Blick ins Buch

Birte Steiniger

Deutsche Vererbungsforschung vor und in der NS-Zeit

Individuelle Wege zwischen Biologie und Medizin: Günther Just (1892-1950), Heinrich Poll (1877-1939) und Fritz Steiniger (1908-1985). mit 15 Abbildungen. 21,7 cm / 16,0 cm / 1,5 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 175 Seiten
EAN 9783847119654
Veröffentlicht März 2026
Verlag/Hersteller V & R Unipress GmbH

Auch erhältlich als:

eBook (pdf)
40,00
40,00 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Die Erbforscher Heinrich Poll, Günther Just und Fritz Steiniger haben vor und während der NS-Zeit umfangreich publiziert, sind jedoch bisher wenig beachtet worden. H. Poll erkundete trotz seiner jüdischen Abstammung auch die Korrelation von körperlichen Merkmalen mit der 'Rassenzugehörigkeit' von Menschen. G. Just stand dem Rassendenken fern und beschäftigte sich vor der NS-Zeit unter anderem mit Propaganda für Eugenik. Später wandte er sich soziologischen Themen zu. F. Steiniger widmete sich primär ökologischen Fragen, bearbeitete jedoch auch ein neues Tiermodell für erbliche 'Hasenscharten'. In diesem Kontext plädierte er gegen die Zwangssterilisation. Zur Prävention von Fleckfieberepidemien musste er sich im Zweiten Weltkrieg um die Bekämpfung von Läusen in den eroberten baltischen Staaten kümmern. Birte Steiniger erweitert mit diesem Buch das Wissen über drei weniger prominente deutsche Erbforscher in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis und zeigt unerwartete Forschungsthemen und Einstellungen.

Portrait

Prof. Dr. med. Birte Steiniger leitete von 1993 bis 2020 die Abteilung Immunbiologie im Institut für Anatomie und Zellbiologie, Fachbereich Medizin der Universität Marburg.

Hersteller
V & R Unipress GmbH
Robert-Bosch-Breite 6

DE - 37079 Göttingen

E-Mail: productsafety@degruyterbrill.com