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Der 1976 eröffnete Bierpinsel ist Symbol und Relikt zugleich. Er ist Ausdruck einer Zeit, in der Architektur nicht nur funktional, sondern visionär, mutig und manchmal auch provokant sein wollte, und er ist das Symbol der Pop-Architektur schlechthin. Seine Lage an der Steglitzer Schloßstraße und der Tiburtius-Brücke macht ihn zur Wegmarke und erzählt bereits einen Teil seiner Geschichte, sollte er der Brücke über die Schloßstraße doch die Wucht nehmen.
Christian Simon nähert sich in diesem Heft der Geschichte des Ortes und der direkten Umgebung. So gehört der ebenfalls vom Architektenpaar Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte geplante U-Bahnhof Schloßstraße ebenso zu den architektonischen Besonderheiten des kulturpolitisch immer stärker an den Rand gedrängten Berliner Stadtteils Steglitz-Zehlendorf und bildet mit dem Bierpinsel eine Einheit.
Christian Simon wurde 1960 in Berlin-Halensee geboren und lebt seit 1966 im Bezirk Steglitz. Er studierte Geographie, Politologie und Grundschulpädagogik an der FU Berlin und promovierte mit einem stadtgeographischen Berlin-Thema an der TU Berlin bei Prof. Hofmeister. Christian Simon war 25 Jahre als Stadtführer in Berlin tätig und veröffentlicht seit 1997 zahlreiche Bücher zu Themen der Berliner Geschichte.