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Den Kapitalismus zu kritisieren, fällt leicht. Schwieriger - und dringender - ist die Frage: Was kommt danach, und wie genau soll es funktionieren? Band I von Creative Construction nimmt diese Frage ernst. Statt beim linken Bilderverbot stehenzubleiben, das konkrete Zukunftsentwürfe scheut, versammelt er die wichtigsten Modelle demokratischer Wirtschaftsplanung und diskutiert sie ehrlich: mit ihren Stärken, ihren offenen Problemen und der Frage, wie man jenseits von Marktfundamentalismus und autoritärer Kommandozentrale überhaupt gemeinsam plant. Kreatives Konstruieren heißt hier nicht, einen Plan zu haben, sondern gemeinsam zu planen.
Dougie Booth ist Doktorand an der University of Essex im Fachbereich Government. Seine Forschungsarbeiten befassen sich mit der politischen Ökonomie der Energie, der gegenwärtigen Bewältigung der ökologischen Krise und der Rolle der Wirtschaftsplanung bei der Beschleunigung des grünen Wandels. Seine Dissertation trägt den Titel »Transitional Inertia: A Comparative Analysis of Energy Transition Governance in China and the United States«.
Planung im Zeitalter der Polykrise - Kohei Saito Einleitung - Jan Groos und Christoph Sorg 1. Ein kurzer Überblick über vier Modelle demokratischer Wirtschaftsplanung Audrey Laurin-Lamothe, Frédéric Legault und Simon Tremblay-Pepin 2. Grundprobleme einer demokratisch geplanten Wirtschaft Jakob Heyer 3. Sozialdividenden-Sozialismus: Arbeitsautonomie in einer partizipativen Planwirtschaft James Muldoon und Dougie Booth 4. Verteilte commonistische Planung Stefan Meretz, Simon Sutterlütti 5. Gegenplanung zur Polykrise: Für einen Biokommunismus Nick Dyer-Witheford 6. Demokratische Planung als Regierungskunst Jan Groos 7. Evgeny Morozov zu Entdeckungsverfahren jenseits des Wettbewerbs Evgeny Morozov im Gespräch mit Jan Groos