Béroalde de Verville

Der Weg zum Erfolg - Le Moyen de Parvenir. Vollständige und ungekürzte Studienausgabe dieses ketzerischen, staats- und kirchenkritischen, obszönen, burlesken und frivolen Renaissanceromanes von 1610

Ein Lukianischer Dialog beim Gastmahl der Madame Sagesse. Die erste wortgetreue, vollständige und ungekürzte Übersetzung aus der französischen Sprache von 1610 einschließlich der lateinischen Textstellen. OBSZÖN. FRIVOL. AMÜSANT. BURLESK. BAROCK. EROTISCH. Originaltitel: Le Moyen de Parvenir. Oevre contenant la raison de ce qui a esté, est et sera. 'Bengelmann Pocket'.
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Die erste vollständige und ungekürzte deutsche Übersetzung dieses ketzerischen, staats- und kirchenkritischen, obszönen, burlesken und frivolen Renaissanceromanes von 1610 - in Frankreich heute noch der erfolgreichste Jahrtausendroman!-----------------------
----Verville's LE MOYEN DE PARVENIR - ein JAHRTAUSENDROMAN IN FRANKREICH, im Deutschland des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts als ,Schmutz- und Schundliteratur' bezeichnet.
Béroalde de Verville's Roman LE MOYEN DE PARVENIR; verfaßt am Ausklang des 16. Jahrhunderts, also in der Spätrenaissance, in Paris erschienen als anonyme Schrift im Jahre 1610, hat in den vier Jahrhunderten bis zur Jahrtausendwende nicht nur eine sehr große Anzahl von Auflagen erlebt und somit eine extrem große Zahl von Lesern erreicht, sondern hat in diesen vier Jahrhunderten die Kultur- und Geistesgeschichte Frankreichs maßgebend beeinflußt. Verville's Roman hat, in der Tradition von Menippos von Gadara (3. Vorchristliches Jahrhundert) und Lukian von Samosata (ca. 120 - 180 n.Chr.) stehend, letzten Endes die "schamlose Freiheit der Rede und des Denkens" zum Thema, wie Professor Dr. Werner von Koppenfels, emeritierter Professor für Anglistik und Komparatistik an der Universität München, in seiner Schrift ,Der andere Blick. Das Vermächtnis des Menippos in der europäischen Literatur, Verlag C.H. Beck 2007, S. 230 ff) aus geführt hat. Verville hat dieses Denken aus der kynischen Philosophie der Antike aufgegriffen. Verville, französischer Kanonikus in Tour, Arzt und Universalgelehrter, Lyriker und Romanautor hat als Verfasser des ketzerischen und als obszön eingestuften Lukianischen Dialogromanes mit dem Titel LE MOYEN DE PARVENIR die nächsten Jahrhunderte französischer Sprache und Literatur maßgebend beeinflußt, z.B. Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (Le Mariage de Figaro), Honoré de Balzac und Gustave Flaubert. Verville's LE MOYEN DE PARVENIR hat in der englischen Literatur auch Laurence Sterne (1713-1768) und dessen "Tristram Shandy" beeinflußt. Dogmatiker, Diktatoren, Heuchler, Ketzerschnüffler jedweder Coleur - kurzum das geistige Gefolge des Großfürsten Grippeminaud bei Rabelais - hätten Verville's Roman aus der Abtei von Thelema, der Abtei des Freien Willens, nahezu ahistorisch - zu allen Zeiten und an allen Orten - schon immer gerne verbrannt. Für das geistige Leben in Frankreich war und ist Béroalde de Verville's Roman LE MOYEN DE PARVENIR, der in Deutschland nur als ,Schmutz und Schund' bezeichnet worden ist, ein Jahrtausendroman, der nach 400 Jahren auch im neuen Jahrtausend nicht an Bedeutung, Brisanz und Aktualität verloren hat.
