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Ziviles und militärisches Totengedenken und Denkmalkult sind bedeutende kulturelle und soziologische Aspekte aller Geschichtsepochen, da sie die Vorstellungen ebendieser Epoche von ihrer Vergangenheit und politischen Bedeutung für uns Heutige mit sich führen und diesen Gedanken- und Kulturkreis als Forschungs- und Beschäftigungsfeld für den Historiker lohnenswert machen. Erstmals wird hier versucht, diesen wesentlichen Anteil der Landesdenkmalgeschichte geschlossen zu skizzieren. Hierzu möchte diese Entwicklungsanalyse einen Beitrag leisten, welcher die Entwicklungslinien des Denkmalbaus aufzeigt und deren lokal- und landesgeschichtliche Bedeutung berücksichtigt. Die Betrachtung von militärischer Denkmalgeschichte ist einer ausholenden, grenzüberschreitenden Betrachtung würdig; denn das Subjekt ist auch hier der historisch gewordene Mensch und menschliche Beziehungen, Verhältnisse, Ereignisse und Programme, in denen sich die Epochen und ihre Zusammenhänge darstellen. Der Themenstellung Kriegerdenkmäler ist in den letzten 30 Jahren durch informative Artikel in wissenschaftlich-lokal-geschichtlichen Periodika kaum größere Aufmerksamkeit zugebilligt worden. Im außerwissenschaftlichen und außeruniversitären Bereich hatte sich bislang niemand für die militärische Denkmalgeschichte zuständig gesehen.
Dr. Dieter Scheidig wurde 1965 in Rudolstadt geboren. Museologie - Studium im Wende - Leipzig, danach für knapp ein Jahrzehnt Museumsleiter in einer (kleinen) Thüringer Kleinstadt. Publizierte mehrere Werke zu historischer Friedhofskultur (u. a. "Friedhöfe in Thüringen", 1997 bei VHT Verlagshaus Thüringen und nochmals erneut 2024 bei BoD). Seit 2018 viele Novellen und Erzählungen (z. B. "Die Häsin und Sven Osterloh" oder die Kriminalerzählung Zwei Szenen aus Alt-Schwarzburg, beides BoD, 2018). Lebt und arbeitet in einem sehr weinberankten Haus inmitten seiner Geburtsstadt.