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Wozu Lyrik? 'Um mich zu wärmen, suche ich Verse', heisst es in einem der bildhaften Gedichte von Asiye Müjgan Güvenli, und sie setzt damit unwirtlichen Räumen, 'wo das Glück scheu ist', eine andere Realität entgegen. Von Verlorenheit, Fremdheit, Trauer und Unterdrückung ist die Rede, von Einsamkeit und Beklemmung, aber genauso und intensiver noch von Sehnsucht, Befreiung und dem Glanz der Welt. Die Zeit entzieht sich: Erinnerungen gehen verloren oder drängen sich in die Gegenwart, verwirren die Zukunft, bringen Trost und Befremden. Zugleich erschafft die Autorin in diesem Gewebe eine traumhafte Wirklichkeit, die weit über die Begrenzungen hi- nausweist und es erlaubt, 'dunkle Wolken zu tätscheln', 'Sterne zu sammeln' und 'die Nacht über sich zu ziehen, (um) im drohenden Schatten zu schlafen'. So steht als ungenanntes Gravitationszentrum die Hoffnung, die Verbundenheit mit dem Leben im Zentrum dieser Lyrik.
Asiye Müjgan Güvenli wurde 1957 in der Türkei geboren. Sie ist diplomierte Soziologin und war in der Türkei als Journalistin tätig. Seit 1997 lebt sie in Winterthur und arbeitete vor ihrer Pensionierung beim Sozialdepartement der Stadt Zürich. Sie schreibt Lyrik und Prosa und ist im Vorstand des DeutschSchweizer PEN Zentrums. Bisher sind von ihr erschienen: Die Prosabände Gelächter, das Mauern überwindet (Trikont Dialog Edition 2020) (Täs Duvar- A-san Kahkahalar 2018), Wie ich mich (nicht) integrierte - Flüchtigkeitsfehler (auf dem Ruffel 2021) und Sind immer wir schuldig? - Lebensgeschichten aus dem Frauengefängnis (auf dem Ruffel 2023) (Elinden Kaza Ç-kan Kad-nlar, Dipnot 2021); ausserdem die Lyrikbände Perdenin Önü-/-Vor dem Vorhang, zweisprachig, lektoriert und mit einem Nachwort versehen von Wolfram Malte Fues (Edition Howeg 2022), und yitik zaman tüneli (Anima 2024).