Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
"Bullshit mit Blümchenkleid" ist ein kluges, streitbares Buch über Social-Media-Mythen, weibliche Lebensentwürfe und die politische Macht von Bildern. Es ist ein Plädoyer für Freiheit, Selbstbestimmung und realistische Debatten über Care-Arbeit, Familie und Gleichstellung. Warum sehnen sich so viele junge Frauen plötzlich wieder nach "traditioneller Weiblichkeit", und Häuslichkeit und warum sieht das auf Instagram so verführerisch aus?
In ihrem neuen Buch "Bullshit mit Blümchenkleid - Die neue Lust am alten Rollenbild" nimmt die Journalistin und Autorin Barbara Haas den weltweiten Tradwife-Trend unter die Lupe: von der ästhetischen Social-Media-Idylle bis zu den politischen und religiösen Ideologien dahinter. Ausgehend von einer sehr persönlichen Beobachtung - Haas' eigene Mutter lebte als Tradwife "1.0" am Bauernhof - zeigt die Autorin, wie groß der Unterschied zwischen realer Care- und Hausarbeit und ihrer heutigen Online-Inszenierung ist. Was damals harte, oft unbeachtet gemachte Arbeit war, wird heute als Lifestyle verkauft. Haas' zentrale These: Die Versprechen der Tradwife-Bewegung - Natur, Erfüllung, Glück durch Rückzug ins Private - sind eine Illusion und historisch wie aktuell "Bullshit". "Bullshit mit Blümchenkleid" verbindet Reportage, gesellschaftspolitische Analyse und Interviews mit Expertinnen. Haas beschreibt, wie Tradwife-Influencerinnen ein wirtschaftlich profitables Modell erschaffen, das auf perfekten Bildern basiert - und wie rechte Bewegungen und fundamentalistische Strömungen dieses Bild aktiv nutzen, um Frauen wieder auf Unterordnung, Mutterschaft und Abhängigkeit festzulegen. Das Buch ist eine Warnung vor einem hochpolitischen Trend, der als harmlose Hausfrauen-Ästhetik getarnt ist. Gleichzeitig stellt Haas die Frage, warum dieser Trend gerade jetzt so viel Resonanz hat, auch bei progressiven Frauen. Sie zeigt, wie die Enttäuschungen der "Girlboss"-Ära, Pandemie-Erfahrungen und ein diffuses Gefühl von Überforderung eine Rückkehr zu scheinbar einfachen Rollenmodellen attraktiv machen. Doch der Preis ist hoch: ökonomische Abhängigkeit, ein enger "Korridor" von Wahlfreiheit und ein Rückschritt in Richtung gesellschaftlicher Ungleichheit. Ein kluges, streitbares Buch über den Tradwife-Trend auf Social Media und darüber, warum die romantisierte Rückkehr zu "Weiblichkeit 1950" kein harmloser Lifestyle, sondern ein politischer Rückschritt ist.
Barbara Haas ist Journalistin und Podcasterin. Sie begann ihre Karriere bei der 'Kleinen Zeitung' vor mehr als 20 Jahren, wurde 2006 Gründungsmitglied der 'Tageszeitung Österreich' und war ab 2014 für sechs Jahre Chefredakteurin des Magazins 'Wienerin'. Seit 2021 ist sie wieder zurück bei der 'Kleinen Zeitung', hostet dort den gesellschaftspolitischen Podcast 'fair & female' und befasst sich journalistisch mit den Themen Frauen, Familie und Gesellschaft. Sie ist als jüngstes Kind einer Großfamilie auf einem Bauernhof im steirischen Ennstal aufgewachsen, verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Wien.