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Dieses Buch entwirft eine lebhafte Biographie des Propheten Mohammed, die religiöse Umbrüche im spätantiken Arabien mit der Entstehung einer neuen Gemeinwesenordnung verknüpft. Im Fokus stehen Mekka als Handelszentrum, Stammesethos, Offenbarung und Hidschra sowie die Konsolidierung in Medina. In reportagehaft-essayistischem Ton verdichtet Bey Sira-Überlieferungen und zeitgenössische europäische Orientalistik zu dramatisch gefassten Szenen von Karawanen, Diplomatie und Krieg. Essad Bey, 1905 in Baku als Lev Nussimbaum geboren, erlebte Revolution, Flucht und Exil; in Berlin konvertierte er zum Islam und stilisierte sich als Mittler zwischen Ost und West. Seine Erfahrung von Entwurzelung nährte das Interesse an charismatischer Führung. Als Vielschreiber verband er Recherche mit erzählerischer Lizenz; Kritik an Ungenauigkeiten und Orientalismen begleitete die breite Wirkung. Zu empfehlen ist Mohammed allen, die eine anschauliche, kulturhistorisch ergiebige Annäherung suchen und die Perspektive des Autors kritisch reflektieren. Als Dokument europäischer Islamdeutung der Zwischenkriegszeit beleuchtet das Buch die Rezeptionsgeschichte ebenso wie die politische Imagination von Prophetentum und Staatsbildung. Wer quellennah-gelehrte Exegese erwartet, greife ergänzend zu Fachstudien; als erzählerische Brücke überzeugt es nachhaltig.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.
Essad Bey (1905 - 1942) war ein deutschsprachiger Schriftsteller russisch-jüdischer Abstammung. Durch sein Interesse an Kunst und Literatur pflegte er enge Kontakte zur Berliner Literaten- und Journalistenszene, in denen er Else Lasker-Schüler, Vladimir Nabokov und Boris Leonidowitsch Pasternak kennenlernte. Er war als Journalist mit den Themenschwerpunkten Orient und Islam für verschiedene deutsche Zeitungen tätig, so für die Deutsche Allgemeine Zeitung, vor allem aber Willy Haas' Die literarische Welt. 1929 erschien Essad Beys erstes Buch, der autobiografische Roman Öl und Blut im Orient. Beys erfolgreicher Erstling wurde in sechs Sprachen übersetzt. 1932 veröffentlichte er bei Kiepenheuer in Berlin eine Biographie des Propheten Mohammed, die noch heute als Standardwerk gilt.