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Es beginnt nicht mit einer großen Krise. Es beginnt mit einem leisen Unbehagen. Mit einem Moment, in dem dein Leben nach außen hin funktioniert - Termine, Entscheidungen, Routinen - und sich innerlich dennoch etwas verschiebt. Nicht dramatisch. Eher wie eine feine Irritation im Hintergrund. Etwas, das sich bemerkbar macht, ohne sofort erklärbar zu sein. Vielleicht gibt es Augenblicke, in denen Worte, die du sonst sicher verwendest, plötzlich weniger tragen. Entscheidungen, die logisch richtig sind, fühlen sich unerwartet schwer an. Du hältst kurz inne - nicht, weil etwas akut falsch läuft, sondern weil etwas nicht mehr ganz stimmig wirkt. Manche Menschen erleben das in Gesprächen: Sie sprechen klar, vernünftig, überzeugend - und haben dennoch das Gefühl, sich selbst dabei nur teilweise zu erreichen. Andere sind erfolgreich in dem, was sie tun, und spüren trotzdem eine Müdigkeit, die nicht aus Überforderung entsteht. Eher eine stille Ermüdung davon, immer zu wissen, wie etwas geht, und immer seltener zu spüren, wofür. Solche Wahrnehmungen lassen sich leicht einordnen: als Stress, als Zweifel, als Phase. Oft geht man weiter, optimiert, erklärt sich selbst, warum gerade jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, genauer hinzusehen. Meist verschwinden diese Signale nicht. Sie treten nur in den Hintergrund. Und genau dort bleiben sie wirksam. Dieses Buch setzt nicht bei Lösungen an. Es setzt bei diesen leisen Momenten an. Bei dem Punkt, an dem etwas in Bewegung ist, ohne bereits einen Namen zu haben. Bei Gesprächen, die anders verlaufen als geplant. Bei Gedanken, die nicht mehr sauber in vertraute Kategorien passen. Bei der Erfahrung, dass Klarheit nicht immer vorausgeht, sondern manchmal erst entsteht, wenn man bereit ist, stehenzubleiben. Drei Menschen begegnen sich. Ohne festen Plan, ohne Zufallspathos. Jeder von ihnen bringt eine eigene Weise mit, die Welt zu ordnen, zu verstehen und auszuhalten. Sie sprechen über Energie, Verantwortung und Entscheidungen - und merken, dass es dabei um mehr geht als um Themen. Es geht um Haltung. Um das, was zwischen Worten geschieht. Um das, was sichtbar wird, wenn niemand versucht, recht zu behalten. Vielleicht erkennst du dich in einer dieser Perspektiven wieder. Vielleicht in mehreren. Vielleicht eher in den Pausen dazwischen. Dieses Buch will dich nicht überzeugen und nichts erklären. Es lädt dazu ein, einen Zustand auszuhalten, den wir oft zu schnell verlassen: den Moment, bevor klar ist, wie es weitergeht. Wenn du an einem Punkt bist, an dem du spürst, dass sich etwas verändern möchte - ohne dass du bereits weißt, was -, dann kann dieses Buch ein stiller Begleiter sein. Nicht, weil es dir sagt, wohin du gehen sollst. Sondern weil es einen Raum öffnet, in dem du einen Moment lang stehenbleiben darfst. Manchmal entsteht Zukunft nicht durch Pläne oder Entwürfe. Sondern dort, wo Menschen beginnen, wieder wahrzunehmen, was für sie stimmig ist.