Blick ins Buch

D. Rose

Kokon

Die Membran, Band 1. Roman. 1. Auflage. 22,6 cm / 16,0 cm / 2,8 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 342 Seiten
EAN 9783696762438
Veröffentlicht September 2026
Verlag/Hersteller BoD - Books on Demand
25,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Berlin, 2031. Ein Start-up aus Adlershof stellt ein Gerät von der Größe eines Knopfes ins Regal, und die Stadt, die das Gedränge erfunden hat, beginnt, sich den Abstand zu kaufen. Der Kokon erzeugt eine unsichtbare Membran um den Körper. Es kommt nichts durch: kein Stoß in der S-Bahn, keine fremde Hand, kein Regen, keine Berührung. Für 379 Euro wird das älteste Versprechen des Reichtums zur Ware im Regal: Abstand.
Judith Malek ist Hebamme, Kreißsaal in Lichtenberg. Sie arbeitet an der einzigen Grenze, die sich niemals schließen darf, und sieht ihre Stadt sich verändern, Wagen für Wagen, Schulhof für Schulhof, Hand für Hand. Sandra, Pflegekraft, geht nachts um zwei zum ersten Mal seit fünfzehn Jahren durch den Park und weint vor Erleichterung. Ihr Mann Tarek dreht das Familienvolumen um zwanzig Dezibel leiser und findet beinahe nicht mehr zurück. Und Walter Scholz, Schlosser in Rente, der vierzig Jahre lang die Türen dieser Stadt geöffnet hat, setzt sich an einem Junimorgen auf eine Bank am Ostkreuz, um Luft zu holen.
Sein Gerät beschließt, ihn zu schützen.
Vier Tage lang schaut ganz Berlin auf ein Ei aus Milchglas, durch das nicht einmal die Feuerwehr kommt, und schaut weg, und kauft weiter. Denn das Ding funktioniert. Es gibt einer jungen Mutter voller Angst ihre Stadt zurück und einem müden Vater seine einzige stille Stunde. Was es dafür nimmt, steht in keinem Protokoll. Noch nicht. Irgendwo in den Wartungsakten führt ein Mann, der mit dem Lineal schreibt, seine eigene Buchhaltung.
Die Klugen vergessen nie das Schloss. Nur den Schlüssel.
Band 1 der Membran-Trilogie. Ein Roman über Nähe, Angst und den Preis eines eigenen Randes.

Portrait

D. Rose schreibt seit vielen Jahren, lange nur für sich. Die Idee zu diesem Buch entstand dort, wo der Roman auch beginnt: in der S-Bahn, mit der er täglich in die Stadt pendelt. Die Enge stört ihn wenig, den Geruch schon, und wenn jemand einsteigt und etwas zum Besten gibt, findet er das eher unterhaltsam als bedrohlich. Ein Privileg, wie er einräumt: Einen großen, leicht untersetzten Mann spricht so schnell keiner an. Seine Membran ist serienmäßig verbaut und war im Preis inbegriffen.
Seine wichtigste Leserin ist seine Frau, die als Lektorin aufblüht und beim ersten Durchgang fast hundert Stellen notiert hat, die schlicht "Mist" waren. Auf seinem Rechner liegen fünf weitere Manuskripte, halb bis fast fertig, dazu sechs Ideen, die ihm beim Schreiben zugelaufen sind. Der Plan: alle drei bis sechs Monate ein neues Buch, bis er nicht mehr kann oder seine Frau sagt, sie möchte ihn wieder eine Weile für sich.
Zuletzt erschien von ihm "Weltfrieden"; "Kokon" eröffnet die Trilogie "Die Membran"; Band 2 und 3 folgen 2027.
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