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«Totensprache» Ein besonderer Fall aus den Protokollen des Gideon Blake Auf einem abgelegenen Gutshof im Süden Frankreichs beginnt ein rätselhaftes Ereignis. Eine Familie erhält anonyme Briefe in einer Sprache, die niemand versteht. Kurz darauf beginnt ihre Tochter Lucie im Schlaf Worte zu sprechen, die ebenso fremd und doch seltsam vertraut klingen. Als der Sprachwissenschaftler Etienne Morel Gideon Blake um Hilfe bittet, reist dieser nach Südfrankreich, um dem Geheimnis nachzugehen. Was zunächst wie ein ungewöhnliches psychologisches Phänomen erscheint, führt bald zu einer Spur, die tief in die Geschichte der Region zurückreicht. Alte Flurnamen, vergessene Überlieferungen und Hinweise auf eine lange verborgene Hüterlinie lassen Gideon erkennen, dass hinter den rätselhaften Worten mehr steckt als nur ein sprachliches Rätsel. Die geheimnisvolle Sprache scheint Erinnerungen zu bewahren, Erinnerungen an Ereignisse, die sich vor Jahrhunderten in den Hügeln Südfrankreichs abgespielt haben könnten. Doch während Gideon versucht, die Bedeutung dieser Worte zu entschlüsseln, wird immer deutlicher, dass nicht alle Antworten in der Vergangenheit liegen. Manche Geheimnisse scheinen auf eine Weise überliefert worden zu sein, die sich mit wissenschaftlichen Methoden kaum erklären lässt. Der Sonderband enthält zusätzlich ein persönliches Nachwort über die Entstehung der Reihe, Hintergründe zu den Geschichten und Einblicke in die Welt von Gideon Blake.
E. Ray Sanders wurde 1969 in der Schweiz geboren und lebt auch heute noch dort. Weit entfernt von alten Herrenhäusern mit knarrenden Dielen, aber nie ganz ohne den Blick für das Unheimliche zwischen den Zeilen. Im Alltag befasst er sich mit Strukturen, Risiken und der Kunst, das Unvorhersehbare planbar zu machen. Vielleicht ist es gerade dieser Kontrast, der seine Faszination für Spukgeschichten, alte Legenden und das Unerklärliche genährt hat. Mit Die Protokolle des Gideon Blake erfüllt er sich den lang gehegten Wunsch, diese Leidenschaft literarisch auszuleben. Seine Geschichten sind geprägt von Atmosphäre, psychologischer Tiefe und dem Gefühl, dass sich das Unheimliche oft dort verbirgt, wo man es am wenigsten erwartet. Er liebt Gruselklassiker, durchforstet gern historische Quellen und ist überzeugt, dass manche Schatten aus der Vergangenheit sich nur erzählen lassen, wenn man ihnen mit Respekt begegnet.