Daniel Bendix, Aram Ziai, Friz Miriam Trzeciak, Lata Narayanaswamy, Franziska Müller

Episoden einer kolonialen Gegenwart

erzählt in Comics. Originaltitel: Episodes From a Colonial Present. Empfohlen ab 12 Jahre. Erzählt in fünf farbigen Comic-Geschichten und vier Comic-Collagen, mit Zeichnungen von Hangula Werner, Roshni Vyam, Michel Esselbrügge, Qi Zhou, RotmInas - Rotmi Enciso & Ina Riaskov und Maite Mentxa. 29,7 cm / 21,0 cm ( B/H )
Buch (Hardcover), 104 Seiten
EAN 9783960422099
Veröffentlicht April 2026
Verlag/Hersteller edition assemblage
Übersetzer Übersetzt von Hannah Pöhlmann
19,80 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Für dieses kollaborative Comic-Projekt haben sich sieben Autor:innen und sieben Künstler:innen aus Mexiko, Namibia, China, Kanada, Indien, Deutschland und dem Baskenland zusammengetan, um der alltäglichen gegenwärtigen Kolonialität unterschiedlichster Ausprägung in Form von Comicgeschichten nachzugehen. In fünf Comic-Geschichten und vier Comic-Collagen geht es zum einen darum, den Spuren der kolonialen Vergangenheit in allen möglichen Winkeln unseres heutigen Lebens nachzuspüren und die globaler Ungleichheit innewohnende koloniale Gewalt aufzudecken. Zum anderen beleuchten die Beiträge aber auch das dekolonisierende Potenzial alltäglicher Kämpfe um Anerkennung von und Reparationen für die Auswirkungen des europäischen Kolonialismus - in all ihren Ambivalenzen und ihrer Widersprüchlichkeit. Viele der Geschichten sind inspiriert von den Familiengeschichten und aktivistischen Erfahrungen der Autor:innen, die in Graphic Novel-Stil erzählt werden. Jeder Beitrag hat ein Literaturverzeichnis, denn die kreativen Erzählungen beruhen auf wissenschaftlichen Recherchen.

Portrait

Daniel Bendix ist Sozialwissenschaftler und forscht zu kolonialer Macht in der Entwicklungspolitik, reproduktiver Gesundheits- und Bevölkerungspolitik sowie Migration und Rassismus. Er wuchs in einer bürgerlichen Familie auf. Als weißer Jugendlicher wurde er in entwicklungspolitischen Kontexten sozialisiert. Viele seiner Familienmitglieder wurden in der Shoah verfolgt und ermordet. Seine Familie profitierte aber auch von Kolonialismus und Apartheid oder unterstützte diese. Geprägt von diesem familiären Hintergrund engagiert er sich gegen rassistische und kapitalistische Ungleichheit. Er ist Autor des Romans "Hotel Castoria" (KLAK Verlag).

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