----------- Zielgruppe: einerseits alle Menschen, die mit der Abtei Thelema sympathisieren - andererseits könnte die Lektüre dieses Jahrtausendromanes vielleicht auch den Anhängern des obersten Ketzerschnüfflers Grippeminaud nicht schaden ..........(C) Dr. phil. Pauline Bengelmann, London 2013. Abdruck dieses Textes wird dem Buchhandel gemäß den buchhändlerischen Usancen ausdrücklich gestattet.------------------
Verville, Der Weg zum Erfolg - ZITATE / HIGHLIGHTS aus: Béroalde de Verville . Der Weg zum Erfolg . wortgetreue, vollständige und ungekürzte DEUTSCHE ERSTAUSGABE des unzensierten, von der spanischen Inquisitionsbehörde verbotenen Renaissanceromanes LE MOYEN DE PARVENIR (Paris 1610), München 2013 . Herausgegeben von Dr. phil. Valentino BONVICINI . Übersetzung aus dem Französischen von Barbara Scholz, Hamburg . Der Verfasser dieses anonym erschienenen, staats- und kirchenkritischen 500-Seiten-Buches mit eingestreuten obszönen, frivolen, erotischen, amüsanten und burlesken Novellen wurde mit der Verbrennung bei lebendigem Leibe im Rahmen eines sog. Autodafés vor einer Kirche nach feierlicher Prozession bedroht . © Bengelmann Verlag,Munich 2012. ALL RIGHTS RESERVED . COPYRIGHTED MATERIAL! Abdruck nur dem Buchhandel nach den buchhändlerischen Usancen ausdrücklich gestattet!-------------------------------
------------------------"Überdies, Frauen sind Engel in der Kirche, Teufel im Haus, und Affen im Bett" (Béroalde de Verville, Der Weg zum Erfolg, Kap. 63)
"Madame, erwacht, und merkt Euch, daß ein gut verwendeter Schlitz, insbesondere in Paris, ebenso viel wert ist wie Prokura und mehr als zwei Meiereien. Mädchen, ......." (Béroalde de Verville, Der Weg zum Erfolg, wortgetreue, vollständige und ungekürzte DEUTSCHE ERSTAUSGABE des unzensierten, von der spanischen Inquisitionsbehörde 1610 verbotenen Renaissanceromanes LE MOYEN DE PARVENIR (Paris 1610), München 2013, Herausgegeben von Dr. phil. Valentino BONVICINI, Übersetzung aus dem Französischen von Barbara Scholz, Hamburg;-----------
--------------------------------------Dieses Buch - die Deutsche Erstausgabe des MdP: Der französische Renaissanceroman "Le Moyen de Parvenir" von Béroalde de Verville liegt hier erstmals in wortgetreuer, vollständiger und ungekürzter Übersetzung aus der französischen Sprache, einschließlich der lateinischen Textstellen, in die deutsche Sprache vor. Die Übersetzung aus der französischen Sprache besorgte Barbara Scholz, die Übersetzung und Kommentierung der lateinischen Textstellen Christoph Sax. Herausgegeben und kommentiert wird das Gesamtwerk von Dr. phil. Valentino Bonvicini. ------------------------------------------
Zur Hauptbeschreibung ein Dossier von Dr .phil. Pauline Bengelmann, London, und Dr .phil. Valentino Bonvicini, London / Malta: -----------------------------------------
DER RENAISSANCE- ROMAN VON 1610, AUF DEN DIE GEISTIGEN WEGBEREITER DER FRANZÖSISCHEN AUFKLÄRUNG - MARGUERITE DE ANGOULÊME oder VALOIS, Königin von Navarra (1492 - 1549), BONAVENTURE DES PERIERS (1501 - 1544) und der große RABELAIS (1483 - 1553) gerne gewartet hätten! Für freies Denken und die freie Rede! Gegen den Großfürsten Grippeminaud und seine 'bêtes noires', seine 'schwarzen Bestien', die 'Ketzerschnüffler', die Gustave Doré (1832 - 1883) bei ihrer Arbeit gezeichnet hat (Original in unserem Buch reproduziert!)- im Hintergrund die Galgen mit den Gehenkten. Vielleicht würde Verville heute über die 'Fernseh-Gebühren-Stasi'-Leute schreiben, die ausspionieren, wer in welcher Wohnung mit welchen anderen Leuten mit und ohne Fernsehgerät mit wie vielen Computern wohnt.
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In welcher historischen Situation das ca. 1610 oder 1612 anonym erschienene Werk "Le Moyen de Parvenir" (MdP) entstanden ist: Der Verfasser des Mdp stellt im Kapitel 15 als Redner selbst den Bezug zur Inquisition her, wenn er schreibt: "Seht, es ist nicht mehr als dieser Text nötig, um viele arme Leute verbrennen zu lassen". Und zu Beginn des 111. Kapitels schreibt Verville dann abschließend: "...Messieurs, Ihr sagt, daß ich verrückt sei? ich wollte, ich wäre es; der Scheiterhaufen bliebe mir erspart, falls ich eine Ketzerei beginge; aus dem Gefängnis ließe man mich frei...". In Frankreich bedrohte die von Rom gesteuerte Inquisitionsbehörde alle "Ketzer" mit dem Feuertod , der Verbrennung bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen, meist im Rahmen eines öffentlichen Glaubensaktes (lat. Sermo generalis, auch Actus fidei, Autodafé - umgangssprachlich einfach nur "Auto" genannt), vor einer Kirche und nach feierlicher Prozession. Die Abschaffung der Inquisition in Frankreich erfolgte erst durch Ludwig XIV . ---------------------------------------------------------Der Autor: Der Verfasser des "MdP" ist nach einhelliger Auffassung der Literaturwissenschaft Béroalde de Verville, der jedoch stets seine Urheberschaft vehement abgestritten hat. Béroalde de Verville, Kanonikus, Arzt und Universalgelehrter, wurde am 27. April 1556 in Paris geboren und starb nach heutiger Lehrmeinung ca. 1629 in Tours. ---------------------------------------------------------------------© Bengelmann Verlag Munich 2013 . All Rights Reserved. Abdruck entsprechend den buchhändlerischen Usancen und Zitieren entsprechend den Zitierregeln des deutschen Urheberrechtes werden ausdrücklich gestattet.
Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905)
Lexikonbeitrag zu Béroalde de Verville
Béroalde de Verville
Béroalde de Verville (spr. wärwil'), François, franz. Schriftsteller, geb. 1558 in Paris, gest. 1612 in Tours, Sohn eines zum Protestantismus übergetretenen Bischofs, trat später zum Katholizismus zurück. Von seinen zahlreichen Schriften in Prosa und Versen ist die bekannteste die anonym ohne Jahr herausgegebene »Le moyen de parvenir« (öfter neugedruckt; hrsg. von Royer, Paris 1896, 2 Bde.), worin sehr geistreiche mit sehr anstößigen Tischgesprächen abwechseln. Die Schrift ist bis auf unsre Zeit viel gelesen u. hat großen Einfluß geübt (z. B. auf Beaumarchais). Zitiert nach: http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905-1909
Verville's LE MOYEN MOYEN DE PARVENIR bzw. DER WEG ZUM ERFOLG bzw. THE WAY TO SUCCEED ist die französische COCK-AND- BULL-STORY, Laurence Sterne's TRISTRAM SHANDY ist die englische COCK-AND-BULL-STORY, erschienen1759 - 1767. ----------------------
---Stellungnahmen der Literaturgeschichte zu Verville's LE MOYEN DE PARVENIR (1610) - Ein Dossier von Dr. phil. Pauline Bengelmann, London: ----
Das MdP in Frankreich: In Frankreich war die Wirkung dieses Renaissanceromans "sehr beträchtlich, & es hat sehr viele Ausgaben erlebt", schreibt im Jahre 1913 Herbert Reiche in seiner Dissertation (Universität Leipzig). Das MdP atmet den Geist der berühmten Abtei Thelema, der Abtei des freien Willens (Rabelais, Gargantua, 1. Buch). Herbert Reiche verweist in seiner Dissertation 1913 (Universität Leipzig, damals Königreich Sachsen) auf die von Royer herausgegebene französische Ausgabe des "MdP" von 1896, in welcher 28 frühere Ausgaben aufgezählt werde . Herbert Reiche verweist auch darauf, daß im 19. Jahrhundert das MdP zusammen mit Rabelais' "Gargantua & es hat sehr viele Ausgaben erlebt", schreibt im Jahre 1913 Herbert Reiche in seiner Dissertation (Universität Leipzig). Das MdP atmet den Geist der berühmten Abtei Thelema, der Abtei des freien Willens (Rabelais, Gargantua, 1. Buch). Herbert Reiche verweist in seiner Dissertation 1913 (Universität Leipzig, damals Königreich Sachsen) auf die von Royer herausgegebene französische Ausgabe des "MdP" von 1896, in welcher 28 frühere Ausgaben aufgezählt werde . Herbert Reiche verweist auch darauf, daß im 19. Jahrhundert das MdP zusammen mit Rabelais' "Gargantua & Pantragruel" in Balzacs "Contes drolatiques" eingegangen ist. Im 20. Jahrhundert haben etliche französische Verlage mit einem anspruchsvollen Belletristikprogramm ihre eigene Ausgabe des "MdP"
herausgebracht. Gegenwärtig (2013) ist "online" bei einer großen Internetbuchhandlung in Frankreich eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Ausgaben des MdP lieferbar. Eine umfangreiche Arbeit zum MdP hat Michel Renaud im Jahre 1984 an der Université de Clermont-Ferrand II vorgelegt . ---
---In Kindlers Literatur Lexikon heißt es zum MdP: "LE MOYEN DE PARVENIR, ... Lukianischer Dialog von BEROALDE DE VERVILLE (d.i. François Brouart, 1556 - 1629?), entstanden um 1580, Erstdruck 1610.-Béroalde de Verville schildert in diesem Buch ein fiktives Gastmahl; als Gastgeberin fungiert Madame Sagesse , der Hausherr ist Béroalde selbst. Die Gäste des Symposions sind berühmte Männer und Frauen aus Antike und Gegenwart. Es kommt zu heiter gelehrten Tischgesprächen, bei denen in wechselnden Konstellationen Herodot mit Erasmus, Pythagoras mit Leone Ebreo oder Alkibiades mit Martial und Marguerite de Valois diskutieren. Diktion und Inhalt der Äußerungen sind dem jeweils Sprechenden angemessen, sei es, daß sein Stil parodiert, seine Lehrmeinung hinterhältig ad absurdum geführt oder ihm schlichtweg das Gegenteil dessen in den Mund gelegt wird, was seinen tatsächlichen Ansichten entspricht. Ein besonderer Reiz des Werkes besteht darin, daß Nichtiges und Ungereimtes scheinbar ernsthaft und mit argumentativen Finessen behandelt werden. Eingestreut sind eine Fülle von Bonmots, Anekdoten und Novellen. Béroalde erzählt flüssig und gewandt, in gutmütig spöttischem Ton, bisweilen auch weitschweifiger als erforderlich. Das mutwillige Unterbrechen der Rede ist zum Strukturprinzip erhoben. Die Anekdoten und Schwänke sind durchweg derb, an urwüchsiger Obszönität stehen sie den Facetien POGGIOS in nichts nach. - Welchen Wert man diesem in der Tradition Lukianischer Erzählkunst stehenden Werk beimaß, geht daraus hervor, daß man es lange Zeit RABELAIS zuschrieb, beziehungsweise annahm, Béroalde habe das Manuskript in Rabelais' Nachlaß gefunden und, mit einigen Änderungen versehen, abgedruckt".
Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905)
Lexikonbeitrag zu Béroalde de Verville
Béroalde de Verville
Béroalde de Verville (spr. wärwil'), François, franz. Schriftsteller, geb. 1558 in Paris, gest. 1612 in Tours, Sohn eines zum Protestantismus übergetretenen Bischofs, trat später zum Katholizismus zurück. Von seinen zahlreichen Schriften in Prosa und Versen ist die bekannteste die anonym ohne Jahr herausgegebene »Le moyen de parvenir« (öfter neugedruckt; hrsg. von Royer, Paris 1896, 2 Bde.), worin sehr geistreiche mit sehr anstößigen Tischgesprächen abwechseln. Die Schrift ist bis auf unsre Zeit viel gelesen u. hat großen Einfluß geübt (z. B. auf Beaumarchais). Zitiert nach: http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905-1909
Der deutsche Dichter Friedrich Maximilian Klinger (1752 - 1831), von dem die Epoche des Sturm und Dranges ihren Namen bekommen hat, äußerte sich in seinen ,Betrachtungen und Gedanken über verschiedene Gegenstände der Welt und der Literatur' (Köln und St. Petersburg, Hammer, d. i. Leipzig, Hartknoch, 1803-1805) wie folgt:
,Der lustige Kanonikus Franz Beroalde, Herr zu Verville, wirft in seinem kaustischen (= ätzenden, Anmerk. Pauline B.) und nur zu schmutzigen Bankett manchmal sehr närrisch-gescheite Fragen auf. Unter andern: »Woraus setzen die Leute, welche die Geschäfte der Welt betreiben, dieselben zusammen?« »Aus dem Gute der andern.« - »Was sind die Geschäfte der Welt?« »Ein Mittel, fortzukommen.« - Das Mittel, fortzukommen, umfaßt alles, ist selbst aus vier Elementen des Betrugs (piperies) und aus der Quintessenz der Kniffe zusammengesetzt. Die Bezeichnung der vier Elemente und ihrer Quintessenz mag man bei dem Kanonikus selbst aufsuchen: Er trägt die Schellenkappe der Narren seiner Zeit und setzt sie oft lachend denen auf, die sich für kluge Leute halten.' (Ende Zitat F.M. Klinger) -----------------------------------------------------
--------------------------------Auszug aus einem literaturwissenschaftlichem Essay von Dr. phil. Pauline Bengelmann, London, zur moralphilosophischen Problematik in Hardy's Roman TESS © Bengelmann Verlag (Publishing House) . EDITION BONVICINI, Munich 2013. All rights reserved. Abdruck als Zitat unter Angabe der Zitierstelle nach dem deutschen Zitierrecht und nach den buchhändlerischen Usancen wird dem Buchhandel ausdrücklich gestattet!
Das damals (1891) noch dreibändig (vorsorglich für den Fall, daß ein Band wegen einer inkriminierten Textstelle verboten werden sollte...) edierte Werk TESS OF THE D'URBERVILLES - A PURE WOMAN by THOMAS HARDY war in einem Paket, welches in dem Roman SHADES OF GREY von E. L. JAMES (13. Aufl. 2012, Goldmann Verlag) an Miss Anastasia Steele adressiert war. Aus der Sicht der Motivgeschichte und der Komparatistik scheint es viele Parallelen zwischen den beiden Romanen von Thomas Hardy und E. L. James zu geben. Es ist das tiefenpsychologische Dilemma, in Zweierbeziehungen die Verschiedenheit der sozialen Herkunft zu verarbeiten (PYGMALION-Effekt bei G.B. SHAW). Bei einem denkbaren Remake von SHADES OF GREY wäre vorstellbar, daß die Protagonistin Anastasia Steele den Hardy-Roman anders verarbeitet und skeptischer wird; sie hätte auch den skeptizistischen französischen Renaissanceroman LE MOYEN DE PARVENIR (1610) - DER WEG ZUM ERFOLG von Béroalde de Verville zuerst als wertvolles Geschenk eines Multimillionäres in einem Paket erhalten können; die Lektüre dieses Romanes hätte das Unvermögen ihrer ungebildeten Mutter (siehe unten) ausgleichen können und sie womöglich skeptischer gemacht, was die Männer ('danger in men-folk' im eng. Originaltext, siehe unten) betrifft. ----------------------------Was ist ein Jahrtausendroman?
Ein literatursoziologischer und literaturgeschichtlicher Beitrag von Dr. phil. Pauline Bengelmann, London, Dr. phil. Valentino Bonvicini, Malta / London und Dr. phil. Wilfried Hartmut Rathgeber, Malta. © Bengelmann Verlag e.K., Munich 2014. All Rights Reserved. Nachdruck nur für den Buchhandel nach den buchhändlerischen Usancen ausdrücklich gestattet.
Ein Jahrtausendroman ist idealiter ein solcher Roman, der über viele Jahrhunderte hinweg gedruckt, verbreitet, gelesen und beachtet worden ist - sei es, daß dieser Roman gefeiert oder verdammt worden ist, ja sogar verboten und verbrannt worden ist. Was das auf den Index verbotener Werke Setzen und das Verbrennen eines Romanes betrifft, aber auch eines Dramas oder eines Gedichtes, so ist zu sagen, daß hierdurch ein jedes Werk gleichsam geadelt wird. Denn je mehr ein solches Werk gleichsam den Geist der Abtei des Freien Willens, des Klosters Thélème, atmet, desto wahrscheinlicher ist es, daß es zu allen Zeiten deshalb angefeindet oder verboten worden ist, weil es weitgehend überhistorisch, geradezu ahistorisch, das angreift, was die Entwürdigung und die Unfreiheit des Menschen seit Jahrhunderten trotz des gesellschaftlichen Wandels ausmacht; der besagte kaustische Angriff gilt somit den offenbar überzeitlichen-ahistorischen Unzulänglichkeiten der gesellschaftlichen Bedingungen menschlichen Seins. Dieser ahistorische Angriff des kritischen, unbeugsamen und unbestechlichen menschlichen Geistes, dessen Materialisation das Jahrtausendwerk ebenso wie das Jahrhundertwerk ist, auf gesellschaftlich zu allen Zeiten und an allen Orten auftretende Mißstände und Unzulänglichkeiten, ist ein Zeichen dafür, daß das Werk und sein Verfasser Geschichte geschrieben haben. Wie das Werk von Federico García Lorca (1898 - 1936), der von den spanischen Falangisten ermordet worden ist, weil seine Worte für gefährlicher gehalten worden sind als alle Gewehre. Ein Jahrtausendroman und ebenso ein Jahrtausenddrama oder Jahrtausendlyrik hat somit nicht nur Geschichte geschrieben, sondern reicht nach literatursoziologischer Einschätzung bis weit in das soeben begonnene Jahrtausend hinein, was sozio-kulturelle analytische Kraft, Brisanz, Kaustik, also ätzende, schonungslose kritisch-reflexive Sprengkraft, somit Bedeutung und Ästhetik des Denkens, betrifft. In den Begriff des Jahrtausendromanes geht somit eine subjektive Zuschreibung, eine Attribution derjenigen ein, die im Literaturbetrieb das Sagen haben oder sich diese Position zumindest selber zuschreiben können. Und dies ist die Gefahr, daß der Begriff des Jahrtausendromanes korrumpiert wird! Unvermeidlich geht in den Begriff des Jahrtausendromanes jedoch auch etwas Erwartungsvolles, Spekulatives und Vorausschauendes mit ein, eine subjektive Erwartungshaltung desjenigen, der sich anmaßt, vorauszuschauen. Ein Roman, der auf kurzfristiger Vermarktung billiger Klischees sich begründet, wird trotz hohe Verkaufszahlen niemals Kandidat für das Attribut eines Jahrtausendromanes werden. Wir werden in unserer in Vorbereitung befindlichen Literaturgeschichte des letzten halben Jahrtausends die Werke benennen, die wir als Jahrtausendwerke und Jahrhundertwerke auf den Gebieten des Dramas, der Lyrik und des Romanes bezeichnen wollen. So viel können wir jetzt schon sagen, daß auf unserer Vorschlagsliste folgende Werke bzw. Schriftsteller nicht fehlen werden: Georg Trakl und seine Gedichte, z.B. ,Ein Winterabend' und ,Traum des Bösen', Dantes ,Göttliche Komödie' (1605), Leone Ebreo's ,Dialoghi di amore' (1590), Cervantes' ,Don Quichotte" (1605), Garcilaso Inca de la Vega's ,La Florida del Inca' (1605), Rabelais' ,Gargantua & Pantagruel' (1532 ff), Verville's , Le Moyen de Parvenir' (1610), Lew Tolstoi's ,Krieg und Frieden', Dostojewski's ,Schuld und Sühne', Victor Hugo's ,Die Elenden'. --------------------© Bengelmann Verlag e.K., Munich 2014. All Rights Reserved. Nachdruck nur für den Buchhandel nach den buchhändlerischen Usancen wird ausdrücklich gestattet.-------------
-------------Das MdP in Frankreich: In Frankreich war die Wirkung dieses Renaissanceromans "sehr beträchtlich, & Pantragruel" in Balzacs "Contes drolatiques" eingegangen ist. Im 20. Jahrhundert haben etliche französische Verlage mit einem anspruchsvollen Belletristikprogramm ihre eigene Ausgabe des "MdP"
herausgebracht. Gegenwärtig (2013) ist "online" bei einer großen Internetbuchhandlung in Frankreich eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Ausgaben des MdP lieferbar. Eine umfangreiche Arbeit zum MdP hat Michel Renaud im Jahre 1984 an der Université de Clermont-Ferrand II vorgelegt .
Im Kindlers Literatur Lexikon heißt es zum MdP: "LE MOYEN DE PARVENIR, ... Lukianischer Dialog von BEROALDE DE VERVILLE (d.i. François Brouart, 1556 - 1629?), entstanden um 1580, Erstdruck 1610.-Béroalde de Verville schildert in diesem Buch ein fiktives Gastmahl; als Gastgeberin fungiert Madame Sagesse , der Hausherr ist Béroalde selbst. Die Gäste des Symposions sind berühmte Männer und Frauen aus Antike und Gegenwart. Es kommt zu heiter gelehrten Tischgesprächen, bei denen in wechselnden Konstellationen Herodot mit Erasmus, Pythagoras mit Leone Ebreo oder Alkibiades mit Martial und Marguerite de Valois diskutieren. Diktion und Inhalt der Äußerungen sind dem jeweils Sprechenden angemessen, sei es, daß sein Stil parodiert, seine Lehrmeinung hinterhältig ad absurdum geführt oder ihm schlichtweg das Gegenteil dessen in den Mund gelegt wird, was seinen tatsächlichen Ansichten entspricht. Ein besonderer Reiz des Werkes besteht darin, daß Nichtiges und Ungereimtes scheinbar ernsthaft und mit argumentativen Finessen behandelt werden. Eingestreut sind eine Fülle von Bonmots, Anekdoten und Novellen. Béroalde erzählt flüssig und gewandt, in gutmütig spöttischem Ton, bisweilen auch weitschweifiger als erforderlich. Das mutwillige Unterbrechen der Rede ist zum Strukturprinzip erhoben. Die Anekdoten und Schwänke sind durchweg derb, an urwüchsiger Obszönität stehen sie den Facetien POGGIOS in nichts nach. - Welchen Wert man diesem in der Tradition Lukianischer Erzählkunst stehenden Werk beimaß, geht daraus hervor, daß man es lange Zeit RABELAIS zuschrieb, beziehungsweise annahm, Béroalde habe das Manuskript in Rabelais' Nachlaß gefunden und, mit einigen Änderungen versehen, abgedruckt".
Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905)
Lexikonbeitrag zu Béroalde de Verville
Béroalde de Verville
Béroalde de Verville (spr. wärwil'), François, franz. Schriftsteller, geb. 1558 in Paris, gest. 1612 in Tours, Sohn eines zum Protestantismus übergetretenen Bischofs, trat später zum Katholizismus zurück. Von seinen zahlreichen Schriften in Prosa und Versen ist die bekannteste die anonym ohne Jahr herausgegebene »Le moyen de parvenir« (öfter neugedruckt; hrsg. von Royer, Paris 1896, 2 Bde.), worin sehr geistreiche mit sehr anstößigen Tischgesprächen abwechseln. Die Schrift ist bis auf unsre Zeit viel gelesen u. hat großen Einfluß geübt (z. B. auf Beaumarchais). Zitiert nach: http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905-1909
Der deutsche Dichter Friedrich Maximilian Klinger (1752 - 1831), von dem die Epoche des Sturm und Dranges ihren Namen bekommen hat, äußerte sich in seinen ,Betrachtungen und Gedanken über verschiedene Gegenstände der Welt und der Literatur' (Köln und St. Petersburg, Hammer, d. i. Leipzig, Hartknoch, 1803-1805) wie folgt:
,Der lustige Kanonikus Franz Beroalde, Herr zu Verville, wirft in seinem kaustischen und nur zu schmutzigen Bankett manchmal sehr närrisch-gescheite Fragen auf. Unter andern: »Woraus setzen die Leute, welche die Geschäfte der Welt betreiben, dieselben zusammen?« »Aus dem Gute der andern.« - »Was sind die Geschäfte der Welt?« »Ein Mittel, fortzukommen.« - Das Mittel, fortzukommen, umfaßt alles, ist selbst aus vier Elementen des Betrugs (piperies) und aus der Quintessenz der Kniffe zusammengesetzt. Die Bezeichnung der vier Elemente und ihrer Quintessenz mag man bei dem Kanonikus selbst aufsuchen: Er trägt die Schellenkappe der Narren seiner Zeit und setzt sie oft lachend denen auf, die sich für kluge Leute halten.' (Ende Zitat F.M. Klinger)

Zu den Autoren:
Béroalde de Verville, Kanonikus, Arzt und Universalgelehrter, Lyriker und Romancier, überaus erfolgreicher Schriftsteller, dessen Werke zum französischen Kulturgut gehören wie etwa Victor Hugo oder Emile Zola. (*27. April 1556 in Paris, gest. zwischen 1612 und (nach anderer Lehrmeinung) 1629 in Tours. Über seine Persönlicheit wird berichtet, daß er wohl ein Ketzer und Freidenker gewesen sei, in Armut und Existenzangst lebte und ständig befürchten mußte, auf dem Scheiterhaufen der französischen Inquisitiion bei lebendigem Leibe im Rahmen der damals üblichen Autodafés verbrannt zu werden. Desweiteren wird er als bei den Frauen sehr erfolgreicher Liebhaber und als Gourmet charakterisiert - als Mann, der zu leben verstand. Sein frivoles, obszönes, burleskes, amüsantes, zynisches, jedoch auch staats- und kirchenkritisches Hauptwerk, der barocke RENAISSANCEROMAN ' LE MOYEN DE PARVENIR' (Paris 1610 anonym erschienen; Erste vollständige und ungekürzte Übersetzung in die deutsche Sprache aus dem Französischen einschließlich der lateinischen Textstellen: DER WEG ZUM ERFOLG, Übersetzung: Barbara Scholz, erschienen im Bengelmann Verlag (Publishing house), Munich 2013) wird oft fälschlich der Schwankliteratur (Facetien) zugerechnet - eine Beurteilung, die seiner Bedeutung nicht gerecht wird, wie der Münchner emeritierte Professor Dr. Werner von Koppenfels (Institut für Anglistik der Universität München) in seiner Studie DER ANDERE BLICK (Beck Verlag, Münchenh 2007) nachgewiesen hat. Hiernach steht Verville's Hauptwerk in der philosophischen Tradition des Menippos und des Lukian, der 'schamlosen Freiheit der Rede und des Denkens, wie sie an Frêre Jeans Tafelrunde herrscht" (Koppenfels, op. cit., S. 230 ff) verpflichtet. Eine Schrift, die Heuchler, Duckmäuser, Dogmatiker, Tyrannen und Ketzerschnüffler jedweder Coleur auch heute noch gerne verbrennen würden ......Eine Schrift aus dem Rabelais'schen Kloster, der Abtei von Thélème, der Abtei des Freien Willens. Barbara Scholz (Berlin und London), Freie Lektorin und Übersetzerin für die französische und die englische Sprache. Zusammen mit Dipl.-Ing.agr. Dr.rer.nat. Paul Lutz, Paris, 2008/2009 erstmalige Übersetzung der Schriften des Ferdinand Comte d'Esterno (Journal de l'agriculture, 1876 ff) über von diesem erfundene Flugmaschinen und über die Wölfe in Frankreich in die deutsche Sprache (Deutsche Erstauflage bei Bengelmann Premium). Derzeit arbeitet sie an einer wortgetreuen, vollständigen und ungekürzten Übersetzung von Thomas Hardy's Roman TESS OF THE D'URBERVILLES in der unzensierten Fassung von 1891. ---------------------------------------------------------------------------------------------------- Su Rathgeber, Magister Artium (M.A.) der Theaterwissenschaft, Psychologie und Kommunikationswissenschaft, war jahrelang international als Tänzerin und Personal Fitness Trainer tätig und hat an renommierten Instituten wie Sydney Western University und Malta Universitiy unterrichtet. Sie ist TESOL-qualifizierte Englischlehrerin und lebt derzeit als freischaffende Lektorin, Dozentin und Übersetzerin in New York und Malta. Beratende Mitwirkung beim Verlagsprojekt "Verville, Der Weg zum Erfolg - Deutsche Erstausgabe" und bei Übersetzungen aus englischsprachiger Sekundärliteratur zu Beroalde de Verville und Pierre Charron sowie redaktionelle Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Einleitung in das Gesamtwerk des Reihenherausgebers (REIHE BENGELMANN PREMIUM9 Dr. phil. W. H. Rathgeber und des Herausgebers Dr. phil. Valentino Bonvicini. . -------------------------------------------------------------------------------------------------- Bouton, Charles Marie, Maler, geb. am 16.05.1781 in Paris, + am 28.06.1853 in Paris. Bouton war ein Schüler Davids und J. V. Bertins, schuf Architekturstücke in der Art Paninis und Canalettos; zu Lebzeiten sehr geschätzter Maler. Gute Perspektive, geschickte Verteilung des Lichts zeichnen seine Werke aus. Mit Daguerre hat Bouton das Diorama (Schaukasten mit Panorama im Hintergrund) erfunden. Christoph Sax, StD, Klassischer Philologe im Gymnasialdienst. Sein Kommentar zu den lateinischen Textstellen steht unter dem Motto 'prout in suo quisque sensu abundat ...'.--- ----Das Motto des Herausgebers Valentino Bonvicini lautet: NOLI TURBARE CIRCULOS MEOS (Aristoteles). ------Und auch: FREIHEIT KANN IMMER NUR DIE FREIHEIT DES ANDERSDENKENDEN SEIN (Rosa Luxemburg)---- Dr. phil. Valentino Bonvicini hat die Einleitung zur deutschen Ausgabe verfaßt. - Dr. Valentino Bonvicini und Luigi Modiano, Malta und London, sind Herausgeber und Berater zu den Kommentaren zu den Fußnoten in der französischen Ausgabe von BÉROALDE DE VERVILLE's LE MOYEN DE PARVENIR von 1841, erschienen in Paris bei Charles Gosselin, herausgegeben von Paul L. Jacob.

ISBN 393017734X
EAN 9783930177349
Seiten 446 Seiten
Veröffentlicht Juli 2021
Verlag/Hersteller Bengelmann Verlag
Autor Béroalde de Verville
Übersetzer Übersetzt von Barbara Scholz, Christoph Sax

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