Blick ins Buch

Christina von Braun

Nicht ich

Logik, Lüge, Libido. ca. 120 Abbildungen. 24,7 cm / 19,4 cm / 3,4 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 487 Seiten
EAN 9783351026721
Veröffentlicht Januar 2009
Verlag/Hersteller Aufbau Verlage GmbH
€ 34,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Jahrhundertelang verbrannte man Frauen, die der Norm nicht entsprachen, als Hexen. Galt die Frau lange Zeit als nicht fähig, ihre Kinder zu erziehen, wurde die fürsorgliche Mutter später zum Idealbild der Frau - und all jene, die sich ihm nicht fügten, zur Hysterikerin erklärt. Die Hysterie wird dabei nicht nur zum Knotenpunkt, in dem sich alle Bereiche der abendländischen Kultur treffen, mit ihrer Hilfe entzieht sich die menschliche Natur dem Zugriff der Rationalität. Als ihre Nachfolgerin ist heute die Magersucht verbreitet, mit der sich Frauen dem Diktat der Vernunft verweigern. Da stets von Männern festgelegt wurde, was als normal zu gelten habe, überrascht es kaum, dass das "andere", das Unvernünftige, traditionell auf Seiten der Weiblichkeit zu suchen ist. Ein herausragendes Buch, das mit zahlreichen Ausflügen in die Kultur- und Geistesgeschichte brilliert und die Neurosen unserer Gesellschaft auf spannende Weise aufdeckt. In diesem brillanten Standardwerk unternimmt Christina von Braun eine Tour d'Horizon durch das abendländische Denken und erzählt dabei nicht weniger als die Geschichte der Phantasien über die Weiblichkeit. Ein herausragendes Buch, das mit zahlreichen Ausflügen in die Kulturgeschichte brilliert und die Neurosen unserer Gesellschaft auf spannende Weise aufdeckt.

Portrait

Christina von Braun, geboren 1944, ist Kulturtheoretikerin, Autorin und Filmemacherin. Sie war Professorin an der Humboldt-Universität im Fach Kulturwissenschaft, leitete dort bis 2003 den Studiengang Gender Studies und war Gründungsleiterin des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter Bestseller wie ihre für den Leipziger Buchpreis nominierte Familiengeschichte "Stille Post". Zu ihrem Werk gehören Essays sowie mehr als 50 Filme zu kulturhistorischen Themen. Vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Sigmund Freud Kulturpreis, erhielt sie zuletzt 2025 das Bundesverdienstkreuz und die Caroline von Humboldt-Ehrenprofessur.