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Als dichter Nebel über Morgental zieht, beginnt alles mit einem seltsamen Geräusch: Glockenläuten aus dem Wald - obwohl dort längst keine Kirche mehr steht. Kurz darauf berichten einige Dorfbewohner von Kinderstimmen im Nebel. Und dann geschieht etwas noch Unheimlicheres: Menschen, die dem Geräusch folgen, kehren zurück - aber ihnen fehlen Tage. Ganze Erinnerungen sind wie ausgelöscht. Mira, Lea und Jan ahnen sofort, dass dies kein gewöhnlicher Nebel ist. Gemeinsam mit Grossmutter Elvira folgen sie der Spur bis an den Waldrand - und entdecken dort einen Weg, der gestern noch nicht existierte. Er führt zu einem Dorf aus alten Steinhäusern, einer verfallenen Schule und einem Brunnen auf dem Dorfplatz. Doch dieses Dorf steht auf keiner Karte. Und es bleibt nicht immer an derselben Stelle. Es erscheint nur, wenn der Nebel kommt. Im Inneren des Dorfes gelten eigene Regeln. Geräusche kommen zu spät. Schatten stehen in Fenstern leerer Häuser. Alte Schulhefte tragen Namen von Kindern, die niemand kennt. Und über allem hängt eine Glocke, die von selbst zu läuten scheint. Bald erkennen die Freunde, dass der Brunnen im Zentrum mehr ist als nur ein Brunnen: Er sammelt Antworten. Er sammelt Zustimmung. Wer im falschen Moment "Ja" sagt, gehört dazu - und verliert sich im Kreis des Dorfes. Als Elvira ein altes Symbol am Brunnen erkennt, wird klar, dass sie selbst vor vielen Jahren hier gewesen ist. Damals wurde ein Ritual begonnen - und nie zu Ende geführt. Seitdem steckt das Dorf zwischen Zeiten fest. Es verschiebt sich, wiederholt sich, lockt mit Stimmen und Schuldgefühlen. Es will, dass jemand das Ritual vollendet. Doch wie endet man etwas, dessen Ziel man nicht kennt? Mira, Lea und Jan stehen vor der schwierigsten Entscheidung ihrer bisherigen Abenteuer: Sollen sie das Dorf befreien - und riskieren, etwas Unbekanntes freizusetzen? Oder sollen sie es für immer versiegeln - und damit akzeptieren, dass nicht alles gerettet werden kann? Als der Nebel ein letztes Mal dichter wird und die Glocke zum entscheidenden Schlag ansetzt, müssen die Freunde lernen, dass Mut nicht bedeutet, auf jeden Ruf zu antworten. Manchmal bedeutet Mut, still zu bleiben. Und manchmal bedeutet er, einen Kreis zu schliessen. Doch selbst als der Nebel sich lichtet und das Dorf verschwindet, bleibt eine neue Lücke auf der Karte von Morgental zurück. Und sie erinnert daran: Manche Orte ruhen nie ganz. Ein atmosphärisches, tiefgründiges Abenteuer über Verantwortung, Zusammenhalt und Kraft
Der Autor hat Naturwissenschaften studiert und ist seit fast 30 Jahren im Bereich Ausbildung mit Schwerpunkt E-Learning tätig. Gruselgeschichten erfindet er gerne für seine eigenen Kinder.