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Bewegende Geschichten voller Wärme, Menschlichkeit und romantischer Spannung - eingebettet in die einzigartige Atmosphäre des Schwarzwalds.
Im Schwarzwaldtal Ruhweiler ist Dr. Matthias Brunner weit mehr als nur ein Arzt. Gemeinsam mit seiner Frau Ulrike und Schwester Gertrud steht er den Menschen in jeder Lebenslage zur Seite - bei Krankheit, familiären Krisen oder den großen Fragen des Lebens und des Herzens. Während in der Landarztpraxis täglich neue Sorgen und Schicksale aufeinandertreffen, geraten auch die Bewohner des idyllischen Tales immer wieder in Situationen, die ihr Leben verändern. Zwischen traditionsreichen Familienbetrieben, geheimen Ängsten und unerwarteten Begegnungen entstehen große Gefühle, neue Hoffnungen und mutige Neuanfänge. Ob Liebe auf den ersten Blick, zerbrechendes Vertrauen oder lange verdrängte Sehnsüchte - in Ruhweiler liegen Glück und Schmerz oft nah beieinander.
In dem Moment, als Fabian Bremer aus dem dichten Tannenwald trat und sich vor ihm das Ruhweiler Tal öffnete, bemerkte er erst die schwarzen, bedrohlich wirkenden Wolkenmassen über sich. Sie waren in Bewegung, legten sich über das Dorf unter ihm wie eine Decke mit gelben und violetten Rändern. Noch gelang es ein paar Sonnenstrahlen, durch die dünnere Wolkenschicht zu brechen und ein gespenstisch helles Licht auf die Wiesen zu werfen. Dann aber wuchsen die Wolkengebilde immer mehr wie Türme in die Höhe. Heftige Böen fegten fauchend über die Wipfel. Zwischen den Bäumen herrschte binnen weniger Sekunden eine düstere unheimliche Atmosphäre. Jetzt wird es aber Zeit, ein trockenes Plätzchen zu finden, sagte sich Fabian. Den Weg zurück ins Hotel Wiesler würde er nicht mehr trocken schaffen. Gleich darauf erhellten auch schon mehrere knapp aufeinanderfolgende Blitze das Tal. Ein lauter Donner folgte, der den Hügel, auf dem er stand, erbeben ließ. Fabian sah sich nach einer Unterstellmöglichkeit um. Ein Gewitter konnte auf den bewaldeten Berghängen je nach Heftigkeit gefährlich werden. Er schob seine Kamera, die beste von allen, die er besaß, unter sein Hemd. Da öffnete der Himmel auch schon seine Schleusen, und der Regen prasselte auf ihn nieder. Schützend hielt er sich die Hand über die Augen. Dort hinten! Ein neuer Blitz erhellte durch sein grelles Licht einen Bauernhof, der mit der plötzlich einbrechenden Dunkelheit verschmolzen gewesen war. Diese kurze Einblende jedoch reichte dem Berufsfotografen. Er zog den Kopf ein und rannte in geduckter Haltung los. Dabei trommelten die dicken Tropfen auf seinen Rücken und Hinterkopf, und binnen weniger Minuten war er völlig durchnässt.