Chantal Akerman

Eine Familie in Brüssel

18,1 cm / 11,6 cm / 0,8 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 96 Seiten
EAN 9783035807561
Veröffentlicht April 2025
Verlag/Hersteller Diaphanes Verlag
Übersetzer Übersetzt von Claudia Steinitz

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Beschreibung

Die Mutter lebt in Brüssel in der großen ­Wohnung. Der Vater ist vor kurzem gestorben. Eine der ­Töchter lebt in Paris, die andere in Amerika, der Rest der Familie ist über die ganze Welt verstreut, verbunden durch das Telefon und die Toten. Eine ­Familie, in der man kaum miteinander spricht, außer um zu sagen, was es zum Essen geben wird, und das auch nur knapp. In ebenso sparsamen wie eindring­lichen Sätzen, in intimen Beobachtungen des sich wiederholenden Laufs der Zeit wird die Geschichte einer Familie erzählt, die sich verloren hat.
Akermans in erlebter Rede entfalteter Text, der bis auf eine signifikante Ausnahme keine Namen kennt, ist in seiner unsentimentalen Radikalität und zarten Zeichnung ein Porträt des Zwischenmenschlichen überhaupt.

Portrait

Chantal Akerman (1950-2015) war eine belgische Filmregisseurin, Autorin und Künstlerin. Ihr international breit rezipiertes Werk von mehr als 40 Kurz- und Langfilmen brach durch eine völlig neue Bildsprache mit dem gewohnten Erzählkino. In ihren häufig Frauen porträtierenden Filmen werden Dokumentarisches und Fiktion, Komisches und Tragisches, Selbsterfahrung und Fremderkundung mit einer sanften Rigorosität behandelt. Ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter und kurz nachdem sie ihren ebenfalls ihrer Mutter gewidmeten Dokumentarfilm No Home Movie (2014) beim Festival von Locarno präsentiert hatte, nahm Chantal Akerman sich das Leben.

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