Die Herrscherdarstellung Rudolfs von Habsburg in politischen Gedichten des 13. Jahrhunderts -

Die Herrscherdarstellung Rudolfs von Habsburg in politischen Gedichten des 13. Jahrhunderts

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EAN 9783389194119
Veröffentlicht Juni 2026
Verlag/Hersteller GRIN Verlag
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Geschichtswissenschaft), Veranstaltung: Kleine' Könige? Von Rudolf von Habsburg bis Heinrich VII. von Luxemburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Wahl Rudolfs von Habsburg zum römisch-deutschen König im Jahr 1273 vollzog sich ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte des Reiches. Seine Erhebung beendete die seit der Absetzung Kaiser Friedrichs II. als "Interregnum" bezeichnete Phase politischer Unsicherheit. Nun galt es, die königliche Herrschaft neu zu legitimieren und dauerhaft zu festigen. Herrschaft war im Mittelalter jedoch nicht allein eine Frage militärischer oder rechtlicher Durchsetzung, sondern ebenso der symbolischen Repräsentation. Eine besondere Bedeutung kam in diesem Zusammenhang der politischen Lyrik zu. Diese literarische Gattung umfasst selbstständige Dichtungen in Versform, die ein deutliches politisches Moment erkennen lassen. Politische Gedichte konnten Herrscher loben oder kritisieren und trugen damit zur Formierung und Vermittlung von Herrscherbildern bei.
Die vorliegende Hausarbeit untersucht, welches Bild von Rudolf aus den zeitgenössischen Gedichten hervorgeht, welche Strategien der Herrscherpräsentation dabei eingesetzt wurden und welche Funktionen dieser Gattung im 13. Jahrhundert zukamen. Die Analyse beschränkt sich dabei auf Dichtungen, die noch zu Lebzeiten Rudolfs entstanden sind. Die Quellenlage zeigt, dass die meisten dieser Gedichte inhaltlich entweder auf die Königswahl von 1273 oder den Böhmenkonflikt von 1276/78 Bezug nehmen. Entsprechend fokussiert sich die Untersuchung auf diese beiden Schwerpunkte. Als Quellenkorpus dienen vor allem die Editionen von Kleinschmidt und Müller. Bei Kleinschmidt finden sich vier lateinische Gedichte: zwei fragmentarische erhaltene Dichtungen Konrads von Mure , die Rudolf gewidmet und "sicher" auch überreicht wurden sowie zwei anonyme Lobgedichte, die anlässlich der Königswahl entstanden. Aus der Edition Müllers, die ausschließlich mittelhochdeutsche politische Gedichte enthält, sind (neben einer Reihe ,kleinerer' Autoren) vor allem die Gedichte Friedrichs von Sonnenburg und Konrads von Würzburg in diese Arbeit eingegangen. Hinzu kommen zwei einzelne, im 19. Jahrhundert editierte lateinische Gedichte, die im Kontext der Böhmenschlacht entstanden sind. Die Hausarbeit ist so aufgebaut, dass zunächst ein Überblick über den historischen Kontext gegeben wird. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, welche Stellung Rudolf im Reich bei seiner Wahl und zur Zeit des Böhmenkonflites hatte. [...]

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