Chiara Valentini

Der eigenartige Genosse Enrico Berlinguer

Kommunist und Demokrat im Nachkriegseuropa. Originaltitel: Enrico Berlinguer.
kartoniert, 480 Seiten
ISBN 3801206289
EAN 9783801206284
Veröffentlicht Mai 2022
Verlag/Hersteller Dietz Verlag J.H.W. Nachf
Übersetzer Übersetzt von Klaus Pumberger, Cristiana Dnodi, Andrea Bertazzoni
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Beschreibung

Enrico Berlinguer ist eine Schlüsselfigur der politischen Geschichte Italiens. Von 1972 bis 1984 war er Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens, der größten in einem westlichen Land. Er gilt als Vater des »Eurokommunismus«. Wie kam es, dass Berlinguer diese neue Konzeption eines demokratischen Kommunismus entwickelte und damit neue Wege ging? Worin liegt Berlinguers Bedeutung heute?
Die italienische Journalistin und Schriftstellerin Chiara Valentini zeichnet dazu dicht und fesselnd ein umfassendes, gut dokumentiertes Porträt. Sie berichtet über bislang unbekannte menschliche und politische Dimensionen und beschreibt die Ideen, Leidenschaften, Fehler und Erfolge dieses großen Europäers. Im Zentrum seiner Idee des Eurokommunismus standen die Themen Demokratie als universeller Wert, Unabhängigkeit von Moskau, Eintreten für die europäische Einigung, Einsatz für den Weltfrieden und die damalige »Dritte Welt«, Betonung der »moralischen Frage« in der Politik bis hin zu dem Versuch, gegensätzliche Welten zu integrieren, insbesondere im Zuge des angestrebten »historischen Kompromisses« zwischen Kommunisten und christdemokratischen Katholiken.

Portrait

Chiara Valentini, geb. 1941 in Parma, Studium der Rechtswissenschaften, Mitarbeiterin der Sendung »Panorama« im öffentlich-rechtlichen Rundfunk RAI in den 1970er-Jahren, Journalistin für das Wochen­magazin »L-Espresso« in den 1980er-Jahren, Autorin von mehreren
Büchern über Enrico Berlinguer sowie Themen der Frauen­bewegung und Dario Fo.

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