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Gewalt im Jugendalter weist Ähnlichkeiten mit dem Phänomen in der Kindheit auf, jedoch gibt es auch Besonderheiten, da Jugendliche sich häufiger außerhalb der Familie bewegen, was die Notwendigkeit der Netzwerkarbeit verstärkt und die Einberufung und Koordinierung öffentlicher Maßnahmen für einen ganzheitlichen Ansatz erforderlich macht. Es handelt sich um eine explorative und deskriptive Untersuchung mit qualitativem Ansatz. Das Untersuchungsfeld war ein Referenzdienst im Gesundheitswesen für die Betreuung von Gewaltopfern und die Leiter dieser Dienste. Die Datenerhebung erfolgte mittels halbstrukturierter Interviews und einer minimalen Kartierung der institutionellen Verbindungen. Die Datenanalyse wurde mittels Inhaltsanalyse, thematischer Modalität, durchgeführt. Als theoretische Grundlage für die Datenanalyse diente die Theorie der integralen Schutzmaßnahmen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Dienst eine wichtige Anlaufstelle für die Betreuung von Opfern ist, jedoch in seiner Arbeit nicht den Standards für die Netzwerkarbeit entspricht, was eine Lücke im Schutz von jugendlichen Gewaltopfern aufzeigt. Die Befragten schätzen das Betreuungsnetzwerk, halten es jedoch für unzureichend.
Laurea in Infermieristica, Master in Eziatria, Specializzazione in Gestione dei Servizi e Sistemi Sanitari, Docente del Corso di Laurea in Infermieristica (IFPE); Tutor dei programmi: PIBIC grad IFPE e BIA FACEPE. Membro del Centro Studi sulla Violenza e Promozione della Salute (UPE) e del Gruppo di Ricerca Cura e Promozione della Salute (IFPE).