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Jonas hat gelernt, unsichtbar zu bleiben. Nach dem Umzug an eine neue Schule will er vor allem eines: nicht auffallen. Doch in seiner Klasse entscheiden nicht Lehrer über Zugehörigkeit, sondern Blicke, Schweigen und die richtigen Plätze zur richtigen Zeit. Was harmlos beginnt, wird schnell zu einem System aus Druck, Ausgrenzung und leiser Gewalt. Je länger Jonas beobachtet, desto klarer wird ihm: Wer nichts sagt, bleibt nicht außen vor. Auch Schweigen hat Folgen. Auch der Rand ist nicht neutral. Nur Mila entzieht sich den unsichtbaren Regeln dieser Ordnung. In ihrer Nähe begreift Jonas, dass Beobachten nicht genügt, wenn Unrecht zum Alltag gehört. "Am Rand ist Platz" ist ein eindringlicher Roman über Schule als Raum sozialer Macht, über Mitlaufen, Mitschuld und den Moment, in dem Zuschauen aufhört, unschuldig zu sein. Leise im Ton, scharf in der Beobachtung und verstörend gegenwärtig.
Benjamin Bay lebt in Rheinberg am Niederrhein. Er entwickelt Spiele, arbeitet an kreativen Konzepten und interessiert sich besonders für soziale Dynamiken, leise Spannungen und unausgesprochene Konflikte zwischen Menschen. In seinem Schreiben richtet er den Blick auf Situationen, in denen kleine Gesten, Schweigen und Gruppendruck große Wirkung entfalten. Mit Am Rand ist Platz veröffentlicht er seinen ersten Roman, einen eindringlichen Jugendroman über Mobbing, Ausgrenzung, Zugehörigkeit und Zivilcourage.