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Was bedeutete es in der Frühen Neuzeit, einen Vertrag zu garantieren? Wie wurde über Vorwürfe des Vertragsbruchs verhandelt? Und welche Rolle spielten dabei Vorstellungen von Reputation? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Untersuchung, die sich mit dem Zusammenhang von Garantie, Vertragsbruch und Reputation in der Frühen Neuzeit beschäftigt. Anhand einer systematischen Analyse von Friedensverträgen zwischen Gemeinwesen wird in langfristiger und weiter europäischer Perspektive die Entstehung, Entwicklung, Funktion und Deutung von Garantien als Praktik der Vertragssicherung rekonstruiert. Zudem wird der Fokus auch auf Konflikte gerichtet, die sich um angeblich gebrochene Verträge entsponnen: Konstruktionen des Vertragsbruchs und Vorstellungen von Reputation, die jeweils eng mit Garantien verbunden waren, werden anhand von drei Fallbeispielen - dem Vertrag von London (1518), dem Vertrag von Paris (1626) und dem Vertrag von Teschen (1779) - mit Blick auf die zeitgenössischen Dynamiken und epochalen Eigenlogiken analysiert. Die Studie liefert damit einen innovativen Beitrag zur Geschichte frühneuzeitlicher Friedensverträge, zu Konstruktionen des Vertragsbruchs und zur Bedeutung von Reputation als Schlüsselbegriff politischer Kommunikation.
Christian Wenzel, Philipps-Universität Marburg, Deutschland
E-Mail: productsafety@degruyterbrill.com