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Nebukadnezar ist tot. Ihm folgt sein Sohn Amel-Marduk auf den Thron. Dieser wird jedoch nach nur zweijähriger Regierungszeit von seinem Schwager Nergal-sarra-usur ermordet, der die Macht über Babylonien an sich reißt. Auch er kann sich nicht lange an der Macht halten. Er erliegt einem Mordanschlag seiner Schwiegermutter, die den Tod ihrer Söhne rächen und ihren Enkel Labasi auf dem Thron Babylons sehen will. Doch auch der Kindkönig hat keine Chance, das Erbe seines ruhmreichen Großvaters fortzusetzen. Der ehrgeizige General Nabonid beseitigt den Jungen und macht sich selbst zum König von Babylon. Sein erklärtes Ziel nach seiner Krönung ist es, die Macht der Priester des Gottes Marduk zu brechen, die zu reich und einflussreich geworden sind. Nach zwei gescheiterten Mordversuchen auf ihn, zieht er sich in die Oase Tayma zurück, um von dort aus das Reich zu regieren und überlässt seinem Sohn Belsazar die Stadt Babylon. Mit den Machtkämpfen im Innern beschäftigt, entgeht Nabonid jedoch das Aufblühen einer ganz neuen Großmacht im Nordosten der Babylonier, den Persern, die schon bald ihre Finger nach den Nachbarstaaten ausstrecken. Geschickt nutzen sie den Machtkampf zwischen König und den Priestern des Marduk für ihre Interessen aus.
Die 1956 in Berlin geborene Autorin hat sich auf das Schreiben von historischen Romanen spezialisiert. Vorrangig fasziniert sie das Altertum, die Geschichte der Ägyptern, Assyrers und Babyloniern. Für ihre Recherchen zu ihren Romanen hat sie unzählige Reisen in jene Gebiete unternommen. Aber auch dem Ansturm der Mongolen hat sie einen dreiteiligen Fortsetzungsroman gewidmet und die römische Kaiserzeit in ihren Romanen aufgearbeitet. Besonders interessiert sie dabei die Rolle berühmter Frauen wie Messalina, Semiramis, Nofretete und Hatschepsut, die bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben.