Deborah Levy

Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein

Roman
eBook (epub), 160 Seiten
EAN 9783311707370
Veröffentlicht Juli 2026
Verlag/Hersteller AKI Verlag
Übersetzer Übersetzt von Marion Hertle
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Beschreibung

Die Erzählerin von Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein hat viel zu tun. Der Kater ihrer  Freundin Eva ist verschwunden, und sie befürchtet, er könnte im Bewusstseinsstrom  davongeschwommen sein. Ihre andere Freundin Fanny hat kaum Zeit für sie, denn sie arbeitet  in der Finanzbranche und ist mit nicht weniger als drei Liebhaberinnen verstrickt. Und  vor allem Gertrude Stein macht der Erzählerin das Leben schwer.
Sie versucht, einen Essay über Stein zu schreiben, aber das scheint ganz unmöglich zu sein.  Sie weiß zu viel und gleichzeitig gar nichts über die wichtige Avantgarde-Denkerin des  frühen 20. Jahrhunderts.
Was sie weiß, ist Folgendes: Gertrude Stein studierte Psychologie und Medizin, brach  dann aber ihr Studium ab, kuratierte stattdessen in ihrer Mietwohnung in Paris moderne  Kunst, die die Welt erschüttern sollte, Picasso, Matisse und Hemingway gingen bei ihr ein und  aus, sie schrieb Romane, Theaterstücke und Gedichte, die inkohärent und brillant sind,
und sie verliebte sich auf den ersten Blick in ihre spätere Frau Alice B. Toklas.
Aber so vieles weiß sie auch nicht. Und so versucht sie, herauszufinden, was wir verlieren  müssen, um modern zu werden, wie wir mit Ängsten umgehen, mit Unsicherheit leben,  mit deprimierenden Vätern, wie wir uns ein neues Leben in einem anderen Land aufbauen.  Sie denkt nach über Kunst und Sprache und Freiheit - darüber, was all diese Dinge für  Gertrude Stein in den Anfängen des 20. Jahrhunderts bedeutet haben und was sie für sie zu
Beginn des 21. Jahrhunderts bedeuten.

Portrait

DEBORAH LEVY glaubt nicht an Genregrenzen. Sie helfen ihr zwar, sich in Buchhandlungen zurechtzufinden, aber sie ist davon überzeugt, dass wirklich gute Bücher keine Schubladen brauchen. Und so ist auch ihr Schreiben ungeheuer vielschichtig, verbinden sich darin doch essayistische und lyrische Momente, autobiographisches und fiktionales Erzählen miteinander. Deborah Levy emigrierte im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie aus Südafrika nach Großbritannien. Ihre Romane Heim schwimmen (2011), Heiße Milch (2016) und Der Mann, der alles sah (2019) waren für den Booker Prize nominiert. Für ihr dreiteiliges autobiographisches Projekt wurde sie mit dem Prix Femina étranger ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in London und Paris.

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