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David Scrase - erzählt von sich selbst In seinem autobiografischen Werk "Ein Leben auf Deutsch'" blickt der englische Germanist und Holocaustforscher David Scrase auf ein bewegtes Leben zwischen England, Deutschland und den USA zurück. Mit feinem Humor und großer Offenheit erzählt er von seiner Kindheit im Krieg, den prägenden Reisen nach Deutschland, seiner akademischen Laufbahn, seinem Jahr als Aushilfslehrer in Bremen und seinem Engagement für die Erinnerungskultur. Ein einzigartiges Zeitdokument - persönlich, klug und voller Empathie.
David A. Scrase, 1939 in England geboren, studierte Germanistik und Romanistik in Bristol. Nach dem Studium ging er für vier Jahre als Universitäts-Lektor an die Uni Zürich, ehe er 1969 in die USA auswanderte und dort zunächst über den norddeutschen Dichter Wilhelm Lehmann promovierte. Daraus entstand in der Folge sein großangelegtes Werk Wilhelm Lehmann. Biographie (deutsch bei Wallstein, 2011). 1971 wurde er zum Professor für deutsche Literatur an der Universität von Vermont in Burlington ernannt. Nachdem Scrase dort jahrelang auch Seminare über die europäische Judenverfolgung abgehalten hatte, wurde er 1991 zum Gründungsdirektor des Centers for Holocaust Studies berufen. Scrase war zudem als Übersetzer vom Deutschen ins Englische tätig. So übertrug er Gedichte u. a. von Heinrich Heine, Wilhelm Lehmann, Günter Eich, Christoph Meckel und Ludwig Greve sowie Prosa der österreichischen Schriftstellerin Ilse Tielsch. Noch zu DDR-Zeiten waren ihm englische Nachdichtungen ostdeutscher Dichter wie Johannes Bobrowski und Peter Huchel ein Anliegen - und für die USA eine Premiere. Emeritiert im Jahr 2009, lebt Scrase abwechselnd in Burlington und auf einer Insel vor der Küste von Maine.