist als ein neues Werkzeug. Sie ist ein Spiegel. Sie zeigt, was wir können, was wir abgeben, was wir verlieren könnten und was wir bewahren müssen. Am Ende steht keine fertige Antwort, sondern eine notwendige Zumutung: Die Zukunft wird nicht allein von Technologie entschieden. Sie wird davon entschieden, welche Vorstellung vom Menschen wir in diese Zukunft mitnehmen. Ein eindringliches Sachbuch über künstliche Intelligenz, technischen Fortschritt, Medien, Wahrheit, Verantwortung und die menschliche Würde in einer Welt, die sich schneller verändert, als viele begreifen.
Armin Kraft wurde 1962 in Wien geboren und verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Luxemburg. Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Fotograf. Sein Schreiben verbindet Erinnerung, Beobachtung, Fantasie und gesellschaftliche Gegenwart. Ihn interessieren Menschen in Momenten des Übergangs: Zukunft und Verlust, Schuld und Verantwortung, Nähe und Veränderung. Er lebt und arbeitet in der Nähe von München.