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Das Itimad-ud-Daula-Mausoleum in Agra in Indien Die Königsmoschee ist ein gigantischer Bau mit vier Minaretten, in deren Mitte sich ein weiter Innenhof mitsamt Becken erstreckt. Die vier monumentalen Iwane stehen für die vier Flüsse des Paradieses. In zwei Höfen sind die Koranschulen untergebracht, weitere Räume stehen für religiöse Waschungen zur Verfügung und als Sternwarte dient ein Turm. Der Gebäudekomplex ist nach Mekka gerichtet. Der reich mit bunten Mosaiken und Kalligraphien geschmückte Bau verkörpert den Paradiesgarten und das Wort Gottes. Die Moscheen ist gleichzeitig Gebetsstätte, Garten inmitten der Wüste, eine architektonische Umsetzung von Glaubenstexten und eine Verkörperung islamischer Lebenskunst. Enric Miralles, Carme Pinós - Der Friedhof von Igualada In der nordwestlich von Barcelona gelegenen alten Gerberstadt Igualada werden wie in ganz Spanien die Toten nicht beerdigt, sondern in nischenartigen, drei bis vier Stockwerke hohen Gruften übereinandergestapelt. Der alte Friedhof im Zentrum war überfüllt, freies Bauland war nur im Norden zu finden, von einem Fluss eingerahmt, am Fuße der Hügel gelegen, durch das die zukünftige Autobahn führen sollte. Der neue Friedhof, angelegt von den Architekten Enric Miralles und Carme Pinós, umfasste 240 Grüfte, eine Kapelle, ein Obduktionsraum und Technikräume. Schluchten wurden gegraben, steinerne Felsklippen errichtet und ein Erdhügel aufgeschüttet. Das erd-, gras- und strauchbedeckte Dach der Kapelle geht optisch in den benachbarten Hügel über - der neue Friedhof will mit der Natur verschmelzen. Imhotep - Die Djoser-Pyramide in Sakkara 30 Kilometer südlich von Kairo lag die Nekropole Sakkara, einst Teil der Nekropolen von Memphis, der ersten Hauptstadt des Alten Ägypten. Die erhaltene Grabstätte des Königs Djoser, eine 60 Meter hohe Stufenpyramide, stammt aus dem Jahre 2.700 vor Christus und ist die erste jemals erbaute Pyramide. Allein durch ihre gigantischen Ausmaße, sie ist zehnmal höher als die zuvor gebauten Grabstätten, hebt sie sich von diesen ab. Aber erst eine spektakuläre Entdeckung zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte die wahre Bedeutung der Pyramide frei: Sie ist kein isoliertes Monument, sondern steht im Zentrum einer Anlage mit Tempeln, Palästen, Kapellen und sogar zur Lagerung von Nahrung und Kleidern vorgesehenen Galerien. Die Ausmaße dieser Grabstätte und das virtuose Spiel mit der geometrischen Perfektion der Anlage zeigen den ersten Versuch, das rein am Nutzen orientierte Bauen zu einer Kunst von symbolischer Bedeutung zu machen. Auch die Säulen sind ohne Vorläufer, sie tragen zum ersten Mal die uns heute bekannte Form. Die Stufenpyramide von Sakkara stand am Beginn der bahnbrechenden technischen und kulturellen Errungenschaften Ägyptens. Diese Revolution des Bauens war der Beginn dessen, was wir heute Architektur nennen: die Zusammenführung von Bau und Kunst.
Das Itimad-ud-Daula-Mausoleum in Agra in Indien Enric Miralles, Carme Pinós - Der Friedhof von Igualada Imhotep - Die Djoser-Pyramide in Sakkara