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Clara Viebigs Roman *Elisabeth Reinharz' Ehe* durchdringt die feinen Schichten der gesellschaftlichen Normen und die damit verbundenen Erwartungen an die Ehe im späten 19. Jahrhundert. Durch detaillierte psychologische Einblicke in das Seelenleben der Protagonistin Elisabeth bietet der Roman ein beeindruckendes Panorama persönlicher Konflikte und gesellschaftlicher Einengungen. Viebigs realistischer Stil ist geprägt von einer präzisen Sprache und einem schonungslosen Blick auf die Lebensumstände der Frauen ihrer Zeit, was dem Werk eine zeitlose Relevanz verleiht. Clara Viebig, eine der führenden Vertreterinnen des deutschen Naturalismus, schöpfte aus ihrer reichen Lebenserfahrung und ihrer intensiven Beobachtungsgabe, um die Nuancen des menschlichen Verhaltens literarisch zu erfassen. Geboren 1860 in der Eifel, dürfte Viebigs eigenes Aufwachsen in einem konservativen Umfeld sie zu einem scharfen Kritiker gesellschaftlicher Konventionen geformt haben. Ihr Werk spiegelt einen zutiefst humanistischen Ansatz wider, der von ihren Begegnungen mit der sozialen und politischen Realität des Kaiserreichs geprägt ist. *Elisabeth Reinharz' Ehe* ist ein unverzichtbares Werk für alle, die fein nuancierte Erzählungen und psychologisch komplexe Charakterstudien schätzen. Viebig zeichnet ein tiefgründiges Portrait der inneren Widerstände einer Frau, die zwischen individuellem Verlangen und gesellschaftlichem Zwang gefangen ist. Dieses Buch ist eine Einladung, über die Struktur von Machtverhältnissen und Rollenbildern in einem anderen historischen Kontext nachzudenken, und bietet gleichzeitig wertvolle Einsichten für die heutige Diskussion um Geschlechterrollen und individuelle Freiheit.