Arthur A. Schönhausen

Schuldig??

Gerichtsdrama um Gewissen, Rechtsirrtum und moralische Verantwortung. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 116 Seiten
EAN 9788027366460
Veröffentlicht Dezember 2022
Verlag/Hersteller e-artnow

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Beschreibung

Arthur A. Schönhausens Schuldig?? stellt die Frage nach Schuld nicht als bloßes juristisches Problem, sondern als literarische Versuchsanordnung, in der Urteil, Gewissen und Sprache gegeneinander arbeiten. Der doppelte Fragezeichen-Akzent verschiebt Gewissheit in Zweifel und macht den Titel selbst zum Programm: Es geht um die Brüchigkeit von Beweisen, Motiven und moralischen Kategorien. Stilistisch lässt sich das Werk im Umfeld jener deutschsprachigen Reflexionsprosa verorten, die Kriminalfall, Bekenntnis und philosophische Erörterung miteinander verschränkt. Über Arthur A. Schönhausen sind außerhalb des Werktitels keine gesicherten biographischen Angaben vorauszusetzen; gerade deshalb rückt die im Namen geführte Autorinstanz als prüfende, ordnende Stimme in den Vordergrund. Das Buch wirkt aus einer Erfahrung heraus geschrieben, in der gesellschaftliche Zuschreibung und persönliches Verantwortungsgefühl untrennbar werden. Schönhausen interessiert offenbar weniger die schnelle Antwort als der intellektuelle Prozess, durch den Schuld überhaupt konstruiert, bestritten oder angenommen wird. Empfohlen sei Schuldig?? Leserinnen und Lesern, die Spannung nicht allein in äußeren Ereignissen, sondern in begrifflicher Genauigkeit und psychologischer Ambivalenz suchen. Wer Gerichtsdrama, moralische Erzählung und essayistische Tiefenschärfe schätzt, findet hier einen Text, der zur erneuten Lektüre reizt und die bequeme Frage nach Tätern und Opfern nachhaltig verkompliziert.

Portrait

Arthur A. Schönhausen lebte im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Er war ein deutscher Schriftsteller. Unter den Nazionalsozialisten wurden seine Bücher verboten. Sein bekanntestes Werk ist der Kriminalroman "Schuldig??".