Christiane Simone Stadie

"Der Deutsche Drang nach Osten" - nur ein Stereotyp?

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 34 Seiten
EAN 9783656352969
Veröffentlicht Januar 2013
Verlag/Hersteller GRIN Verlag
12,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 2,7, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: ,Der unheimliche Osten': Deutsche Bilder Osteuropas in der zweiten Hälfte des 19. Jh. - Einführung in die Historische Stereotypenforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: "Der deutsche Drang nach Osten" - ist dies nur eine rhetorische Phrase, ein Stereotyp oder historische Gewissheit? Schon viele Wissenschaftler haben sich eingehend mit diesem Themenfeld befasst. Die Germanen der Antike hätten bereits diesen Drang gen Osten ,verspürt', welcher dann durch diverse deutsche Könige bzw. Kaiser und Ordensverbände des Mittelalters weiter vorangetrieben wurde. Die preußische Ostpolitik ließ diese Bestrebung wieder aufleben und eine "Inbesitznahme" von beispielsweise polnischem Gebiet erfolgte. Hier schieden sich jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts bei Politiker und Historiker verschiedenster Nationalitäten die Geister. Die Deutschen waren sich sicher, dass sie sie einen historischen Anspruch für östliche Gebiete besäßen und es sei deutlich, dass z. B. Schlesien gar nicht slawisch sei, sondern, durch die Vielzahl von deutschen Bewohner, eben deutsch. Hierzu fand sich eine gegenteilige Meinung auf der slawischen Seite, welche den "deutschen Hegemonen" Eroberungssucht und Täuschungen vorwirft, nur um ihr eigenes Gebiet zu vergrößern, Slawen zu verdrängen ggf. für sich arbeiten zu lassen und so ihre Einflusssphäre zu vergrößern. Die Slawen riefen zum allgemeinen Widerstand gegen die Deutschen auf. Die Veröffentlichungen von Julian Klaczko "Die deutschen Hegemonen. Ein Sendschreiben an Georg Gervinus" (1849) und Wilhelm Wattenbach "Die Germanisierung der östlichen Grenzmarken des deutschen Reiches" (Historische Zeitung, 1862) werden hier eingehend untersucht. Die aus den Texten herausgefilterten deutschen (germanischen) und polnischen (slawischen) Stereotypen werden mit dem übergeordneten Begriff bzw. Stereotyp "deutscher Drang nach Osten" in Verbindung gesetzt.

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