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Das Lob der Torheit gehört zu den wirkungsmächtigsten Satiren der europäischen Literatur. Was als spielerische Widmung an Thomas Morus beginnt, wird zu einer glänzenden Kritik an falscher Frömmigkeit, leerer Gelehrsamkeit und gesellschaftlicher Verblendung.
Mit beißendem Witz und humanistischer Eleganz lässt Erasmus von Rotterdam die Torheit selbst zu Wort kommen. Von ihrem Rednerpult aus preist sie ihre Macht über Menschen, Gelehrte, Fürsten, Mönche, Theologen und Päpste - und entlarvt gerade dadurch die Eitelkeit, Selbsttäuschung und Heuchelei einer ganzen Welt.
In der Übersetzung von Alfred Hartmann und mit den berühmten Illustrationen Hans Holbeins erscheint Erasmus' Meisterwerk als Klassiker humanistischer Ironie - geistreich, kühn und von unverminderter Schärfe und Lebendigkeit.
Erasmus von Rotterdam. Das Lob der Torheit. Übersetzt von Alfred Hartmann. Mit den Illustrationen von Hans Holbein. Originaltitel: Moriae encomium, erschienen erstmals 1511 (mehrfach überarbeitet bis 1532). Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Erasmus von Rotterdam: Das Lob der Torheit. Übersetzt von Alfred Hartmann. Mit den Holbeinischen Randzeichnungen, hrsg. von Emil Major, Birkhäuser Verlag Basel 1929. Die Rechtschreibung wurde beibehalten, offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag