Byung-Chul Han

Agonie des Eros

Erweiterte Ausgabe mit einem Vorwort von Alain Badiou. 18,2 cm / 9,8 cm / 1,0 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 94 Seiten
EAN 9783957572776
Veröffentlicht Oktober 2017
Verlag/Hersteller Matthes & Seitz Verlag

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Beschreibung

Der Eros gilt dem Anderen im emphatischen Sinne. In der Hölle des Gleichen, die unsere Gesellschaft zu werden droht, gibt es daher keine erotische Erfahrung. Der heutige Terror der Immanenz, der alles zum Gegenstand des Konsums macht, zerstört das erotische Begehren. Es ist ein fatales Kennzeichen der immer narzisstischer werdenden Gesellschaft, dass der Andere unbemerkt verschwindet. Die Müdigkeitsgesellschaft, in der man erschöpft von sich selbst ist, ohne sich zum Anderen hin befreien zu können, ist eine Gesellschaft ohne Eros. Alain Badiou führt in seinem nachdenklichen Vorwort, das hier erstmals auf Deutsch erscheint, Hans schlagende These fort und untermauert sie mit seiner eigenen Gegenwartsanalyse.

Portrait

Byung-Chul Han, 1959 in Seoul geboren, studierte in Freiburg im Breisgau und München Philosophie, deutschsprachige Literatur und katholische Theologie. Er war Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität der Künste Berlin. Seine Publikationen, die sich u. a. mit der Kritik am Neoliberalismus beschäftigen, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ohne dass es in Deutschland zur Kenntnis genommen worden ist, hat sich Byung-Chul Han inzwischen zu einem Philosophen internationalen Ranges entwickelt: 'Der meistgelesene lebende deutsche Philosoph der Gegenwart ist Koreaner: Byung-Chul Han.' (El Pais) Alain Badiou, 1937 in Rabat geboren, ist Philosoph, Autor und politischer Aktivist. Er lehrte an der École normale supérieure in Paris und gilt mit seinem Konzept des 'revolutionären Ereignisses' als einer der wichtigsten Philosophen der Gegenwart.

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