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Prag, Ende 1937: Ein junger Dolmetscher aus England gerät mitten hinein in die dramatischen Monate, die dem Münchner Abkommen vorausgehen. An der Seite von Radiojournalisten erlebt er hautnah, wie ein neues Medium - der Rundfunk - zum Schlachtfeld wird: Werkzeug der Aufklärung für die einen, Waffe des Hasses für die anderen. David Vaughan lässt reale Persönlichkeiten der Zeit - von Edvard Beneš über William Shirer bis Karel -apek - lebendig werden und zeichnet das packende Porträt eines Jahres, in dem Manipulation zur Normalität wurde und die Welt lernte, den falschen Stimmen zu misstrauen - zu spät. Ein Roman über die Anfänge der Propaganda im Rundfunkzeitalter, der auf beklemmende Weise aktuell bleibt.
David Vaughan, in Großbritannien geboren, studierte dort Germanistik und Romanistik und lebt seit über 35 Jahren in Prag. Knapp zehn Jahre leitete er die Auslandssendungen des Tschechischen Rundfunks; im Rundfunkarchiv stieß er auf zahlreiche Tonaufnahmen aus den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg - der Ausgangspunkt für sein Sachbuch "Battle for the Airwaves" (2008) und Roman "Höret meine Stimme" (Leserpreis -eská kniha 2015). Vaughan hat zahlreiche Radiodokumentationen und Podcasts für den Tschechischen Rundfunk und die BBC verfasst. Er lebt und arbeitet in Prag.