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Étienne de La Boéties Schrift über die freiwillige Knechtschaft ist ein Klassiker des politischen Denkens und bis heute von überraschender Aktualität.
Sie fragt, weshalb Menschen ihre Freiheit preisgeben und sich einer Macht unterwerfen, die ohne ihre Zustimmung und Unterstützung nicht bestehen könnte.
La Boétie analysiert die Gewöhnung an Herrschaft, die Rolle von Angst und Ablenkung sowie jene Netzwerke aus Günstlingen und Nutznießern, durch die sich Tyrannei stabilisiert.
Seine Antwort ist von großer Klarheit: Freiheit beginnt mit der Verweigerung des Gehorsams.
Die vorliegende Ausgabe bietet den Text in der Übersetzung Gustav Landauers. Ergänzt wird sie durch einen Auszug aus Landauers Schrift "Die Revolution", der La Boéties Werk als einen frühen Bezugspunkt des revolutionären und anarchistischen Freiheitsdenkens würdigt.
Hier als Taschenbuch-Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgröße.
Étienne de La Boétie. Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen. Übersetzt von Gustav Landauer. Erstdruck: Étienne de La Boétie: Discours de la servitude volontaire, anonym erschienen in: Mémoires de l'estat de France sous Charles neufiesme, Band 3, Meidelbourg [tatsächlich Genf]: Heinrich Wolf, 1577, S. 160-191.
Der Text des Neusatzes folgt der von Gustav Landauer übersetzten und gekürzten Fassung, die 1910/11 in der Zeitschrift "Der Sozialist" erschien.
Der hier ergänzend abgedruckte Text Gustav Landauers über La Boétie ist ein Auszug aus seiner Schrift "Die Revolution", erschienen in der von Martin Buber herausgegebenen Reihe "Die Gesellschaft", Frankfurt am Main: Rütten und Loening, 1907.
Durchgesehener Neusatz. Die Rechtschreibung wurde beibehalten; offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.
Neuausgabe, Göttingen 2026. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag