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Birgit Bucher diskutiert gleichermaßen wissenschaftstheoretisch wie anwendungsbezogen, inwiefern die in der traumapädagogischen Praxis als zentral geltenden Konzepte durch eine explizit psychoanalytische bzw. psychoanalytisch-pädagogische Fundierung an Gehalt und Tiefendimension gewinnen können. Sie zeigt, wie insbesondere die den Frühen Dialog beschreibenden, interaktionellen Konzepte Holding, Containment und Mentalisierung sowie die für die psychoanalytische Theoriebildung und Methodik zentralen Konzepte Übertragung und Gegenübertragung, Wiederholungszwang und Szenisches Verstehen für die Traumapädagogik genutzt werden können. Praxisnah und anhand von Fallbeispielen skizziert die Autorin den Nutzen der Integration psychoanalytisch-pädagogischer Wissensbestände in die traumapädagogische Aus- und Weiterbildung.
Birgit Bucher ist Psychologische Beraterin und stellvertretende Leiterin einer Berliner Erziehungs- und Familienberatungsstelle. An der Fachhochschule Potsdam hat sie das Curriculum der Weiterbildung 'Traumapädagogik' mitbegründet, für die sie auch als Dozentin tätig ist. Sie ist eine der drei Gastgeberinnen des Podcasts 'Hilfe Trauma!'.
Stand: März 2026
Vorwort Barbara Neudecker
1 Einleitung
2 Trauma im psychosozialen Kontext Zugänge von Traumapädagogik, Psychoanalyse und Psychoanalytischer Pädafgogik 2.1 Trauma als Gegenstand: Die Etablierung der Traumapädagogik als eine Fachrichtung mit hoher Praxisorientierung 2.1.1 Entstehung, Selbstverständnis und zentrale Konzepte der Traumapädagogik 2.1.2 Der Traumabegriff der Traumapädagogik in ausgewählten Monografien, Periodika und Sammelbänden 2.1.3 Traumapädagogische Diagnostik 2.1.4 Psychoanalytisch-pädagogische Zugänge der Traumapädagogik 2.2 Trauma in der Psychoanalyse 2.2.1 Die Anfänge psychoanalytischer Traumatheorie: Entwicklung eines psychoökonomischen Trauma-Modells 2.2.2 Vom psychoökonomischen zum objektbeziehungstheoretischen Trauma-Modell 2.2.3 Neuere traumabezogene Konzepte und Schlussfolgerungen aus den Erkenntnissen der Frühentwicklung 2.3 Trauma im theoretischen Fokus von Psychoanalytischer Pädagogik 2.3.1 Anwendung der Psychoanalyse in der Pädagogik? 2.3.2 Ist die Psychoanalytische Pädagogik nicht eigentlich im Kern schon eine Form der Traumapädagogik?
3 Perspektiverweiterung traumapädagogischer Konzepte durch die Psychoanalyse Psychoanalytisch fundierte Traumapädagogik 3.1 Das Konzept von Übertragung und Gegenübertragung und die Projektive Identifizierung als Entwicklungsraum 3.2 Das Konzept des Guten Grundes durch Szenisches Verstehen und Fördernden Dialog vertiefen 3.3 Das Konzept des Sicheren Ortes in seiner Tragfähigkeit durch Optimalstrukturierung, Holding und Containing stärken
4 Schlussfolgerungen für Aus- und Weiterbildung zur Professionalisierung Sozialer Arbeit mit traumatisierten Menschen 4.1 Chancen und Grenzen der Integration psychoanalytisch-pädagogischer Wissensbestände in die traumapädagogische Aus- und Weiterbildung 4.2 Gruppenanalytische Selbsterfahrung zur Förderung der Selbstreflexivität 4.3 Szenisches Verstehen als psychoanalytisch orientierte Selbstreflexion 4.4 Professionelles Arbeiten in und an Grenzen: Szenisches Verstehen eines Fallberichtes 4.5 Schlussbemerkung
Literatur
Danksagung